Das Computerspielemuseum Berlin ist unser heutiges Ausflugsziel in Berlin bei Regen. Gemeinsam mit meiner 9-jährigen Tochter möchte ich herausfinden, wie sich die Welt der Computerspiele im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Dabei spielen wir zu Hause selbst nur selten Computerspiele.
Besonders gespannt bin ich auf die Spiele aus meiner eigenen Kindheit. Einige davon möchte ich meiner Tochter unbedingt zeigen und natürlich selbst noch einmal ausprobieren. Ob sich der Besuch im Computerspielemuseum gelohnt hat, wie viel Zeit du einplanen solltest und was dich dort erwartet, erfährst du in diesem Erfahrungsbericht.

Inhaltsübersicht
Für Eilige: Computerspielemuseum Berlin
Das Computerspielemuseum Berlin lohnt sich besonders, wenn du Retro-Games magst oder Computerspiele einmal gemeinsam mit deinen Kindern aus einer ganz anderen Perspektive erleben möchtest.
Zeit einplanen: Wir waren etwa 1,5 Stunden im Museum und haben längst nicht alles ausprobiert. Ich würde deshalb mindestens 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Lage: Karl-Marx-Allee 93A in Berlin-Friedrichshain, nur wenige Schritte vom U-Bahnhof Weberwiese entfernt.
Mein Tipp: Plane lieber etwas mehr Zeit ein, wenn du die zahlreichen Spiele und Automaten selbst ausprobieren möchtest. Gerade dabei vergeht die Zeit erstaunlich schnell.
Tickets: Wenn du deinen Besuch vorab planen möchtest, kannst du dein Ticket für das Computerspielemuseum online buchen.
Anfahrt, Öffnungszeiten und Tickets
Das Computerspielemuseum liegt zentral in Berlin-Friedrichshain an der Karl-Marx-Allee. Besonders bequem ist die Anfahrt mit der U5. Vom U-Bahnhof Weberwiese sind es nur wenige Schritte bis zum Museum.
Adresse: Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93A, 10243 Berlin
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 20 Uhr
Tickets: Eintrittskarten kannst du direkt beim Museum oder vorab online kaufen. Vergleiche am besten kurz die Preise, denn je nach Anbieter können sie unterschiedlich ausfallen.
Gut zu wissen: Wenn du deinen Besuch bereits fest eingeplant hast, kannst du dein Ticket vorab online buchen.
Nach dem Einlass verstauen wir unsere Sachen in den Schließfächern und gehen weiter in die große Museumshalle des Computerspielemuseums. Dort gibt es für uns einiges zu entdecken und natürlich auch selbst auszuprobieren.

Die virtuelle Museumshalle
Die große Museumshalle besteht aus riesigen, würfelähnlichen Wänden, die mit Informationstafeln und Bildschirmen ausgestattet sind. Über die Bildschirme können wir uns Interviews rund um die Entwicklung von Computerspielen ansehen und natürlich auch schon die ersten Spiele ausprobieren.
Ich zeige meiner Tochter eine ganze Wand voller alter Spielekonsolen. Vom Super Nintendo über Sega Mega Drive und Playstation bis zur Xbox ist einiges dabei.
Wir versuchen uns auch an einem der frühen Computerspiele aus den 1950er Jahren. So richtig können wir uns dafür allerdings noch nicht begeistern. Meine Tochter entdeckt kurz darauf einen Platz für ein Flugrennspiel und legt erst einmal für ein paar Minuten gebannt los.
Ich dagegen entdecke die Tanzmatte von Dance Dance Revolution und wage mit voller Freude ein paar schnelle Tanzschritte. Spätestens jetzt wird aus dem Museumsbesuch auch für mich eine kleine Reise zurück in die eigene Kindheit.
Retro pur im Computerspielemuseum Berlin
Nun betreten wir einen dunklen Raum mit einigen alten Spielautomaten. Mein Herz macht einen freudigen Sprung, als ich Donkey Kong & Co. entdecke. Bei unserem Besuch können wir die Automaten selbst ausprobieren und genau das macht natürlich einen großen Teil des Spaßes aus.
Ich zeige meiner Tochter das kultige Tetris. Sie ist davon allerdings nur halb so fasziniert wie ich und verliert ziemlich schnell die Geduld. Offenbar funktioniert der Nostalgiefaktor nicht ganz so gut, wenn man die 80er und 90er Jahre nur aus Erzählungen kennt.
Wir entdecken noch zwei weitere Räume mit Spielautomaten und versuchen uns unter anderem an Paper Boy sowie einem Pistolenspiel. Inzwischen haben wir beide richtig Spaß. Nur mit den Rennautomaten zum Reinsetzen haben wir kein Glück. Sie sind ständig von anderen Besuchern besetzt. Auch als wir es später noch einmal versuchen, sind sie wieder belegt.

Kindheitserinnerungen aus den 1980er und 90er Jahren
Im hinteren Teil des Computerspielemuseums entdecken wir gemütliche und authentisch eingerichtete Nischen mit Sitzsäcken, Kassettenrekordern und Monitoren. Ein bisschen wehmütig denke ich an meine eigene Kindheit zurück, denn hier erinnert wirklich vieles an die 80er und 90er Jahre. In jeder Nische können wir natürlich auch wieder etwas ausprobieren.
Die Auswahl reicht vom alten Commodore mit Joystick, auf dem ich selbst eines meiner ersten Spiele gespielt habe, über Super Mario bis hin zur Pokémon Arena.
Ich staune, wie enorm sich Computerspiele seitdem weiterentwickelt haben. Früher kam mir das alles noch topmodern vor. Heute stehe ich mit meiner Tochter davor und plötzlich wirkt die Technik aus meiner Kindheit ziemlich alt.

Von fast antik bis Hightech
Als Nächstes erkunden wir noch den vorderen Teil des Museums. Anfangs hatte ich gar nicht bemerkt, dass sich hier noch ein weiterer Raum befindet. Inzwischen ist es Mittagszeit und bei unserem Besuch deutlich voller geworden. Deshalb schauen wir uns die moderneren Spielkonsolen wie Wii und Playstation nur aus der Ferne an und probieren sie nicht mehr selbst aus.
Das Kultspiel Pac-Man habe ich doch tatsächlich übersehen. Dafür entdecke ich auf einem Monitor einen meiner persönlichen Favoriten: Monkey Island. Wegen der Tastatur lässt es sich zwar nicht besonders gut spielen, aber trotzdem freue ich mich, das Spiel hier wiederzusehen.
Kleiner Tipp aus unserer Erfahrung: Wenn du möglichst viele Spiele und Automaten selbst ausprobieren möchtest, kann sich ein früher Besuch lohnen. Bei uns war es am Vormittag noch angenehmer und gegen Mittag bereits deutlich voller.

Lohnt sich ein Besuch im Computerspielemuseum Berlin?
Für uns hat sich der Besuch im Computerspielemuseum Berlin gelohnt. Besonders gut haben mir die Konsolen und Spiele aus den 90er Jahren gefallen. Viele davon haben bei mir sofort Erinnerungen an die eigene Kindheit geweckt.
Auch mit meiner Tochter hatten wir hier viel Spaß, obwohl sie meine Begeisterung für einige der alten Spiele nicht immer ganz teilen konnte. Gerade diese Mischung aus Ausprobieren, Erinnern und Entdecken hat den Museumsbesuch für mich besonders gemacht.
Wie lange braucht man für das Computerspielemuseum Berlin?
Wir haben etwa 1,5 Stunden im Computerspielemuseum verbracht und längst nicht alles geschafft auszuprobieren. Wenn du dir die Ausstellung in Ruhe ansehen und auch selbst an verschiedenen Konsolen und Automaten spielen möchtest, würde ich deshalb mindestens 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Wenn du beim Spielen schnell die Zeit vergisst, darf es ruhig etwas mehr sein. Gerade die vielen Stationen zum Ausprobieren sorgen dafür, dass man deutlich länger bleiben könnte, als man zunächst denkt.
Mein Fazit
Das Preis-Leistungs-Verhältnis fand ich bei unserem Besuch gut. Besonders die Retro-Spiele haben mir gezeigt, wie sehr sich Computerspiele seit meiner Kindheit verändert haben.
Ich würde das Computerspielemuseum gerne noch einmal besuchen, vielleicht sogar ohne Kind und dafür mit jemandem aus meinem Jahrgang. Gemeinsam bei Monkey Island, Tetris und Co. in Kindheitserinnerungen einzutauchen, stelle ich mir mindestens genauso unterhaltsam vor.
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