Früher habe ich die interne Verlinkung auf meinem Reiseblog völlig falsch verstanden Als ich mich zum ersten Mal intensiver mit dem Thema interne Verlinkung auf dem Reiseblog beschäftigt habe, dachte ich, die Sache wäre ganz einfach.
Man baut möglichst viele Links zu anderen Beiträgen ein und fertig.
Also habe ich fleißig verlinkt: Von Madrid nach Barcelona, von Prag nach Budapest oder auch von London nach Paris. Schließlich waren das alles Städtereisen und ich hatte dort bereits Beiträge veröffentlicht.
Damals erschien mir das logisch. Heute würde ich viele dieser Verlinkungen nicht mehr setzen. Nicht weil die verlinkten Beiträge schlecht sind. Sondern weil sie dem Leser in diesem Moment oft nicht wirklich weiterhelfen.
Denn eine gute interne Verlinkung hat für mich nur eine Aufgabe: Sie soll dem Leser helfen, die nächste passende Information zu finden.
Genau darum geht es in diesem Beitrag. Ich zeige dir, wann interne Verlinkungen sinnvoll sind, welche Beiträge du miteinander verlinken solltest und warum die richtige Verlinkung oft wichtiger ist als die Anzahl der Links.

Inhaltsübersicht
Was ist eine interne Verlinkung überhaupt?
Interne Verlinkungen verbinden verschiedene Seiten auf deiner eigenen Website miteinander.
Auf einem Reiseblog kann das zum Beispiel so aussehen:
- Seoul Sehenswürdigkeiten → Seoul übernachten
- Jeju Sehenswürdigkeiten → Jeju übernachten
- Catania Sehenswürdigkeiten → Tagesausflüge ab Catania
- eSIM für Südkorea → WOW Pass Erfahrungen
Für viele Leser fällt das kaum auf. Dabei spielen interne Verlinkungen eine wichtige Rolle dabei, wie gut sich Besucher auf deinem Blog orientieren können.
Denn viele Besucher landen über Google auf einem einzelnen Beitrag und kennen die restlichen Inhalte deines Blogs gar nicht.
Der häufigste Fehler bei internen Verlinkungen
Viele Reiseblogger fragen sich: Wo könnte ich hier noch einen Link unterbringen? Genau das habe ich früher auch gemacht. Heute stelle ich mir eine andere Frage:
Welche Frage hat mein Leser wahrscheinlich als Nächstes?
Dieser kleine Unterschied verändert die komplette Denkweise. Nehmen wir als Beispiel einen Beitrag über Madrid Sehenswürdigkeiten. Früher hätte ich vielleicht einfach auf Barcelona verlinkt. Beide Städte liegen in Spanien und sind beliebte Städtereiseziele. Also schien das ja passend.
Wenn ich mich heute in die Situation des Lesers hineinversetze, entstehen nach einem Beitrag über Madrid Sehenswürdigkeiten wahrscheinlich eher diese Fragen:
- Wie viele Tage sollte ich für Madrid einplanen?
- Wo sollte ich in Madrid übernachten?
- Lohnt sich Madrid mit Kindern?
- Welche Tickets sollte ich vorab buchen?
Genau dort würde ich heute verlinken.
Die wichtigste Frage bei jeder Verlinkung
Seit einiger Zeit stelle ich mir bei jeder internen Verlinkung dieselbe Frage: Was möchte mein Leser als Nächstes wissen?
Für mich ist das inzwischen die einfachste Möglichkeit, sinnvolle Verlinkungen zu finden. Wer nach Sehenswürdigkeiten sucht, interessiert sich oft als Nächstes für:
- Unterkünfte
- Tagesplanung
- Kosten
- Ausflüge
- Tickets
Wer sich gerade mit Hotels beschäftigt, möchte häufig wissen:
- Welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe liegen
- Wie viele Tage sinnvoll sind
- Welche Ausflüge sich lohnen
Je besser deine Verlinkungen zu diesen Anschlussfragen passen, desto hilfreicher werden deine Beiträge.

Warum ich heute anders verlinke als früher
Ein gutes Beispiel dafür ist meine Südkorea Landingpage.
Nach unserer Reise sind nach und nach viele einzelne Beiträge entstanden:
- Seoul Sehenswürdigkeiten
- Seoul übernachten
- Jeju Sehenswürdigkeiten
- Jeju übernachten
- WOW Pass Erfahrungen
- eSIM für Südkorea
- DMZ Tour
- Südkorea Kosten
Jeder dieser Beiträge beantwortet eine andere Frage. Früher hätte ich vermutlich einfach hier und da einzelne Links eingebaut. Heute betrachte ich die Beiträge als zusammenhängendes Thema.
Wenn jemand meinen Beitrag über die eSIM für Südkorea liest, interessiert er sich vielleicht auch für den WOW Pass.
Wer sich über Seoul informiert, sucht oft als Nächstes nach einer passenden Unterkunft. Und wer die Kosten für Südkorea recherchiert, plant meistens gerade die gesamte Reise.
Genau deshalb verlinken die Beiträge gezielt aufeinander und nicht einfach zufällig. Sondern weil sie unterschiedliche Fragen derselben Reise beantworten.
Meine einfache Regel für interne Verlinkungen
Wenn ich heute einen neuen Beitrag veröffentliche, versuche ich meistens auf drei Arten zu verlinken.
1. Zum nächsten Schritt
Der Leser hat eine Frage beantwortet und möchte weiterplanen.
Beispiel: Seoul Sehenswürdigkeiten → Seoul übernachten
2. Zur Übersichtsseite
Der Leser möchte sich einen Überblick über das gesamte Reiseziel verschaffen.
Beispiel: Seoul Sehenswürdigkeiten → Südkorea Landingpage
3. Zu einem vertiefenden Thema
Der Leser möchte ein bestimmtes Thema genauer verstehen.
Beispiel: eSIM für Südkorea → WOW Pass Erfahrungen
Natürlich muss nicht jeder Beitrag alle drei Verlinkungen enthalten.
Für mich ist das aber eine einfache Orientierung, die in den meisten Fällen gut funktioniert.
Warum Landingpages interne Verlinkungen einfacher machen
Genau deshalb nutze ich mittlerweile Landingpages für viele Reiseziele. Je mehr Beiträge zu einem Thema entstehen, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten. Die Landingpage wird dabei zur zentralen Anlaufstelle.
Auf meiner Südkorea Landingpage finden Leser beispielsweise Informationen zu:
- Seoul
- Jeju
- Reiseplanung
- Unterkünften
- Kosten
- eSIM
- WOW Pass
- Ausflügen
Dadurch müssen Besucher nicht jeden einzelnen Beitrag suchen. Sie finden alle wichtigen Inhalte an einem Ort. Gleichzeitig hilft mir die Landingpage dabei, meine Inhalte sinnvoll miteinander zu verbinden.
Statt jeden Beitrag mit jedem anderen Beitrag zu verknüpfen, kann ich zusätzlich auf die zentrale Übersichtsseite verweisen.
Für mich gehört das inzwischen zu den einfachsten Möglichkeiten, die interne Verlinkung auf einem Reiseblog übersichtlich zu halten.
Falls du Landingpages bisher noch nicht nutzt, findest du in meinem Beitrag Warum Landingpages auf deinem Reiseblog so sinnvoll sind weitere Tipps dazu, wie du Inhalte übersichtlicher strukturieren und Leser gezielter durch deine Beiträge führen kannst.

Ein kleiner Check für deinen Blog
Wenn du deine interne Verlinkung verbessern möchtest, suche dir einen beliebigen Beitrag heraus und stelle dir folgende Fragen:
- Welche Frage beantwortet dieser Beitrag?
- Welche Frage entsteht danach?
- Habe ich dazu bereits einen passenden Artikel?
- Ist dieser Artikel leicht zu finden?
- Würde ich selbst auf diesen Link klicken?
Oft fallen dabei sofort ein paar sinnvolle Verlinkungen auf.
Falls dein Blog trotz vieler Inhalte kaum wächst, liegt das oft nicht an fehlenden Beiträgen, sondern an der Struktur. Genau darüber habe ich bereits in meinem Beitrag Warum viele Reiseblogs trotz guter Inhalte kaum wachsen ausführlich geschrieben.
Was interne Verlinkungen mit Affiliate-Einnahmen zu tun haben
Viele Reiseblogger konzentrieren sich bei Affiliate-Marketing vor allem auf die Links selbst. Dabei wird oft vergessen, wie Leser überhaupt dort ankommen.
Nehmen wir als Beispiel einen Besucher, der über Google auf deinem Beitrag zu Madrid Sehenswürdigkeiten landet. Von dort klickt er weiter zu: Madrid übernachten und anschließend zu deinen Hotel-Empfehlungen. Erst dort entsteht vielleicht ein Affiliate-Klick.
Je einfacher du Leser durch ein Thema führst, desto größer wird die Chance, dass sie auch deine Empfehlungen entdecken.
Deshalb gehören interne Verlinkungen für mich mittlerweile genauso zu einer guten Monetarisierungsstrategie wie die Affiliate-Links selbst.
Denn je einfacher Leser die passenden Informationen finden, desto größer wird auch die Chance auf einen Klick. Warum viele Affiliate Links trotzdem kaum geklickt werden, zeige ich dir in meinem Beitrag Warum deine Affiliate Links im Reiseblog kaum geklickt werden.
Fazit
Interne Verlinkungen bedeuten für mich heute nicht mehr, möglichst viele Links in einen Beitrag einzubauen. Viel wichtiger ist die Frage: Welche Information braucht mein Leser als Nächstes?
Wenn du dir diese Frage bei jeder Verlinkung stellst, werden deine Beiträge automatisch hilfreicher.
Und genau das merken nicht nur deine Leser. Oft profitieren davon auch dein Traffic, deine Affiliate-Einnahmen und die gesamte Struktur deines Blogs.
Oder anders gesagt: Verlinke nicht auf den nächsten Beitrag, den du geschrieben hast. Sondern verlinke auf den Beitrag, den dein Leser als Nächstes braucht.
Eine gute interne Verlinkung ist oft nur ein Teil des Gesamtbildes. Wenn du deinen Blog insgesamt strukturierter aufbauen möchtest, empfehle ich dir auch meinen Beitrag Warum Landingpages auf deinem Reiseblog so sinnvoll sind.
