Die Kangaroo Island Highlights lassen sich auch in zwei Tagen erstaunlich gut entdecken, wenn du mit dem Auto unterwegs bist und deine Route sinnvoll planst. Remarkable Rocks, Admirals Arch, Seal Bay, einsame Strände und natürlich jede Menge australische Tierwelt haben unsere zwei Tage auf der Insel ziemlich abwechslungsreich gemacht.
Und ja, dies schon mal vorweg: Auf Kangaroo Island gibt es tatsächlich sehr viele Kängurus. Ein Besuch der Insel lohnt sich aber längst nicht nur wegen der niedlichen Beuteltiere.
Wir waren damals für längere Zeit auf Kangaroo Island, weil wir auf einer Farm in der Nähe von Stokes Bay gearbeitet haben. Zwei Tage davon haben wir uns schließlich komplett freigenommen, um die Insel mit dem Auto zu erkunden.
In diesem Beitrag zeige ich dir unsere Route zu einigen der schönsten Kangaroo Island Highlights und ergänze meine persönlichen Erfahrungen mit praktischen Tipps für deine eigene Reiseplanung.

Inhaltsübersicht
Kangaroo Island für Eilige
Du möchtest vor allem die wichtigsten Kangaroo Island Highlights sehen? Zwei Tage reichen für eine kompakte Rundtour, entspannter wird die Reise jedoch mit drei Tagen.
Meine Empfehlung für 2 Tage:
- Tag 1 – Flinders Chase National Park mit Remarkable Rocks und Admirals Arch
- Tag 2 – Little Sahara, Vivonne Bay und Seal Bay
Fortbewegung: Ein Auto ist für eine individuelle Tour über Kangaroo Island die beste Wahl. Unterschätze dabei die Entfernungen auf der Insel nicht.
Übernachten: Für eine kurze Rundreise lohnt es sich, die Unterkunft passend zur geplanten Route zu wählen. Welche Region sich dafür besonders eignet, zeige ich dir weiter unten im Beitrag.
Wichtig: Plane deine Fahrten möglichst bei Tageslicht. Wir mussten damals nach Sonnenuntergang zurückfahren und hatten ständig Tiere am Straßenrand oder direkt vor dem Auto. Das würde ich heute definitiv anders planen.
Mein Tipp: Gerade wenn du nur zwei oder drei Tage auf Kangaroo Island hast, würde ich die Unterkunft vorab buchen. So kannst du deine Route danach planen und vermeidest unnötig lange Fahrwege.
Kangaroo Island in 2 Tagen: unsere Route im Überblick
Kangaroo Island ist deutlich größer, als ich vor unserer Zeit dort gedacht hatte. Wenn du nur zwei Tage zur Verfügung hast, solltest du deine Stopps deshalb möglichst sinnvoll miteinander verbinden und nicht zu viel in einen Tag packen.
Wir waren mit dem Auto unterwegs und haben unsere zwei Tage so aufgeteilt:
Tag 1: Natur und Tierwelt im Westen
- Kelly Hill Caves
- Hanson Bay
- Koalas beobachten
- Flinders Chase National Park
- Remarkable Rocks
- Admirals Arch
- Übernachtung bei Vivonne Bay
Der erste Tag war eindeutig der vollere unserer beiden Tage. Dafür lagen mit den Remarkable Rocks und Admirals Arch gleich zwei meiner persönlichen Highlights auf der Route.
Tag 2: Little Sahara, Strand und Seal Bay
- Kajak fahren bei Vivonne Bay
- Sandboarding in der Little Sahara
- Vivonne Bay
- Seal Bay
- Rückfahrt zur Farm
Der zweite Tag war etwas entspannter und gleichzeitig ziemlich abwechslungsreich. Erst paddeln, dann Sandboarding und anschließend an den Strand. Vor allem beim Sandboarding haben wir schnell gemerkt, dass das Hochlaufen auf den Dünen deutlich anstrengender ist als das Herunterfahren.
Mein Tipp: Versuche nicht, möglichst viele Kangaroo Island Sehenswürdigkeiten in zwei Tage zu quetschen. Die Entfernungen sind teilweise groß und gerade am Abend solltest du zusätzliche Fahrzeit einplanen. Wenn du entspannter reisen möchtest, würde ich heute eher drei Tage für Kangaroo Island einplanen.

Kelly Hill Caves: unterirdisches Kangaroo Island
Unser erster Stopp führte uns zu den Kelly Hill Caves. Bei einer geführten Tour ging es hinunter in die Tropfsteinhöhle, wo wir uns die unterschiedlichen Formationen im Kalkstein angesehen haben. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der sogenannte Ballettschuh.
Seit unserem Besuch hat sich bei den Kelly Hill Caves einiges verändert. Heute erwartet dich eine neu gestaltete Tour, die mit einem geführten Spaziergang oberhalb der Höhlen beginnt. Anschließend geht es unter die Erde, wo Licht und audiovisuelle Elemente die Geschichte der Höhlen erzählen.
Wenn du die Kelly Hill Caves auf deiner Kangaroo Island Route einplanen möchtest, solltest du die Tour vorher reservieren. Der Zugang zur Höhle ist nur im Rahmen einer gebuchten Tour möglich.
Praktische Infos zu den Kelly Hill Caves:
- Öffnungszeiten: täglich 9 bis 17 Uhr, außer am 25. Dezember
- Eintritt inklusive Tour: 31 AUD pro Erwachsenen
- Reservierung: erforderlich
- Lage: etwa 85 Kilometer südwestlich von Kingscote
- Wichtig: Für den Zugang zur Höhle geht es über rund 40 steile Stufen
Mein Tipp: Bei nur zwei Tagen auf Kangaroo Island würde ich die Tourzeit zuerst festlegen und die restliche Route darum herum planen. Die Entfernungen auf der Insel solltest du dabei nicht unterschätzen.

Hanson Bay: Strand und Koalas in freier Natur
Nach unserem Besuch der Kelly Hill Caves ging es weiter Richtung Hanson Bay. Hier haben wir gleich zwei Stopps miteinander verbunden: einen Spaziergang am Strand und die Suche nach Koalas im nahe gelegenen Hanson Bay Wildlife Sanctuary.
Spaziergang an der Hanson Bay
Die Hanson Bay liegt an der wilden Südküste von Kangaroo Island und war für uns perfekt für eine kleine Pause zwischen den einzelnen Highlights. Uns erwartete ein schöner Sandstrand, allerdings war es zum Baden während unseres Besuchs deutlich zu kalt.
Also blieb es bei einem Spaziergang am Strand und einer ordentlichen Portion frischer Meeresluft.
Wenn du nur zwei Tage auf Kangaroo Island hast, würde ich Hanson Bay vor allem dann einplanen, wenn der Stopp gut in deine Route passt. Der Strand liegt zwischen den Kelly Hill Caves und dem Flinders Chase National Park und lässt sich deshalb gut mit den anderen Highlights im Westen der Insel verbinden.

Koalas im Hanson Bay Wildlife Sanctuary
Anschließend wollten wir endlich Koalas in freier Natur sehen. Im Hanson Bay Wildlife Sanctuary machten wir uns deshalb auf die Suche nach den Tieren in den Bäumen.
Was auf Fotos immer so einfach aussieht, war vor Ort gar nicht so leicht. Koalas können sich erstaunlich gut zwischen Ästen und Blättern verstecken. Mit etwas Geduld haben wir schließlich doch welche entdeckt.
Seit unserem Besuch hat sich im Hanson Bay Wildlife Sanctuary allerdings einiges verändert. Die schweren Buschfeuer Anfang 2020 trafen auch dieses Gebiet. Inzwischen hat sich die Natur sichtbar erholt und das Sanctuary kann wieder besucht werden.
Heute kannst du das Gelände allerdings nicht mehr auf eigene Faust erkunden. Der Besuch ist nur im Rahmen einer vorab gebuchten Führung möglich. Angeboten werden geführte Touren, bei denen du unter anderem nach Koalas, Kängurus und Wallabys Ausschau hältst und gleichzeitig mehr darüber erfährst, wie sich die Landschaft nach den Buschfeuern regeneriert.

Mein Tipp: Wenn du das Wildlife Sanctuary besuchen möchtest, reserviere deine Tour vorher und berücksichtige die feste Startzeit bei deiner Tagesplanung. Gerade bei einer kompakten 2-Tage-Route würde ich nicht versuchen, Kelly Hill Caves und Hanson Bay Wildlife Sanctuary mit festen Tourzeiten irgendwie dazwischenzuquetschen. Weniger Stopps und dafür mehr Zeit vor Ort passen hier deutlich besser.
Flinders Chase National Park: meine schönsten Kangaroo Island Highlights
Der Flinders Chase National Park gehört für mich zu den Orten, die du bei einem ersten Besuch auf Kangaroo Island einplanen solltest. Hier findest du gleich mehrere bekannte Sehenswürdigkeiten der Insel, darunter die Remarkable Rocks, den Admirals Arch und das Cape du Couedic Lighthouse.
Schon die Fahrt durch den Nationalpark hat mir damals richtig gut gefallen. Immer wieder öffneten sich weite Ausblicke auf die raue Landschaft und die Küste. Plane für den Park deshalb genügend Zeit ein und nicht nur einen kurzen Fotostopp.
Remarkable Rocks
Unser erster großer Stopp waren die Remarkable Rocks. Die riesigen Granitfelsen liegen direkt oberhalb der Küste und wurden über Millionen von Jahren durch Wind und Wetter geformt.
Wir hatten bei unserem Besuch richtig Glück. Es waren nur wenige andere Besucher dort und so konnten wir die Felsen fast für uns allein erkunden.
Für mich gehören die Remarkable Rocks bis heute zu den schönsten Erinnerungen an Kangaroo Island. Nicht nur wegen der ungewöhnlichen Felsformationen, sondern auch wegen der Lage direkt über dem Meer.
Wenn du genauso oft zum Fotografieren stehen bleibst wie ich, plane hier lieber etwas mehr Zeit ein.

Cape du Couedic Lighthouse
Anschließend fuhren wir weiter zum Cape du Couedic Lighthouse. Ich mag Leuchttürme sowieso sehr gerne und dieser steht genau so da, wie ich sie am liebsten mag: ziemlich einsam in einer rauen Küstenlandschaft.
Das Cape du Couedic Lighthouse lässt sich sehr gut mit dem Admirals Arch verbinden, denn beide liegen nah beieinander.
Admirals Arch und Pelzrobben
Vom Leuchtturm ging es für uns weiter zum Admirals Arch. Ein Boardwalk führt hinunter zur natürlichen Felsbrücke an der Küste.
Schon auf dem Weg lohnt es sich, die Augen offen zu halten. In diesem Bereich lebt eine Kolonie von Australischen Pelzrobben, die wir damals auf den Felsen und am Wasser beobachten konnten.
Am Admirals Arch blieben wir schließlich bis zum Sonnenuntergang. Die Felsformation, das Meer und die Tiere machten diesen Stopp für mich zu einem der schönsten Momente unserer zwei Tage auf Kangaroo Island.
Allerdings hatte unser Zeitplan danach ein kleines Problem: Wir mussten noch zu unserer Unterkunft fahren. Und zwar im Dunkeln. Rückblickend würde ich den Besuch heute etwas früher beenden und die Weiterfahrt möglichst noch bei Tageslicht einplanen.

Praktische Tipps für den Flinders Chase National Park
Für Remarkable Rocks, Admirals Arch und Cape du Couedic solltest du mehrere Stunden einplanen. Wenn du gerne fotografierst oder dir Zeit für die Tierbeobachtung nehmen möchtest, entsprechend länger.
Der Nationalpark ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Eintritt wird erhoben und du kannst dein Ticket vorab online oder am Flinders Chase Visitor Centre kaufen.
Mein Tipp: Prüfe vor deinem Besuch die aktuellen Parkinformationen. Bei starkem Wind oder anderen extremen Wetterbedingungen können Remarkable Rocks und Admirals Arch aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen werden.
Autofahren auf Kangaroo Island: möglichst nicht im Dunkeln
Nach dem Sonnenuntergang am Admirals Arch mussten wir noch zu unserer Unterkunft bei Vivonne Bay fahren. Was zunächst nach einer ganz normalen Rückfahrt klang, wurde ziemlich schnell zu einer sehr langsamen Angelegenheit.
Immer wieder tauchten Tiere am Straßenrand auf oder kamen aus den Büschen. Natürlich wollten wir keines davon erwischen und so ging es teilweise nur im Schritttempo weiter.
Wir haben unsere Unterkunft schließlich erreicht, aber diese Fahrt ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Rückblickend würde ich meine Route auf Kangaroo Island definitiv so planen, dass längere Fahrten noch bei Tageslicht stattfinden.
Das ist nicht nur meine persönliche Empfehlung. Kängurus, Wallabys und andere Tiere sind besonders in der Dämmerung und nachts aktiv. Auch offiziell wird deshalb empfohlen, Fahrten zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang möglichst zu vermeiden.
Meine Tipps fürs Autofahren auf Kangaroo Island
- Plane längere Strecken möglichst bei Tageslicht.
- Rechne großzügiger mit Fahrzeit, als es die reine Kilometerzahl vermuten lässt.
- Fahre auf unbefestigten Straßen entsprechend langsamer.
- Halte besonders in der Morgen- und Abenddämmerung Ausschau nach Tieren.
- Möchtest du für ein Foto anhalten, suche dir zuerst eine sichere Stelle abseits der Fahrbahn.
- Denk daran, dass in Australien Linksverkehr gilt.
Kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Ein Sonnenuntergang am Admirals Arch ist wunderschön. Wenn danach allerdings noch eine längere Fahrt zur Unterkunft ansteht, würde ich heute darauf verzichten und lieber etwas früher losfahren. Die Tiere auf Kangaroo Island halten sich schließlich nicht an unseren Reiseplan.
Tag 2: Kajak und Sandboarding auf Kangaroo Island
Unser zweiter Tag auf Kangaroo Island begann deutlich aktiver. Von unserer Unterkunft konnten wir uns damals kostenlos Kajaks ausleihen und damit eine Runde paddeln.
Nach dem vollen ersten Tag war das ein schöner Start in den Morgen. Lange ruhig blieb unser Tag allerdings nicht, denn anschließend ging es weiter zur Little Sahara.

Sandboarding in der Little Sahara
Mitten auf Kangaroo Island tauchen plötzlich riesige helle Sanddünen auf. Ich hätte vorher nicht gedacht, hier eine solche Landschaft zu finden.
Wir liehen uns Sandboards aus und machten uns auf den Weg in die Dünen. Das Prinzip klang erst einmal ziemlich einfach: Hügel hoch, Board unter die Füße und wieder hinunter.
In der Praxis klappte das mal besser und mal weniger gut. Spaß gemacht hat es trotzdem. Was ich allerdings unterschätzt hatte, war der Weg zurück nach oben. Nach einigen Runden im weichen Sand merkt man ziemlich schnell, dass Sandboarding nicht nur bergab stattfindet.
Heute kannst du im Little Sahara Adventure Centre weiterhin Sandboards ausleihen. Wenn du lieber im Sitzen fahren möchtest, gibt es alternativ Toboggans. Für beides findest du Dünen mit unterschiedlichen Höhen und Steigungen.

Praktische Infos zur Little Sahara:
- Lage: nahe Vivonne Bay an der Südküste
- Sandboard oder Toboggan: aktuell ab 37 AUD
- Öffnungszeiten: saisonabhängig
- Zeit einplanen: mindestens 1 bis 2 Stunden, wenn du selbst Sandboarding ausprobieren möchtest
- Vor Ort werden außerdem geführte Aktivitäten angeboten
Mein Tipp: Nimm Wasser und Sonnenschutz mit. Und plane ruhig etwas mehr Zeit ein, wenn du Sandboarding noch nie ausprobiert hast. Bei uns gehörten ein paar weniger elegante Versuche definitiv dazu.
Vivonne Bay: Pause am weißen Sandstrand
Nach dem Sandboarding ging es für uns weiter zur Vivonne Bay. Nach dem ständigen Hochlaufen der Dünen kam eine Pause am Strand ehrlich gesagt genau richtig.
Vivonne Bay liegt an der Südküste von Kangaroo Island und lässt sich sehr gut mit Little Sahara und Seal Bay verbinden. Der lange Sandstrand eignet sich perfekt für einen Spaziergang oder einfach für eine entspannte Pause zwischen den einzelnen Stopps.
Wir haben es uns erst einmal am Strand gemütlich gemacht. Die Jungs waren sogar im Wasser, während ich lieber an Land geblieben bin.
Wenn du selbst baden möchtest, achte unbedingt auf die Bedingungen vor Ort. An der Südküste können Wellen und Strömungen stärker sein. Als vergleichsweise geschützter Bereich zum Schwimmen gilt der westliche Teil der Bucht in Richtung Jetty.
Mein Tipp: Bei einer 2-Tage-Route würde ich Vivonne Bay nicht mit einem festen Zeitplan versehen. Nutze den Strand lieber als flexible Pause. Wenn das Wetter passt und du gerade Lust auf Meer hast, bleibst du etwas länger. Wenn nicht, geht es weiter zur Seal Bay.
Seal Bay: Australische Seelöwen aus nächster Nähe
Zum Abschluss unserer zwei Tage auf Kangaroo Island fuhren wir zur Seal Bay. Und besser hätte unser kleiner Roadtrip für mich kaum enden können.
Hier lebt eine Kolonie Australischer Seelöwen in freier Natur. Keine Gehege und keine inszenierte Tierbeobachtung, sondern wilde Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum.
Wir konnten die Seelöwen damals aus erstaunlich kurzer Entfernung beobachten. Für mich war das einer dieser Momente, bei denen man automatisch etwas länger stehen bleibt als ursprünglich geplant.
Seal Bay heute besuchen
Seit unserem Besuch haben sich die Möglichkeiten zur Tierbeobachtung verändert. Aktuell ist der direkte Zugang zum Strand vorübergehend geschlossen, um die Seelöwenkolonie zu schützen.
Seal Bay kannst du trotzdem besuchen. Ein rund 900 Meter langer Boardwalk führt durch die Dünen zu mehreren Aussichtsplattformen, von denen du die Tiere beobachten kannst. Aktuell ist außerdem ein Guide entlang des Boardwalks unterwegs und informiert über die Seelöwen.
Da sich die Regelungen wieder ändern können, würde ich vor deinem Besuch unbedingt den aktuellen Stand auf der offiziellen Website prüfen.

Praktische Infos für Seal Bay
- Öffnungszeiten: täglich 9 bis 17 Uhr, außer am 25. Dezember
- Letzter Einlass: 16 Uhr
- Boardwalk: etwa 900 Meter hin und zurück
- Boardwalk Eintritt für Erwachsene: aktuell 20,70 AUD
- Parkplatz: kostenlos
- Entfernung von Kingscote: etwa 45 Minuten mit dem Auto
Mein Tipp: Plane Seal Bay nicht nur als schnellen Fotostopp ein. Nimm dir etwas Zeit, die Tiere zu beobachten. Schließlich weißt du vorher nicht, ob gerade jemand durchs Wasser surft, am Strand schläft oder der Nachwuchs für Unterhaltung sorgt.
Penneshaw und Kingscote: Lohnt sich ein Stopp?
Unsere zwei Tage auf Kangaroo Island führten uns hauptsächlich zu den Naturhighlights im Westen und Süden der Insel. Wenn du deine eigene Route planst, wirst du aber wahrscheinlich auch an Penneshaw und Kingscote vorbeikommen.
Penneshaw: erster Stopp nach der Fähre
Penneshaw liegt im Osten von Kangaroo Island und ist für viele Reisende der erste Ort auf der Insel. Hier kommt die Fähre vom australischen Festland an.
Wenn dein Fährplan etwas Zeit lässt, kannst du Penneshaw deshalb gut als ersten oder letzten Stopp deiner Kangaroo Island Reise nutzen. Für eine sehr kompakte 2-Tage-Route würde ich allerdings nicht extra mehrere Stunden für den Ort reservieren. Die großen Naturhighlights der Insel hätten für mich Vorrang.
Penneshaw kann außerdem eine praktische Basis sein, wenn du spät mit der Fähre ankommst oder am nächsten Morgen früh zurück aufs Festland möchtest.
Kingscote: praktisch zum Übernachten und Versorgen
Kingscote ist der größte Ort auf Kangaroo Island und für eine individuelle Rundreise vor allem als Ausgangspunkt interessant. Hier findest du mehr Infrastruktur als in vielen anderen Teilen der Insel und kannst dich beispielsweise mit Proviant versorgen oder tanken.
Auch für eine Übernachtung ist Kingscote eine interessante Option, besonders wenn du nicht jeden Abend sehr abgelegen wohnen möchtest.
Wenn du drei Tage auf Kangaroo Island hast, würde ich hier eher etwas Zeit für einen entspannten Stopp einplanen. Bei nur zwei Tagen würde ich Kingscote dagegen hauptsächlich als praktische Station auf der Route sehen.
Mein Tipp: Plane Penneshaw und Kingscote nicht automatisch als zusätzliche Sehenswürdigkeiten ein. Überlege zuerst, wo du ankommst, wo du übernachtest und welche Kangaroo Island Highlights du besuchen möchtest. Daraus ergibt sich meist ganz automatisch, welcher der beiden Orte sinnvoll in deine Route passt.
Wo übernachten auf Kangaroo Island?
Bei nur zwei oder drei Tagen auf Kangaroo Island lohnt es sich, die Unterkunft passend zu deiner Route auszuwählen. Die Entfernungen auf der Insel sind größer, als sie auf der Karte zunächst wirken.
Für unsere Route war eine Übernachtung bei Vivonne Bay praktisch, weil wir von dort Little Sahara, Vivonne Bay und Seal Bay gut miteinander verbinden konnten.
Je nach Route können aber auch Kingscote oder Penneshaw die bessere Wahl sein. Welche Region sich für welche Reiseplanung eignet und welche Unterkünfte ich empfehlen würde, findest du in meinem ausführlichen Unterkunftsguide.

Kangaroo Island ohne Mietwagen: organisierte Touren
Du möchtest auf Kangaroo Island nicht selbst Auto fahren? Dann kannst du viele der wichtigsten Highlights auch im Rahmen einer organisierten Tour entdecken.
Gerade wenn du wenig Zeit hast oder dich nicht um Mietwagen, Routenplanung und die teilweise langen Fahrstrecken kümmern möchtest, finde ich das eine praktische Alternative. Angeboten werden sowohl Tagestouren als auch mehrtägige Touren. Einige starten bereits in Adelaide und beinhalten auch die Überfahrt nach Kangaroo Island.
Bei der Auswahl würde ich allerdings genau auf die Route schauen. Für einen ersten Besuch finde ich vor allem Touren interessant, die mehrere der großen Naturhighlights miteinander verbinden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Seal Bay
- Remarkable Rocks
- Admirals Arch
- Flinders Chase National Park
- Tierbeobachtungen unterwegs
Der Vorteil einer organisierten Tour liegt klar in der einfachen Planung. Du musst dich weder um die Route noch um das Fahren kümmern und bekommst unterwegs zusätzliche Informationen von einem Guide.
Dafür bist du weniger flexibel. Mal eben länger an einem Aussichtspunkt bleiben oder spontan an einem schönen Strand anhalten funktioniert bei einer geführten Tour natürlich nicht so einfach.
Mein Tipp: Vergleiche nicht nur den Preis, sondern vor allem Dauer, enthaltene Leistungen und die angefahrenen Highlights. Eine sehr günstige Tour bringt dir wenig, wenn genau die Orte fehlen, die du eigentlich sehen möchtest.
Praktische Tipps für deine Kangaroo Island Reise
Ein bisschen Planung lohnt sich auf Kangaroo Island besonders. Die Insel ist groß, einige Highlights liegen weit auseinander und nicht überall findest du unterwegs Tankstellen, Geschäfte oder guten Handyempfang.
Touren und Eintritte vorher prüfen
Für einige Sehenswürdigkeiten brauchst du ein Ticket oder eine Reservierung. Gerade Kelly Hill Caves würde ich bei einer kurzen Reise vorab buchen, weil du dort an eine feste Tourzeit gebunden bist.
Wenn du mehrere kostenpflichtige Nationalparks und Attraktionen besuchen möchtest, schau dir außerdem den Kangaroo Island Tour Pass an. Enthalten sind unter anderem Flinders Chase National Park, Seal Bay, Kelly Hill Caves sowie weitere Sehenswürdigkeiten.
Ob sich der Pass für dich lohnt, hängt von deiner Route ab. Bei nur zwei oder drei kostenpflichtigen Stopps können einzelne Tickets günstiger sein.
Tanken lieber etwas früher als zu spät
Tankstellen findest du unter anderem in Penneshaw, Kingscote, American River, Parndana und Vivonne Bay.
Trotzdem würde ich den Tank nicht bis zum letzten Moment leerfahren. Gerade wenn du Richtung Flinders Chase und in den Westen der Insel unterwegs bist, liegen längere Strecken zwischen den einzelnen Orten.
Karten vorher herunterladen
Verlass dich auf Kangaroo Island nicht überall auf dein Smartphone. Besonders im Westen kann der Mobilfunkempfang eingeschränkt sein oder komplett fehlen.
Lade dir deine Route und Karten deshalb vorher offline aufs Handy. Das kostet kaum Zeit und ist deutlich entspannter, als irgendwo auf einer einsamen Straße darauf zu warten, dass Google Maps doch noch ein Lebenszeichen von sich gibt.
Nicht zu viele Kilometer für einen Tag planen
Kangaroo Island sieht auf der Karte zunächst überschaubar aus. Die Entfernungen summieren sich allerdings schnell, besonders wenn du mehrere Highlights miteinander kombinierst.
Plane deshalb nicht nur die reine Fahrzeit ein. Aussichtspunkte, Tierbeobachtungen, Fotostopps und die eine Straße, an der du dann doch noch anhältst, gehören für mich genauso zu einem Roadtrip.
Und wie unsere nächtliche Fahrt gezeigt hat: Lieber etwas früher am Tagesziel ankommen, als die letzten Kilometer nach Sonnenuntergang zurücklegen.
Verpflegung für unterwegs mitnehmen
Supermärkte findest du vor allem in Penneshaw, Kingscote und Parndana. In Vivonne Bay und American River gibt es kleinere Geschäfte für die Grundversorgung.
Wenn du einen ganzen Tag im Westen unterwegs bist, würde ich Wasser und etwas zu essen deshalb schon morgens einpacken. So bist du unterwegs flexibler und musst deine Route nicht nach der nächsten Einkaufsmöglichkeit ausrichten.

Mein Fazit zu unseren Kangaroo Island Highlights
Ich erinnere mich bis heute sehr gerne an unsere Zeit auf Kangaroo Island. Gerade die Mischung aus Tierbeobachtungen, rauer Küste, schönen Stränden und ungewöhnlichen Landschaften wie der Little Sahara hat die Insel für mich so besonders gemacht.
Unsere zwei Tage waren vollgepackt, aber wir haben dabei viele der Kangaroo Island Highlights gesehen. Remarkable Rocks, Admirals Arch und die Seelöwen an der Seal Bay sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Und auch unsere sehr langsame Fahrt im Dunkeln gehört irgendwie dazu, obwohl ich genau diesen Teil heute definitiv anders planen würde.
Wenn du nur zwei Tage für Kangaroo Island hast, würde ich deshalb nicht auf die Insel verzichten. Konzentriere dich auf die Highlights, die dich wirklich interessieren, plane deine Route vorher und versuche nicht, jeden möglichen Stopp unterzubringen.
Hast du etwas mehr Zeit, würde ich heute drei Tage einplanen. So bleibt zwischendurch auch Zeit, länger am Strand zu bleiben, Tiere zu beobachten oder einfach dort anzuhalten, wo es dir gerade gefällt.
Denn genau diese kleinen ungeplanten Momente gehören für mich zu einem Roadtrip genauso dazu wie die bekannten Sehenswürdigkeiten.

Kangaroo Island weiter planen
Du möchtest deine Reise nach Kangaroo Island weiter planen? Dann findest du hier meine passenden Tipps und persönlichen Erfahrungen:
Wo auf Kangaroo Island übernachten?
Welche Region passt zu deiner Route? Ich zeige dir, worin sich Penneshaw, Kingscote und andere Gegenden unterscheiden und wo du am besten übernachtest.
Farmarbeit auf Kangaroo Island
Wir waren nicht nur für einen kurzen Roadtrip auf der Insel. Einen Teil unserer Zeit haben wir auf einer Farm bei Stokes Bay verbracht. Hier erzähle ich dir mehr über diese etwas andere Kangaroo Island Erfahrung.
Noch mehr Australien planen
Kangaroo Island ist nur eine mögliche Station einer Australienreise. Auf meiner Australien-Seite findest du weitere Reiseberichte, Routentipps und Inspiration für deine Reise.
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