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Günstige Unterkünfte in Island: So haben wir beim Übernachten gespart

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Günstige Unterkünfte in Island zu finden, war bei der Planung unserer Rundreise tatsächlich schwieriger, als ich zunächst gedacht hatte. Dass Island kein günstiges Reiseland ist, wussten wir natürlich vorher. Bei einigen Unterkunftspreisen mussten wir trotzdem erst einmal schlucken.

Schnell wurde uns klar: „Günstig“ ist in Island relativ. Vor allem im Sommer musst du deine Erwartungen etwas anpassen. Ein einfaches Doppelzimmer, das anderswo vielleicht schon teuer wirken würde, kann in Island plötzlich ein ziemlich guter Fund sein.

Bei unserer Reiseplanung spielten die Unterkunftspreise deshalb eine viel größere Rolle als ursprünglich gedacht. Wir passten sogar unsere Route an, blieben mehrere Nächte an einem Ort und suchten bewusst nach Unterkünften mit Kochmöglichkeit.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie wir günstigere Unterkünfte in Island gefunden haben, was du im Sommer ungefähr einplanen solltest und mit welchen einfachen Strategien du deine Übernachtungskosten reduzieren kannst.

Gelbes Ferienhaus mit weißen Akzenten und einem Parkplatz in der Nähe auf einem grauen Tag in Island.
Ferienhaus in Island
Dieser Beitrag kann Werbe-Links/Affiliate enthalten – diese sind mit Sternchen* gekennzeichnet. Mehr dazu.

Für Eilige: So findest du günstigere Unterkünfte in Island

Du möchtest direkt mit der Suche starten? Dann würde ich vor allem früh buchen und bei der Route flexibel bleiben. Gerade im Sommer können die Preisunterschiede zwischen einzelnen Orten überraschend groß sein.

Darauf würde ich bei der Suche achten:

  • Früh buchen: Für unsere Reise im August haben wir mehr als sechs Monate vorher mit der Unterkunftssuche begonnen.
  • Nicht nur Hotels vergleichen: Schau dir auch Gästehäuser, Apartments, Hostels und einfache Zimmer mit Gemeinschaftsbad an.
  • Etwas außerhalb suchen: Mit dem Mietwagen kannst du auch kleinere Orte und Unterkünfte außerhalb der touristischen Zentren einbeziehen.
  • Küche mitdenken: Eine Kochmöglichkeit kann sich trotz eines etwas höheren Zimmerpreises rechnen, wenn du dadurch Restaurantbesuche sparst.
  • Route flexibel halten: Bei uns waren die Preisunterschiede so groß, dass wir sogar die Fahrtrichtung unserer Rundreise geändert haben.

Mein Tipp für die Buchung: Vergleiche nicht nur den Zimmerpreis, sondern auch Lage, Ausstattung und Stornierungsbedingungen. So findest du eher eine Unterkunft, die unterm Strich wirklich günstig ist.

Was bedeutet „günstig“ bei Unterkünften in Island?

Wenn du zum ersten Mal nach Unterkünften für Island suchst, kann der Blick auf die Preise durchaus ernüchternd sein. Besonders während der Hauptsaison im Sommer sind private Zimmer und Hotels deutlich teurer als in vielen anderen europäischen Reisezielen.

Als grobe Orientierung kannst du im Sommer mit folgenden Preisen rechnen:

UnterkunftsartUngefähre Preise im Sommer
Campingplatzetwa 13 bis 18 € pro Person
Hostel / Schlafplatzetwa 70 bis 120 € pro Person
Einfaches Gästehaus / Doppelzimmeretwa 120 bis 180 € pro Zimmer
Hotelhäufig ab etwa 150 € pro Zimmer, je nach Region auch deutlich mehr

Die Preise sind lediglich Richtwerte (Stand 2026). Je nach Reisezeit, Region, Ausstattung und Nachfrage können sie deutlich höher oder niedriger ausfallen. Beim Camping können außerdem Kosten für Übernachtungssteuer, Strom, Duschen oder andere Leistungen hinzukommen.

Gerade im August, als wir unterwegs waren, waren die Preise hoch. Deshalb würde ich ein privates Doppelzimmer für etwa 120 bis 180 Euro in der Hauptsaison bereits als vergleichsweise günstig einordnen.

Für mich war das tatsächlich eine kleine Umstellung bei der Reiseplanung. Statt mich zu fragen, ob eine Unterkunft grundsätzlich günstig ist, habe ich irgendwann eher geschaut: Ist sie für Island, diese Region und unseren Reisezeitraum günstig? Das macht bei der Suche einen ziemlich großen Unterschied.

Wenn du wissen möchtest, was neben den Unterkünften noch ins Reisebudget gehört, findest du in meinem Beitrag Ist Island teuer? Kosten pro Tag + Spartipps für deinen Roadtrip eine ausführliche Kostenübersicht.

Hafenansicht von Husavik mit reflektierenden Booten und grünen Bergen im Hintergrund.
Husavik Hafenansicht

Unsere Erfahrung bei der Suche nach günstigen Unterkünften in Island

Ursprünglich hatten wir unsere Rundreise etwas anders geplant. Die Idee war, relativ häufig den Übernachtungsort zu wechseln und so nach und nach durch Island zu fahren.

Bei der konkreten Unterkunftssuche merkten wir allerdings schnell, dass dieser Plan ziemlich teuer werden würde.

Wir haben bereits mehr als sechs Monate vor unserer Reise angefangen, die Route genauer festzulegen und gleichzeitig nach Unterkünften zu suchen. Das würde ich bei einer Islandreise im Sommer wieder genauso machen.

Dabei haben wir nicht erst die komplette Route festgelegt und anschließend passende Unterkünfte gesucht. Beides lief bei uns parallel und genau das hat uns am Ende einiges an Flexibilität gebracht.

Eigentlich wollten wir von Reykjavík zunächst Richtung Süden fahren. Für unseren Reisezeitraum im August waren die Unterkünfte dort allerdings besonders teuer. Also haben wir unsere Pläne geändert und sind zuerst Richtung Norden gefahren.

Ich hätte vorher nicht gedacht, dass die Unterkunftspreise einmal darüber entscheiden würden, in welche Richtung wir unsere Rundreise starten. Aber genau das ist passiert.

Im Nachhinein war diese Flexibilität für uns eine gute Entscheidung. Anstatt unbedingt an einer vorher festgelegten Route festzuhalten und dafür deutlich mehr zu bezahlen, haben wir unsere Planung an die verfügbaren und für uns bezahlbaren Unterkünfte angepasst.

Unsere tatsächliche Route findest du in meinem Beitrag 2 Wochen Island: Unsere Rundreise abseits der Ringstraße.

Berglandschaft mit bunten, geschichteten Felsen und grünem Bewuchs in Island.
Landmannalaugar

Günstige Unterkünfte in Island früh buchen

Einer meiner wichtigsten Tipps ist: Beginne früh mit der Unterkunftssuche. Das gilt besonders, wenn du im Sommer reist und nicht campen möchtest.

Wir haben für unsere Reise im August mehr als sechs Monate vorher mit der konkreten Suche begonnen. Dadurch konnten wir noch verschiedene Unterkünfte und Orte vergleichen, anstatt am Ende nur zwischen den wenigen verbliebenen Optionen wählen zu müssen.

Ich persönlich würde mich in der Hauptsaison nicht darauf verlassen, unterwegs spontan jeden Abend eine günstige Unterkunft zu finden. Gerade wenn du bestimmte Wünsche hast, etwa ein eigenes Bad, eine Küche oder eine gute Lage, schränkt das die Auswahl zusätzlich ein.

Praktisch finde ich bei einer frühen Buchung flexible oder kostenlos stornierbare Tarife. So kannst du dir eine passende Unterkunft sichern und trotzdem noch reagieren, falls sich deine Route ändert oder du später eine bessere Option findest. Prüfe dabei immer genau, bis wann eine kostenlose Stornierung möglich ist und ob der flexible Tarif tatsächlich sinnvoll ist.

Mein Tipp: Schau nicht nur auf den günstigsten Zimmerpreis. Prüfe gleichzeitig, ob die Lage zu deinen geplanten Ausflügen passt. Ein vermeintliches Schnäppchen bringt wenig, wenn du dafür jeden Tag große Umwege fahren musst.

Nicht jede Nacht die Unterkunft wechseln

Dieser Punkt hat bei unserer Rundreise einen größeren Unterschied gemacht, als ich zunächst gedacht hätte.

Eigentlich wollten wir häufiger den Standort wechseln. Nachdem wir gesehen hatten, wie teuer manche Unterkünfte waren, haben wir diesen Plan jedoch schnell wieder verworfen. Wenn wir eine gute Unterkunft zu einem für uns angemessenen Preis gefunden hatten, blieben wir lieber mehrere Nächte und erkundeten die Region von dort aus.

Akureyri war beispielsweise für mehrere Nächte unsere Basis. Von dort konnten wir verschiedene Ausflüge unternehmen, ohne jeden Abend die Koffer zu packen und zur nächsten Unterkunft weiterzufahren.

Neben den möglichen Ersparnissen fand ich diese Art zu reisen ehrlich gesagt auch deutlich angenehmer. Nach einem langen Tag noch einzuchecken, alles auszupacken und am nächsten Morgen direkt wieder zusammenzupacken, gehört für mich ohnehin nicht zu den Höhepunkten einer Rundreise.

Natürlich funktioniert das nicht überall. Entscheidend ist, dass sich von der Unterkunft mehrere Ziele sinnvoll erreichen lassen und du durch die zusätzlichen Fahrten nicht am Ende mehr Zeit und Geld auf der Straße lässt.

Wenn du wissen möchtest, welche Regionen sich gut als Ausgangspunkt eignen, findest du in meinem Beitrag Übernachten in Island: Beste Regionen & Hoteltipps unsere Übernachtungsorte und weitere konkrete Unterkunftsempfehlungen.

Ein Holzgebäude mit großen Fenstern in einer ländlichen Umgebung unter blauem Himmel.
Hótel Flókalundur in den Westfjorden Islands.

Die Route nach den Unterkunftspreisen planen

Normalerweise plant man eine Rundreise ungefähr so:

Route festlegen -> Übernachtungsorte bestimmen -> Unterkünfte buchen

Bei Island würde ich diese Reihenfolge etwas lockerer sehen. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich, Route und Unterkünfte gleichzeitig zu planen.

Hast du für eine Etappe mehrere mögliche Übernachtungsorte, öffne die Unterkunftssuche am besten parallel zur Routenplanung. Vergleiche dann nicht nur die Preise, sondern auch die Entfernung zu deinen geplanten Zielen.

So würde ich vorgehen:

  1. Lege zunächst nur die wichtigsten Stationen deiner Rundreise fest.
  2. Suche entlang der Route nach zwei oder drei möglichen Übernachtungsorten.
  3. Vergleiche dort Unterkünfte für deine konkreten Reisedaten.
  4. Prüfe, wie sich ein anderer Ort auf deine Fahrstrecke am nächsten Tag auswirkt.
  5. Entscheide erst dann, welche Variante für Preis und Route am sinnvollsten ist.

Manchmal kann es sich lohnen, 30 oder 50 Kilometer weiterzufahren. Manchmal sparst du beim Zimmer nur wenig und handelst dir dafür eine unnötig lange Strecke ein.

Genau deshalb würde ich nicht automatisch die billigste Unterkunft wählen. Entscheidend sind die Gesamtkosten und wie gut die Unterkunft in deine Route passt.

Bei uns waren die Preisunterschiede sogar groß genug, dass wir die Fahrtrichtung unserer Rundreise geändert haben. Das ist sicherlich ein extremes Beispiel, zeigt aber ganz gut, warum sich etwas Flexibilität bei der Planung lohnen kann.

Weitere allgemeine Hinweise zur Vorbereitung findest du in meinen Island Reisetipps: Planung, Kosten & Tipps für deine Reise.

Unterkünfte außerhalb der bekanntesten Orte vergleichen

Bei der Unterkunftssuche würde ich mich nicht ausschließlich auf die bekanntesten Orte konzentrieren. Gerade rund um beliebte Sehenswürdigkeiten oder in Regionen mit einem begrenzten Unterkunftsangebot können die Preise höher sein.

Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, hast du einen entscheidenden Vorteil: Du musst nicht unbedingt im Zentrum eines Ortes oder direkt neben einer Sehenswürdigkeit übernachten.

Vergleiche deshalb auch Gästehäuser, Apartments und kleinere Unterkünfte in der Umgebung. Schon ein etwas größerer Suchradius kann dir zusätzliche Optionen zeigen.

Allerdings würde ich dabei immer die zusätzlichen Fahrstrecken berücksichtigen. Für 20 Euro weniger eine Stunde länger im Auto zu sitzen, wäre für mich kein besonders guter Tausch.

Schau deshalb nicht nur auf den Zimmerpreis, sondern frage dich:

  • Wie viele Kilometer fahre ich zusätzlich?
  • Passt die Unterkunft noch sinnvoll zu meiner Route?
  • Gibt es Restaurants oder eine Kochmöglichkeit in der Nähe?
  • Muss ich für meine geplanten Ausflüge am nächsten Morgen wieder zurückfahren?

Manchmal ist die etwas teurere Unterkunft am Ende die bessere Wahl, weil sie dir Fahrzeit und zusätzliche Kilometer erspart.

Für mich zählt deshalb nicht die billigste Unterkunft, sondern das beste Gesamtpaket aus Preis, Lage und Ausstattung.

Schwarzer Hyundai Tucson parkt auf einer Schotterstraße in einer offenen Landschaft mit Bergen im Hintergrund.
unterwegs in den Westfjorden

Eine Unterkunft mit Küche kann sich doppelt lohnen

Bei unserer Suche waren Unterkünfte mit Küche oder Kochmöglichkeit besonders interessant. Denn nicht nur das Übernachten ist in Island teuer. Auch Restaurantbesuche können das Reisebudget schnell erhöhen.

Wenn du zumindest einige Mahlzeiten selbst zubereiten kannst, lässt sich deshalb zusätzlich sparen. Dafür musst du nicht jeden Abend aufwendig kochen. Schon ein Frühstück in der Unterkunft oder ein einfaches Abendessen kann einen Unterschied machen.

Gerade wenn du mehrere Nächte an einem Ort bleibst, finde ich ein Apartment oder Gästehaus mit Küche deshalb praktisch. So lohnt sich die Kochmöglichkeit gleich mehrfach und du bist bei den Mahlzeiten etwas unabhängiger.

Allerdings würde ich auch hier nicht automatisch die Unterkunft mit Küche wählen. Vergleiche lieber die Gesamtkosten: Kostet ein Apartment beispielsweise etwas mehr als ein Hotelzimmer, kannst du dafür aber mehrere Mahlzeiten selbst zubereiten, kann es unterm Strich trotzdem die günstigere Variante sein.

Kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Achte bei der Buchung genau darauf, was mit „Küche“ oder „Kochmöglichkeit“ tatsächlich gemeint ist. Eine Gemeinschaftsküche, eine kleine Küchenzeile und eine vollständig ausgestattete Küche sind schließlich nicht dasselbe.

Gästehäuser und Apartments statt klassischer Hotels prüfen

Wenn du nach günstigen Unterkünften in Island suchst, würde ich mich nicht ausschließlich auf klassische Hotels beschränken. Je nachdem, worauf du beim Übernachten Wert legst, können andere Unterkunftsarten interessanter sein.

Diese Optionen würde ich mitvergleichen:

  • Gästehäuser und Guesthouses: oft eine gute Alternative, wenn du ein privates Zimmer möchtest, aber keinen klassischen Hotelservice brauchst.
  • Apartments und Ferienwohnungen: besonders interessant für mehrere Nächte und wenn du selbst kochen möchtest.
  • Hostels: können sich vor allem für Alleinreisende lohnen, wenn ein Schlafsaal für dich infrage kommt.
  • Zimmer mit Gemeinschaftsbad: eine Möglichkeit, wenn dir ein eigenes Bad weniger wichtig ist und du dafür beim Übernachten sparen kannst.
  • Unterkünfte mit Gemeinschaftsküche: praktisch, wenn du selbst kochen möchtest, aber kein komplettes Apartment brauchst.

Wenn ihr zu zweit reist, würde ich übrigens nicht automatisch davon ausgehen, dass zwei Hostelbetten günstiger sind als ein einfaches Doppelzimmer. Vergleichen lohnt sich auch zwischen den Unterkunftsarten.

Wir haben unsere Unterkünfte bereits vor der Reise gesucht und gebucht. Über Booking.com* kannst du Hotels, Gästehäuser, Apartments und Hostels für deine konkreten Reisedaten miteinander vergleichen.

Für Apartments und Ferienwohnungen kannst du zusätzlich bei FeWo direkt* schauen. Gerade bei mehreren Nächten würde ich anschließend den Gesamtpreis beider Optionen vergleichen.

Achte dabei nicht nur auf den zuerst angezeigten Übernachtungspreis. Prüfe auch Stornierungsbedingungen, mögliche Zusatzkosten, Ausstattung und die genaue Lage, bevor du buchst.

Luftaufnahme von Reykjavik mit einer Vielzahl bunter Gebäude und einer Menschenmenge auf der Straße.
Blick auf Reykjavik

Reykjavík muss nicht deine Basis für die ganze Reise sein

Für die ersten oder letzten Tage deiner Islandreise kann Reykjavík eine praktische Basis sein. Bei einer Rundreise mit Mietwagen würde ich aber nicht automatisch möglichst viele Nächte dort einplanen.

Vergleiche auch hier, ob andere Übernachtungsorte besser zu deiner Route und deinem Budget passen. Schließlich bringt dir eine günstige Unterkunft in Reykjavík wenig, wenn du dafür jeden Tag lange Strecken zu deinen geplanten Zielen fahren musst.

Wenn du einige Nächte in der Hauptstadt verbringen möchtest, findest du in meinem Beitrag Unterkünfte in Reykjavík: Wo du am besten übernachten kannst passende Stadtteile und konkrete Empfehlungen.

Du reist ohne Mietwagen? Dann sieht die Rechnung anders aus. Reykjavík kann in diesem Fall eine sinnvolle Basis für organisierte Tagesausflüge sein. Meine Erfahrungen und mögliche Ziele findest du unter Tagestouren ab Reykjavík: 13 Ausflüge ohne Auto + Tipps.

Ist Camping die günstigste Möglichkeit in Island?

Wenn du bei den Übernachtungen möglichst wenig ausgeben möchtest, kann Camping eine deutlich günstigere Alternative zu Gästehäusern und Hotels sein. Auf vielen Campingplätzen zahlst du pro Person und Nacht und zusätzliche Leistungen wie Strom können extra kosten.

Wir selbst haben uns bei unserer Rundreise gegen Camping entschieden und waren mit einem normalen Mietwagen unterwegs. Deshalb kann ich dir hier keine persönlichen Erfahrungen zum Campen in Island geben. Wenn du möglichst günstig reisen möchtest, kann es aber eine interessante Alternative sein.

Beim Thema Wildcampen solltest du dich unbedingt vor deiner Reise über die aktuellen Regeln informieren. Einfach irgendwo mit dem Campervan oder Wohnmobil übernachten ist in Island grundsätzlich nicht erlaubt. Außerhalb organisierter Campingplätze benötigst du dafür in der Regel die Erlaubnis des Grundstückseigentümers beziehungsweise Rechteinhabers.

Für ein normales Zelt gelten andere Regeln. Unter bestimmten Voraussetzungen darfst du für eine Nacht auf unbewirtschaftetem Land zelten. In Schutzgebieten und einzelnen Regionen gelten allerdings zusätzliche Einschränkungen oder Verbote.

Prüfe deshalb vor deiner Reise und vor allem bei Übernachtungen außerhalb regulärer Campingplätze immer die aktuellen Bestimmungen für den jeweiligen Ort.

Landschaft mit Zelten, einem Fluss und Bergen unter bewölktem Himmel in Island.
Camping in Island

8 Tipps, mit denen wir nach günstigeren Unterkünften gesucht haben

Wenn du nicht den gesamten Beitrag im Kopf behalten möchtest, sind das die wichtigsten Punkte aus unserer Planung:

  1. Beginne früh mit der Suche. Für unsere Augustreise haben wir mehr als sechs Monate vorher mit der konkreten Unterkunftsplanung begonnen.
  2. Plane Route und Unterkünfte gleichzeitig. Große Preisunterschiede zwischen einzelnen Orten kannst du so direkt bei der Routenplanung berücksichtigen.
  3. Bleib bei der Route flexibel. Bei uns waren die Unterschiede so groß, dass wir sogar die Fahrtrichtung unserer Rundreise geändert haben.
  4. Bleib mehrere Nächte an einer guten Basis. Das kann nicht nur günstiger, sondern auch deutlich entspannter sein als ein täglicher Unterkunftswechsel.
  5. Vergleiche verschiedene Unterkunftsarten. Gästehäuser, Apartments, Hostels und Zimmer mit Gemeinschaftsbad können interessante Alternativen zum klassischen Hotel sein.
  6. Achte auf eine Kochmöglichkeit. Selbst wenn die Unterkunft etwas mehr kostet, kannst du durch selbst zubereitete Mahlzeiten insgesamt sparen.
  7. Rechne Fahrstrecken mit ein. Ein günstigeres Zimmer lohnt sich nicht automatisch, wenn du dafür täglich große Umwege fahren musst.
  8. Prüfe Stornierungsbedingungen und Zusatzkosten. Gerade bei früh gebuchten Unterkünften kann Flexibilität hilfreich sein.

Mein wichtigster Tipp: Suche nicht einfach nach der billigsten Unterkunft. Vergleiche immer Preis, Lage und Ausstattung zusammen. Genau damit sind wir bei unserer Rundreise am besten gefahren.

Häufige Fragen zu günstigen Unterkünften in Island

Wie viel kostet eine günstige Unterkunft in Island?

Im Sommer kannst du für ein einfaches Doppelzimmer in einem Gästehaus grob mit 120 bis 180 Euro pro Nacht rechnen. Ein privates Doppelzimmer unter 120 Euro würde ich in der Hauptsaison bereits als günstigen Fund ansehen.
Die tatsächlichen Preise hängen allerdings stark von Reisezeit, Region, Ausstattung und Nachfrage ab. Die Angaben dienen deshalb nur als Orientierung.

Wann sollte ich Unterkünfte für Island buchen?

Für eine Islandreise im Sommer würde ich mehrere Monate im Voraus mit der Unterkunftssuche beginnen. Wir haben für unsere Reise im August bereits mehr als sechs Monate vorher mit der konkreten Planung und Buchung angefangen.
Je wichtiger dir bestimmte Kriterien wie ein eigenes Bad, eine Küche oder eine bestimmte Lage sind, desto weniger würde ich auf eine kurzfristige Buchung setzen.

Wo kann ich in Island günstig übernachten?

Eine bestimmte Region, in der Unterkünfte grundsätzlich günstig sind, gibt es nicht. Preise unterscheiden sich je nach Saison, Nachfrage und Ort teilweise deutlich.
Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, lohnt es sich deshalb, mehrere Orte entlang deiner Route miteinander zu vergleichen und auch kleinere Orte außerhalb der touristischen Zentren einzubeziehen.
Konkrete Übernachtungsorte und unsere Erfahrungen findest du in meinem Island Unterkunftsguide.

Sind Hostels in Island günstiger als Hotels?

Ein Bett im Schlafsaal kann günstiger sein als ein privates Hotelzimmer. Zu zweit würde ich aber immer gegenrechnen: Zwei Hostelbetten sind nicht automatisch günstiger als ein einfaches Doppelzimmer im Gästehaus.
Vergleiche deshalb für deine konkreten Reisedaten beide Varianten.

Lohnt sich eine Unterkunft mit Küche?

Ja, eine Unterkunft mit Küche kann sich in Island durchaus lohnen, wenn du dadurch einen Teil deiner Mahlzeiten selbst zubereitest. Besonders bei mehreren Nächten an einem Ort würde ich Apartments, Gästehäuser mit Küche und Unterkünfte mit Gemeinschaftsküche mit normalen Hotelzimmern vergleichen.
Entscheidend ist auch hier nicht nur der Zimmerpreis, sondern was dich Übernachtung und Verpflegung zusammen kosten.

Mein Fazit: Günstig übernachten in Island braucht etwas Planung

Günstige Unterkünfte in Island zu finden bedeutet für mich nicht, jede Nacht für möglichst wenig Geld zu übernachten. Gerade im Sommer ist das Preisniveau dafür schlicht zu hoch.

Viel wichtiger war für uns, früh zu suchen, verschiedene Orte zu vergleichen und bei der Route flexibel zu bleiben. Wenn wir eine gute Unterkunft zu einem angemessenen Preis gefunden hatten, blieben wir lieber mehrere Nächte. Eine Kochmöglichkeit war ebenfalls ein Pluspunkt, weil wir dadurch zusätzlich bei den Essenskosten sparen konnten.

Am meisten überrascht hat mich tatsächlich, welchen Einfluss die Unterkunftspreise am Ende auf unsere Route hatten. Eigentlich wollten wir zuerst in den Süden fahren. Weil die Unterkünfte für unseren Reisezeitraum dort so teuer waren, ging es stattdessen zunächst Richtung Norden.

Genau deshalb würde ich bei einer Island Rundreise nicht erst die komplette Route festzurren und anschließend nach passenden Zimmern suchen. Vergleiche Route und Unterkünfte gleichzeitig und bleib ein wenig flexibel.

Island wird dadurch natürlich nicht plötzlich zum günstigen Reiseziel. Aber du kannst dein Reisebudget dort einsetzen, wo es dir wirklich etwas bringt, statt unnötig viel davon allein für die Übernachtungen auszugeben.

Eine Frau in einer roten Jacke steht in einer bergigen Landschaft mit bunten Hügeln und grünem Gras.
Island – die Landschaft ist einfach fantastisch!

Island Reise weiter planen

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