Nach der spektakulären zweiten Etappe führte uns der Malerweg am nächsten Tag von Hohnstein nach Altendorf. Nach der spektakulären zweiten Etappe war ich zunächst gespannt, ob Etappe 3 mithalten kann. Tatsächlich geht es deutlich ruhiger zu – und genau das hat mir überraschend gut gefallen. Statt spektakulärer Felsformationen erwarten Dich entspannte Waldwege, schöne Ausblicke und deutlich weniger Trubel.
Übernachtet haben wir diesmal in Bad Schandau. Von dort gelangt man bequem mit dem Bus nach Hohnstein und kann direkt in die dritte Etappe starten.

Eigentlich sollte unser Wandertag in Altendorf enden. Doch manchmal entstehen die schönsten Erlebnisse ganz spontan. So beschlossen wir unterwegs, den Tag noch zu verlängern und zum Kuhstall weiterzuwandern. Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen unserer gesamten Malerweg-Wanderung.
Inhaltsübersicht
Eckdaten zu Malerweg Etappe 3
- Start: Hohnstein
- Ziel: Altendorf
- Länge: ca. 12 Kilometer
- Gehzeit: etwa 4 Stunden
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
- Unsere Übernachtung: Bad Schandau
- Besonderheit: spontane Verlängerung zum Kuhstall und zur Neumannmühle
Was dich auf Etappe 3 erwartet
Etappe 3 des Malerwegs ist eine angenehme und eher entspannte Wanderung von Hohnstein nach Altendorf. Dich erwarten überwiegend Waldwege, kleinere Felsformationen, schöne Ausblicke und gemütliche Einkehrmöglichkeiten. Zwar fehlen hier die ganz großen Highlights der zweiten Etappe, dafür kannst Du die Natur der Sächsischen Schweiz oft deutlich ruhiger genießen.
Anreise nach Hohnstein
Da wir in Bad Schandau übernachtet hatten, konnten wir morgens entspannt in den Tag starten.
Mit dem Bus ging es bequem nach Hohnstein zum offiziellen Startpunkt der dritten Etappe. Die Busverbindungen in der Sächsischen Schweiz sind erstaunlich gut und machen es einfach, auch dann flexibel zu bleiben, wenn Start- und Endpunkt einer Wanderung nicht direkt am Übernachtungsort liegen.

Durch Wälder und vorbei am versteinerten Hai
Der erste Teil der Wanderung führte uns überwiegend durch Waldgebiete.
Nach den vielen Aussichtspunkten und Felsformationen der zweiten Etappe wirkte dieser Abschnitt zunächst etwas ruhiger. Für mich war das aber eine angenehme Abwechslung. Die Wege lassen sich entspannt gehen und immer wieder öffnen sich schöne Blicke auf die Landschaft der Sächsischen Schweiz.
Unterwegs entdeckten wir den sogenannten versteinerten Hai. Die markante Felsformation erinnert mit etwas Fantasie tatsächlich an einen aus dem Felsen ragenden Haifisch und gehört zu den kleinen Besonderheiten entlang der Strecke.

Regenpause mit Aussicht
Während unserer Wanderung zog plötzlich Regen auf.
Zum Glück erreichten wir kurz darauf einen Aussichtspunkt mit Gasthaus. Die Pause kam also genau zum richtigen Zeitpunkt.
Während draußen der Regen auf die Dächer prasselte, konnten wir kurz verschnaufen und die Aussicht genießen. Solche ungeplanten Stopps gehören für mich oft zu den schönsten Erinnerungen einer Wanderung.
Zum Glück hielt das schlechte Wetter nicht lange an.

Über Kohlmühle nach Altendorf
Schon wenig später zeigte sich wieder die Sonne und wir setzten unseren Weg fort.
Die Strecke führte uns über Kohlmühle weiter Richtung Altendorf. Besonders gut gefallen hat mir die ruhige Atmosphäre auf diesem Abschnitt. Trotz der Beliebtheit des Malerwegs waren hier deutlich weniger Wanderer unterwegs als an manchen anderen Stellen der Route.
Je näher wir Altendorf kamen, desto häufiger öffneten sich die Ausblicke auf die umliegenden Wälder und Felsformationen.
Einkehr im Gasthaus Heiterer Blick
In Altendorf angekommen, legten wir zunächst eine Pause im Gasthaus Heiterer Blick ein.
Nach mehreren Stunden auf dem Wanderweg tat die Einkehr richtig gut. Ein kühles Getränk, etwas zu essen und ein kurzer Moment zum Durchatmen gehören für mich bei längeren Wanderungen einfach dazu.
In Altendorf war für uns noch nicht Schluss
In Altendorf war für uns eigentlich dann Schluss mit Etappe 3. Zumindest laut Wanderführer.
Da wir aber noch genügend Energie hatten und das Wetter inzwischen wieder deutlich besser geworden war, beschlossen wir spontan, den Tag noch etwas auszukosten.
Mit der Kirnitzschtalbahn fuhren wir von der Ostrauer Mühle zum Lichtenhainer Wasserfall und wanderten von dort weiter zum Kuhstall. Was zunächst nur eine spontane Idee war, entwickelte sich am Ende zu einem der schönsten Momente unserer gesamten Malerweg-Tour.
Besonders die Ruhe am Abend, die beeindruckenden Sandsteinfelsen und die deutlich geringere Besucherzahl machten diesen Abstecher für mich zu einem echten Highlight.
Mit der Kirnitzschtalbahn zum Lichtenhainer Wasserfall
Allein die Fahrt mit der historischen Kirnitzschtalbahn ist bereits ein kleines Erlebnis.
Die nostalgische Straßenbahn fährt durch das Kirnitzschtal und verbindet einige der bekanntesten Ausflugsziele der Region miteinander. Für uns war sie die perfekte Möglichkeit, den weiteren Verlauf des Tages etwas abzukürzen.
Am Lichtenhainer Wasserfall angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg Richtung Kuhstall.
Der Kuhstall am Abend
Der Kuhstall gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz und stand schon lange auf meiner Liste.
Schon der Aufstieg durch die Felsen machte richtig Spaß. Hinter jeder Kurve gab es etwas Neues zu entdecken und je näher wir dem Kuhstall kamen, desto beeindruckender wurde die Landschaft.
Als wir schließlich durch das riesige Felsentor liefen, waren fast keine Besucher mehr dort. Genau dieser Moment blieb mir besonders in Erinnerung. Tagsüber herrscht hier oft reger Betrieb, doch am Abend konnten wir die besondere Atmosphäre in aller Ruhe genießen.
Für mich war das einer der schönsten Momente unserer gesamten Malerweg-Wanderung.

Die Himmelsleiter und kleine Höhlen entdecken
Natürlich ließen wir uns auch die Himmelsleiter nicht entgehen.
Der kurze Aufstieg ist zwar etwas steiler, wird aber mit tollen Ausblicken belohnt. Oben angekommen eröffnet sich noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die umliegende Felsenlandschaft.
Außerdem erkundeten wir einige kleine Höhlen und Felsspalten rund um den Kuhstall. Gerade diese kleinen Entdeckungen machen für mich den besonderen Reiz der Sächsischen Schweiz aus.
Abendessen in der Neumannmühle
Nach unserem Besuch am Kuhstall wanderten wir weiter bis zur Neumannmühle.
Dort ließen wir den langen Wandertag gemütlich ausklingen.
Nach vielen Kilometern auf den Beinen schmeckte das Schnitzel am Abend besonders gut. Während wir den Tag Revue passieren ließen, waren wir uns schnell einig: Die spontane Verlängerung hat sich absolut gelohnt.
Tipps und Hinweise zu Malerweg Etappe 3
Packliste für den Tag
- Ausreichend Wasser und kleine Snacks für unterwegs
- Regenjacke – bei uns wechselte das Wetter unterwegs schnell
- Kamera oder Handy für den versteinerten Hai, die Aussichtspunkte und den Kuhstall
- Bequeme Wanderschuhe mit gutem Profil
- Kleingeld oder EC-Karte für die Einkehr im Gasthaus Heiterer Blick oder unterwegs
Navigation und Wegemarkierung
- Die offizielle Malerweg-Etappe 3 ist sehr gut ausgeschildert.
- Wer (wie wir) den Tag bis zum Kuhstall verlängern möchte, sollte eine Wander-App wie Komoot oder eine Offline-Karte dabeihaben.
- Die Kirnitzschtalbahn eignet sich hervorragend, um die Route flexibel zu erweitern oder abzukürzen.
Übernachtungstipp
Wir haben für die dritte und vierte Etappe im Hotel Lindenhof Bad Schandau* übernachtet. Rückblickend war das für uns die perfekte Wahl. Morgens konnten wir bequem mit dem Bus nach Hohnstein fahren und nach der Wanderung den Abend entspannt in Bad Schandau ausklingen lassen. Auch für die fünfte Etappe eignet sich Bad Schandau meiner Erfahrung nach noch sehr gut als Ausgangspunkt. Dadurch musst Du nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln und kannst Deinen Malerweg deutlich entspannter planen.

Mehr Tipps zur Etappenplanung und den besten Unterkünften findest Du auch in meinem Beitrag ➤ Übernachten am Malerweg: Unterkunftstipps für alle 8 Etappen
Mein Fazit zur Malerweg Etappe 3
Die dritte Etappe des Malerwegs ist vielleicht etwas ruhiger als manche andere Abschnitte der Route, aber genau das macht ihren Charme aus.
Waldwege, interessante Felsformationen und entspannte Einkehrmöglichkeiten sorgen für einen abwechslungsreichen Wandertag. Besonders gefallen hat mir die angenehme Mischung aus Natur, Bewegung und Ruhe.
Würde ich die Etappe noch einmal wandern, würde ich mich jederzeit wieder spontan für die Verlängerung entscheiden. Der fast menschenleere Kuhstall am Abend war für mich eines der schönsten Erlebnisse auf dem gesamten Malerweg und hat aus einer eher ruhigen Etappe einen unvergesslichen Wandertag gemacht.
Nach der eher ruhigen dritten Etappe warten auf Malerweg Etappe 4 wieder spektakuläre Felsformationen und beeindruckende Ausblicke. Komm mit auf die Wanderung von Altendorf zur Neumannmühle.

Alle Etappen im Überblick
➡️ Etappe 1: Pirna – Stadt Wehlen
➡️ Etappe 2: Stadt Wehlen – Hohnstein
➡️ Etappe 3: (du bist hier)
➡️ Etappe 4: Altendorf – Neumannmühle
➡️ Etappe 5: Neumannmühle – Schmilka
➡️ Etappe 6: Schmilka – Kurort Gohrisch
➡️ Etappe 7: Kurort Gohrisch – Weißig
➡️ Etappe 8: Weißig – Pirna
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