Viele Reiseblogger konzentrieren sich darauf, neue Inhalte zu veröffentlichen. Das habe ich lange genauso gemacht.
Ein Beitrag über Madrid, einer über Prag, später kamen Barcelona, Budapest und viele weitere Reiseziele dazu. Mit der Zeit entstand eine große Sammlung an Blogartikeln.
Irgendwann hörte ich immer wieder, wie wichtig interne Verlinkungen für einen Blog sind. Also begann ich, meine Beiträge miteinander zu verknüpfen.
Das Problem war nur: Nicht jede Verlinkung hilft dem Leser wirklich weiter.
Als ich beispielsweise meine ersten Beiträge über Madrid und Barcelona veröffentlicht hatte, habe ich von Madrid auf Barcelona verlinkt und umgekehrt. Schließlich sind beides beliebte Städtereiseziele in Spanien und ich dachte, damit hätte ich das Thema interne Verlinkung gut gelöst.

Heute sehe ich das etwas anders.
Bei internen Verlinkungen frage ich mich inzwischen nicht mehr: „Welchen Beitrag könnte ich hier noch verlinken?“
Stattdessen überlege ich: „Welche Frage stellt sich mein Leser wahrscheinlich als Nächstes?“
Wer gerade einen Urlaub in Madrid plant, möchte meist nicht sofort etwas über Barcelona lesen. Viel häufiger stellen sich Fragen wie: Wie viele Tage sollte ich für Madrid einplanen? Wo übernachten? Welche Sehenswürdigkeiten lohnen sich?
Genau deshalb nutze ich heute Landingpages auf meinem Reiseblog. Sie helfen dabei, passende Inhalte zu bündeln und Lesern die Orientierung deutlich einfacher zu machen.
Warum Landingpages sowohl für deine Leser als auch für die Struktur deines Blogs sinnvoll sein können, zeige ich dir in diesem Beitrag.
Inhaltsübersicht
Was ist eine Landingpage überhaupt?
Wenn von Landingpages die Rede ist, denken viele zuerst an Verkaufsseiten.
Im Blogging-Bereich kann eine Landingpage aber etwas ganz anderes sein.
Für mich ist eine Landingpage in erster Linie eine Übersichtsseite zu einem bestimmten Thema.
Statt Leser direkt zu einem einzelnen Blogbeitrag zu schicken, landen sie auf einer Seite, die mehrere passende Inhalte zusammenführt.
Eine Landingpage zu Seoul könnte beispielsweise folgende Themen enthalten:
- Sehenswürdigkeiten in Seoul
- Wie viele Tage für Seoul?
- Die besten Viertel zum Übernachten
- Kosten für eine Südkorea-Reise
- Tipps zur eSIM
- Ausflüge ab Seoul
Der Leser bekommt dadurch einen schnellen Überblick und kann selbst entscheiden, welche Inhalte für ihn relevant sind.
Warum Landingpages für Leser hilfreich sind
Wenn ich selbst eine Reise plane, suche ich selten nur nach einer einzigen Information.
Meist möchte ich einen Überblick bekommen und anschließend tiefer in die einzelnen Themen einsteigen. Genau deshalb funktionieren Landingpages so gut.
Statt mich durch die Suchfunktion eines Blogs zu klicken oder verschiedene Beiträge mühsam zusammenzusuchen, finde ich direkt alle wichtigen Informationen an einem Ort.
Dasselbe gilt natürlich auch für deine Leser.
Wer beispielsweise einen Urlaub in Madrid plant, sucht oft nicht nur nach einer einzigen Information.
Meist kommen mehrere Fragen gleichzeitig auf:
- Wie viele Tage sollte ich einplanen?
- Wo übernachten?
- Welche Sehenswürdigkeiten lohnen sich?
- Wie teuer ist Madrid?
- Welche Tickets sollte ich vorab buchen?
Eine gute Landingpage beantwortet diese Fragen nicht selbst im Detail. Sie zeigt den Weg zu den passenden Artikeln und hilft Lesern dabei, schneller die Informationen zu finden, die sie suchen.
Warum Landingpages auch Google helfen
Neben dem Nutzen für Leser haben Landingpages noch einen weiteren Vorteil.
Sie helfen Suchmaschinen dabei, die Struktur deiner Website besser zu verstehen.
Wenn mehrere Beiträge zu einem Thema auf eine zentrale Übersichtsseite verweisen, entsteht ein klarer Zusammenhang.
Dadurch wird sowohl für Leser als auch für Google deutlicher, welche Inhalte auf deinem Blog zusammengehören.
Statt vieler einzelner Beiträge entsteht ein klarer Themenbereich.
Genau deshalb spielen Landingpages häufig eine wichtige Rolle innerhalb von Themenclustern.
Man kann sich eine Landingpage dabei wie das Zentrum eines Themenclusters vorstellen.
Die Landingpage bildet das Hauptthema. Die einzelnen Blogartikel beantworten die dazugehörigen Detailfragen.
Zusammen entsteht eine Struktur, die sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen leichter verständlich ist als viele einzelne, unverbundene Beiträge.
Falls du meinen Beitrag Warum viele Reiseblogs trotz guter Inhalte kaum wachsen noch nicht gelesen hast, empfehle ich dir, dort ebenfalls einmal vorbeizuschauen. Darin erkläre ich genauer, warum zusammenhängende Themenbereiche heute oft besser funktionieren als viele einzelne Beiträge.
Ein Beispiel von meinem eigenen Reiseblog
Mir ist der Nutzen von Landingpages erst richtig bewusst geworden, als ich angefangen habe, für wichtige Reiseziele eigene Übersichtsseiten anzulegen.
Heute gibt es auf meinem Blog beispielsweise Landingpages für verschiedene Länder, Städte und Themenbereiche.
Zusammengenommen erhalten diese Landingpages aktuell rund 730 Aufrufe pro Monat. Gemessen an meinen insgesamt rund 33.000 Seitenaufrufen im Mai 2026 klingt das zunächst vielleicht nicht besonders beeindruckend.
Trotzdem möchte ich auf diese Seiten nicht mehr verzichten.
Landingpages können nämlich nicht nur Besucher zu bestehenden Beiträgen weiterleiten. Sie können auch selbst über Google gefunden werden.
Gerade bei größeren Themen wie „Südkorea Reisetipps“, „Städtereisen Europa“ oder „Reisen mit Kindern“ suchen viele Menschen zunächst nach einem Überblick. Genau dafür eignen sich Landingpages besonders gut.
Sie können dadurch zusätzliche Besucher auf deinen Blog bringen und gleichzeitig als Einstiegspunkt in deine weiteren Inhalte dienen.
Für mich liegt ihr größter Wert aber darin, dass sie Lesern helfen, weitere passende Inhalte zu entdecken.
Wer beispielsweise auf meiner Südkorea-Übersichtsseite landet, findet von dort aus direkt weiterführende Beiträge zu Seoul, Busan, Jeju, Kosten, Unterkünften oder praktischen Reisetipps.

Beispiele von Landingpages auf meinem Reiseblog
Falls du dir anschauen möchtest, wie ich Landingpages auf meinem eigenen Blog nutze, findest du hier ein paar Beispiele:
Landingpages helfen auch bei der internen Verlinkung
Viele Reiseblogger unterschätzen, wie wichtig interne Verlinkungen sein können. Eine Landingpage macht interne Verlinkungen deutlich einfacher.
Statt jeden einzelnen Artikel mit möglichst vielen anderen Beiträgen zu verbinden, können viele Inhalte auf eine zentrale Übersichtsseite verweisen.
Dadurch entsteht automatisch mehr Struktur.
Gleichzeitig hilft eine Landingpage dabei, Leser innerhalb eines Themas zu halten.
Wer einen Beitrag über Madrid liest, wird wahrscheinlich eher weitere Inhalte zu Madrid interessant finden als einen zufälligen Artikel über Barcelona, Paris oder Prag.
Genau dadurch werden interne Verlinkungen hilfreicher und relevanter.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du bestehende Inhalte sinnvoll miteinander verknüpfst, findest du weitere Tipps im Beitrag Interne Verlinkung für Reiseblogger (Beitrag folgt).
Wann sich eine Landingpage lohnt
Nicht jedes Thema benötigt sofort eine eigene Landingpage.
Sobald du jedoch mehrere Beiträge zu einem Reiseziel oder einem Themenbereich veröffentlicht hast, lohnt sich ein genauer Blick.
Typische Beispiele wären:
- Madrid
- Budapest
- London
- Seoul
- Südkorea
- Reisen mit Kindern
- Reiseplanung
Sobald mehrere Beiträge vorhanden sind, kann eine zentrale Übersichtsseite Lesern die Navigation deutlich erleichtern.
So einfach kann eine Landingpage aussehen
Viele Blogger machen sich bei Landingpages unnötig viel Arbeit. Dabei muss eine gute Landingpage gar nicht kompliziert sein.
Oft reichen bereits:
- eine kurze Einführung
- die wichtigsten Fragen zum Thema
- eine Übersicht passender Blogbeiträge
- hilfreiche Empfehlungen und Ressourcen
- eine klare Struktur
Mit der Zeit kannst du die Seite dann weiter ausbauen.
Wichtig ist vor allem, dass Leser schnell erkennen, welche Inhalte sie auf deinem Blog zu diesem Thema finden.
Mein Fazit
Für mich gehören Landingpages mittlerweile zu den sinnvollsten Seiten auf einem Reiseblog.
Nicht weil sie automatisch für riesige Besucherzahlen sorgen. Sondern weil sie Lesern helfen, sich besser zurechtzufinden und passende Inhalte schneller zu finden.
Je einfacher Besucher weitere hilfreiche Beiträge entdecken, desto länger bleiben sie auf deinem Blog und desto mehr deiner Inhalte werden gelesen.
Wenn du bereits mehrere Artikel zu einem Reiseziel oder Thema veröffentlicht hast, lohnt es sich deshalb, einmal einen Blick auf deine bestehenden Inhalte zu werfen.
Gibt es Themen, zu denen du bereits mehrere Beiträge veröffentlicht hast? Fehlt vielleicht eine zentrale Übersichtsseite, die diese Inhalte miteinander verbindet?
Oft musst du dafür nicht einmal neue Beiträge schreiben. Die Grundlage für deine nächste Landingpage steckt möglicherweise längst auf deinem Blog und wartet nur darauf, sinnvoll miteinander verbunden zu werden.
Falls du unsicher bist, welche Themen sich auf deinem Blog für Landingpages eignen oder wo aktuell Potenzial verschenkt wird, kann ein Blick auf die bestehende Struktur oft überraschend viele Möglichkeiten sichtbar machen.
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