Als ich mit meinem Reiseblog angefangen habe, spielte ein Newsletter für mich lange keine große Rolle. Ich hatte meinen Reiseblog, später kamen Social Media und Suchmaschinen dazu. Das schien mir erst einmal völlig ausreichend.
Wenn ich jedoch noch einmal von vorne beginnen würde, wäre ein Newsletter von Anfang an Teil meiner Strategie. Nicht, weil sich sofort Hunderte Menschen anmelden würden. Sondern weil eine E-Mail-Liste Zeit braucht, um zu wachsen.
Gerade als Reiseblogger finde ich es wichtig, sich nicht ausschließlich auf Google oder Social Media zu verlassen. Mit einem Newsletter kannst du mit deinen Lesern in Kontakt bleiben. So bist du deutlich unabhängiger davon, wie sich Suchmaschinen oder Algorithmen verändern.

Inhaltsübersicht
Warum ich heute direkt mit einem Newsletter starten würde
Viele Blogger schieben das Thema Newsletter erst einmal vor sich her. Und auch mir ging es lange Zeit so.
Der Gedanke ist oft derselbe: Erst einmal Besucher aufbauen und später einen Newsletter starten. Rückblickend würde ich genau das nicht mehr machen.
Eine E-Mail-Liste wächst nämlich nicht über Nacht. Jeder Leser, der sich heute anmeldet, kann auch in einem Jahr oder in fünf Jahren noch Teil deiner Community sein. Besucher, die deinen Blog wieder verlassen, ohne sich einzutragen, kommen dagegen vielleicht nie wieder zurück.
Deshalb würde ich heute einen Newsletter direkt zu Beginn aufsetzen, auch wenn sich am Anfang nur wenige Menschen anmelden.
Damals habe ich den Newsletter immer wieder aufgeschoben. Heute weiß ich, dass das einer der größten Fehler war. Denn die Zeit lässt sich später nicht mehr nachholen.
Wenn du deinen Newsletter starten möchtest, würde ich auch direkt ein passendes Newsletter-Tool auswählen. Ich nutze dafür Rapidmail*, weil der Einstieg unkompliziert ist und sich das Tool auch mit einer kleinen E-Mail-Liste gut nutzen lässt.
Ein Newsletter ist dein eigener Kanal
SEO gehört für mich nach wie vor zu den wichtigsten Traffic-Quellen für einen Reiseblog. Auch Social Media kann dabei helfen, neue Leser zu erreichen.
Trotzdem bleibt immer eine gewisse Abhängigkeit.
Google kann seine Suchergebnisse verändern. Social-Media-Plattformen passen regelmäßig ihre Algorithmen an. Was heute gut funktioniert, kann morgen schon ganz anders aussehen.
Bei einem Newsletter ist das anders.
Die E-Mail-Liste hast du selbst aufgebaut. Solange deine Leser deinen Newsletter abonnieren, kannst du sie jederzeit erreichen. Genau deshalb sehe ich einen Newsletter nicht als Ersatz für SEO oder Social Media, sondern als sinnvolle Ergänzung.
Heute melden sich Menschen nur noch bei echtem Mehrwert an
Vor einigen Jahren war es wahrscheinlich einfacher, Newsletter-Abonnenten zu gewinnen.
Heute sieht das aber schon wieder anders aus.
Ich merke das inzwischen auch bei mir selbst. Mein Postfach ist jeden Tag voll. Deshalb überlege ich ganz genau, welche Newsletter ich wirklich lesen möchte. Wahrscheinlich geht es deinen Lesern genauso. Deshalb reicht ein einfaches Anmeldeformular heute meist nicht mehr aus.
Du brauchst also einen guten Grund, warum sich jemand zu deinem Newsletter anmelden sollte.

Ein Freebie ist nur der Anfang
Ein hilfreiches Freebie kann genau dieser Grund sein. Das kann eine Packliste, Reise-Checkliste oder ein kleiner Guide sein. Wichtig ist dabei, dass dein Freebie ein konkretes Problem löst. Denn so haben neue Leser sofort einen Mehrwert.
Damit ist die eigentliche Arbeit aber noch nicht getan.
Das Freebie sorgt für die Anmeldung. Ob deine Leser deinen Newsletter auch in sechs Monaten noch öffnen, entscheidet sich erst danach.
Ich überlege deshalb bei jeder Ausgabe zuerst, welchen Mehrwert ich meinen Lesern mitgeben kann. Erst danach entscheide ich, welche Blogartikel oder Empfehlungen dazu passen.
Deshalb versuche ich, in jedem Newsletter Inhalte zu verschicken, die meinen Lesern wirklich weiterhelfen. Mal sind es neue Blogartikel, mal praktische Tipps oder persönliche Erfahrungen, die ich so nicht auf meinem Blog teile.
Für mich steht der Mehrwert immer an erster Stelle.
Falls dir Ideen fehlen, worüber du überhaupt schreiben kannst, findest du bald auch meinen Beitrag „Was Reiseblogger im Newsletter schreiben können“.
Schreibe deinen Newsletter so, als hättest du bereits tausende Leser
Gerade am Anfang fühlt es sich manchmal etwas merkwürdig an, einen Newsletter zu schreiben, wenn sich vielleicht gerade einmal zehn Menschen angemeldet haben.
Ganz ehrlich: Ob meinen Newsletter zehn Menschen lesen oder tausend, macht für mich beim Schreiben keinen Unterschied. Jeder hat sich bewusst angemeldet. Deshalb möchte ich auch jedem dieselbe Qualität bieten.
Außerdem entwickelst du so von Anfang an gute Gewohnheiten. Wenn dein Newsletter später wächst, musst du deine Arbeitsweise nicht mehr verändern.
Genau deshalb lohnt es sich auch, möglichst früh mit dem Aufbau deiner E-Mail-Liste zu beginnen. Wie du deine ersten Abonnenten gewinnst, zeige ich dir im Beitrag „So gewinnst du die ersten Newsletter-Abonnenten“ (folgt schon bald).
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Häufigkeit
Meiner Erfahrung nach bringt es wenig, mehrere Newsletter in kurzer Zeit zu verschicken und sich anschließend monatelang gar nicht mehr zu melden.
Deine Leser gewöhnen sich mit der Zeit an einen bestimmten Rhythmus. Wenn dann über einen längeren Zeitraum keine E-Mail mehr kommt, gerät dein Newsletter schnell in Vergessenheit.
Für mich ist es wichtiger, zuverlässig einmal im Monat zu schreiben, als jede Woche unter Zeitdruck einen Newsletter zu verschicken. Meine Leser sollen sich auf meine E-Mails freuen und nicht das Gefühl haben, dass ich nur schnell etwas verschickt habe.
Ob du dich wöchentlich, alle zwei Wochen oder einmal im Monat meldest, ist letztlich zweitrangig. Viel wichtiger ist, dass deine Leser sich auf deine E-Mails verlassen können.
Deshalb gibt es bei mir zwei verschiedene Newsletter
Neben meinem Reiseblog veröffentliche ich inzwischen auch Inhalte für Reiseblogger.
Für mich war deshalb schnell klar, dass ich diese Themen nicht in einem gemeinsamen Newsletter vermischen möchte. Schließlich möchte ich niemanden mit Themen langweilen, die ihn gar nicht interessieren.
Wer meinen Reiseblog liest, interessiert sich nicht automatisch auch für SEO oder Affiliate Marketing. Umgekehrt gilt das genauso.
Reisende interessieren sich in erster Linie für neue Reiseberichte, Reisetipps und Inspirationen.
Reiseblogger suchen dagegen Informationen rund um SEO, Affiliate Marketing oder den Aufbau eines erfolgreichen Blogs.
Deshalb gibt es bei mir zwei getrennte Newsletter. So erhält jeder genau die Inhalte, für die er sich angemeldet hat.
Mein Fazit
Wenn ich heute noch einmal einen Reiseblog starten würde, wäre ein Newsletter von Anfang an fester Bestandteil meiner Strategie.
Nicht, weil er sofort für mehr Besucher sorgt. Sondern weil eine gute E-Mail-Liste über Jahre wächst und dir einen direkten Draht zu deinen Lesern ermöglicht.
Mindestens genauso wichtig ist aber, was nach der Anmeldung passiert.
Ein Newsletter sollte kein Kanal sein, über den du einfach nur neue Blogartikel verschickst. Biete deinen Lesern regelmäßig einen echten Mehrwert. Genau das entscheidet am Ende darüber, ob deine E-Mails gerne geöffnet werden oder ungelesen im Postfach verschwinden.
Beim Newsletter geht es für mich nicht in erster Linie darum, etwas zu verkaufen. Viel wichtiger ist mir, mit meinen Lesern in Kontakt zu bleiben und ihnen regelmäßig hilfreiche Inhalte zu schicken.
Falls du bisher noch keinen Newsletter eingerichtet hast, empfehle ich dir, einfach anzufangen. Such dir ein Newsletter-Tool aus, richte dein erstes Anmeldeformular ein und sammle ab heute deine ersten Abonnenten.
Bevor ich mich für Rapidmail* entschieden habe, habe ich mir auch andere Newsletter-Tools angesehen. Am Ende bin ich bei Rapidmail geblieben, weil ich mich dort schnell zurechtgefunden habe und die Bedienung für mich einfach gepasst hat.
Deshalb nutze ich Rapidmail* bis heute und kann es dir gerade für den Einstieg empfehlen.
Je früher du mit deinem Newsletter beginnst, desto mehr Zeit gibst du deiner E-Mail-Liste, ganz natürlich zu wachsen. Entscheidend ist aber nicht die Anzahl deiner Abonnenten, sondern dass du ihnen regelmäßig Inhalte schickst, die ihnen wirklich weiterhelfen. Genau das macht für mich einen guten Newsletter aus.
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