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Ausflugsziel bei Berlin: Heimattiergarten Fürstenwalde

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Heimattiergarten Fürsenwalde
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Für Eilige: Heimattiergarten Fürstenwalde

Du möchtest vor allem die wichtigsten Infos für deinen Besuch wissen?

  • Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder von 4 bis 13 Jahren 6 Euro
  • Öffnungszeiten: April bis September 9 bis 18 Uhr, Oktober bis März 9 bis 16 Uhr
  • Zeit einplanen: etwa 2 Stunden
  • Gut geeignet für: Familien mit Kindern und alle, die einen kleinen, ruhigen Tierpark mögen
  • Tickets: Eintrittskarten kannst du vor Ort oder vorab online kaufen
  • Adresse: Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 10, 15517 Fürstenwalde/Spree

Prüfe vor deinem Besuch am besten noch einmal die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Website des Heimattiergartens.

Anfahrt zum Heimattiergarten Fürstenwalde

Von Berlin aus erreichst du den Heimattiergarten Fürstenwalde mit dem Auto je nach Ausgangspunkt in etwa einer Stunde. Vom kleinen Parkplatz laufen wir ungefähr fünf Minuten durch einen schön angelegten Park bis zum Eingang. Meine 7-jährige Tochter entdeckt unterwegs ein „Trimm-dich-Fahrrad“ und betätigt sich erst einmal sportlich und mit viel Spaß daran.

Im Zentrum des Parks befindet sich ein Springbrunnen mit hoher Fontäne. Bei den heutigen 27 Grad sieht das Planschen darin ziemlich verlockend aus. Herumliegende zerbrochene Glasflaschen trüben den Eindruck allerdings, sodass ich meiner Tochter das Bad im Springbrunnen schweren Herzens verwehren muss. Zum Glück entdeckt sie kurz darauf zwei Pferdestatuen, auf denen sie „reiten“ darf. Von hier können wir bereits den Eingangsbereich des Heimattiergartens erkennen.

Eingangsbereich, Eintrittspreise und überraschende Idylle

Zuerst denken wir, dass der Heimattiergarten heute vielleicht gar nicht geöffnet hat, denn das Metalltor ist geschlossen. Dies ist jedoch nur eine Sicherheitsmaßnahme für die freilaufenden Tiere hier.

Die Eintrittspreise waren bei unserem Besuch noch ausgesprochen günstig. Inzwischen wurden sie angepasst, der Heimattiergarten gehört aber weiterhin zu den eher preiswerten Ausflugszielen für Familien. Die aktuellen Preise findest du oben in der Infobox.

An der Kasse kaufen wir noch eine Tüte Tierfutter. Bestimmte Tiere dürfen mit dem tierparkeigenen Futter gefüttert werden. Da es heute ein sehr warmer Tag ist, bin ich überrascht, wie schön schattig es hier ist. Es gibt viel Grün um uns herum und nur wenige Menschen. Ich atme tief ein und genieße diese idyllische Ruhe.

Heimattiergarten Fürsenwalde

Erste Erkundungstour und das Freigehege der Rehe

Zu unserer Rechten befinden sich einige große Vogelkäfige, vorwiegend mit großen Adlern, und über unseren Köpfen nisten hoch oben in den Bäumen gerade die Fischreiher. Es ist spannend, sie aus dieser Nähe beim Hin- und Herfliegen zu beobachten.

Meine Tochter staunt und bleibt mit offenem Mund erst einmal stehen. Ein Schild weist auf einen Bienenstock hin, doch leider ist die kleine Hütte sehr verfallen und Bienen gibt es hier auch keine mehr zu sehen. Es folgen weitere Gehege, unter anderem mit Vielfraß, Störchen, Wildkatzen und Wildschweinen.

Dann kommen wir am Freigehege der Rehe an. Gerade ist Fütterungszeit und so herrscht unter ihnen ein reges Treiben. Ich kann allerdings verstehen, dass sie ausgerechnet jetzt nicht zu uns an den Weg kommen wollen. Frisches Futter ist dann doch interessanter als die Tierparkbesucher.

Also gehen wir erst einmal weiter zu einem kleinen Ententeich. Schwäne, Gänse und Enten gibt es hier und die sind vor allem für Kinder immer wieder ein kleines Highlight. Heute halten sie sich allerdings überwiegend an Land im Schatten auf.

Das Rotwildgehege und Pause im Imbiss

Im anliegenden Rotwildgehege kommen die großen Rehe und Hirsche ganz nah, sodass meine Tochter sie problemlos streicheln und füttern kann. So ein Reh aus nächster Nähe ist natürlich auch ein tolles Fotomotiv.

Danach waschen wir uns in der Nähe die Hände und machen eine Pause im zentral gelegenen, ordentlich und sauber wirkenden Imbiss. Bei unserem Besuch sind die Preise günstig, allerdings besteht das Angebot größtenteils aus Fertigprodukten, die aufgewärmt werden. Wir bestellen uns eine Pizza Salami, ein Eis und ein Safttrinkpäckchen.

Der Innenbereich ist freundlich mit gemalten Bildern an der Wand gestaltet, aber draußen ist es natürlich doch schöner. So setzen wir uns an einen der vielen Tische in der Sonne und sehen uns um. Hier am Imbiss scheint der Sammelpunkt der Besucher zu sein. Trotzdem freut es mich zu sehen, dass außer uns nur noch ungefähr vier weitere Familien hier sind.

Ich stelle fest, dass es im gesamten Tiergarten nur wenige Mitarbeiter zu geben scheint. Da ist es nicht verwunderlich, dass an den Käfigen viele Spinnweben zu finden sind. Auch einige Gebäude und Käfige sehen bei unserem Besuch alt und rostig aus. Die meisten Tiere wirken hier im Heimattiergarten Fürstenwalde auf mich dennoch zufrieden und entspannt.

Heimattiergarten Fürsenwalde

„Ich glaub, ich seh’ nen Elch …“

Nachdem wir den Fischottern neben dem Imbiss noch kurz beim Schwimmen zugesehen haben, erkunden wir den hinteren Teil des Tierparks. Wir kommen zu den Steinböcken und Rentieren. Am Elchgehege haben wir Glück: Ein Elchpaar steht direkt am Zaun und wir können die Tiere vorsichtig streicheln.

Ich habe noch nie einen Elch gestreichelt und freue mich wie ein kleines Kind. Leider ist das Gehege mit den Wasch- und Nasenbären bei unserem Besuch verwaist. Dafür ruft meine Tochter schon ganz laut: „Oh Mama! Kleine Babyhasen, wie süß!“ Auch die Hasen knabbern zufrieden an den frischen Salatblättern. Gut versorgt scheinen hier alle Tiere zu werden.

In der Mitte des Tierparks befinden sich noch einige Vogelkäfige, diesmal mit Fasanen, Tauben und Singvögeln. Ein weiteres Highlight soll der Rotfuchs sein. Dafür kann man in eine extra gebaute dunkle Höhle gehen, die mit Wurzeln gespickt ist, und ihn durch eine Glasscheibe aus der Nähe beobachten.

Heimattiergarten Fürsenwalde

Unsere Vorfreude wird jedoch getrübt, da beide vorhandenen Scheiben bei unserem Besuch abgedeckt sind. So können wir den Fuchs nur aus der Ferne und von hinten betrachten. Dafür können wir ein Stückchen weiter den Luchs in seiner ganzen Pracht bestaunen, denn er hat sich direkt am Gitter in die Sonne gelegt.den.

Heimattiergarten Fürsenwalde

Pause auf dem Spielplatz

Am kleinen Spielplatz rasten wir. Erst wird fröhlich gerutscht und beim gemeinsamen Schaukeln viel gelacht. Meine Tochter darf noch eine Runde auf dem ziemlich alt wirkenden, aber gut funktionierenden Karussell fahren und sich beim Wasserball vergnügen.

Es ist weiterhin schön ruhig hier, obwohl es mittlerweile schon 14 Uhr ist. Nur der Ruf des Pfaus hallt durch den Park. Wir finden ihn auf dem Dach des Imbisses und betrachten ihn noch eine Weile aus der Nähe. Einfach großartig!

Nun geht es weiter zum Affengehege. Die Affen rasen ziemlich schnell herum, denn auch hier gab es frisches Obst und Gemüse. Nachdem wir noch ein außergewöhnliches weißes Känguru bestaunt haben, gehen wir wieder Richtung Eingang, wo sich auch der Streichelzoo des Heimattiergartens Fürstenwalde befindet.

Heimattiergarten Fürsenwalde

Streichelzoo, immer eine Freude für Groß und Klein

Am Streichelgehege kommen wir direkt an einen kleinen Stall. Alles wirkt ein bisschen wie auf einem kleinen Bauernhof. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir Ponys und eines davon steht ganz nah bei uns, sodass wir es streicheln können.

In das Ziegengehege gelangt man über eine hohe Treppe, die für kleinere Kinder allerdings eher unpraktisch ist. Da ich auch niemand anderen direkt im Gehege sehe, entscheiden wir uns dafür, die süßen Lämmchen vom Zaun aus zu streicheln.

An der Kasse kaufe ich noch ein kleines Souvenir. Anschließend können wir außen entlang zum Abschluss noch das Wisentgehege betrachten.

Heimattiergarten Fürsenwalde

Fazit: Lohnt sich der Heimattiergarten Fürstenwalde?

Der Heimattiergarten Fürstenwalde ist ein eher kleiner, dafür aber sehr idyllischer Tierpark. Insgesamt haben wir etwa zwei Stunden hier verbracht. Alle Mitarbeiter, die wir getroffen haben, waren sehr freundlich zu uns.

Die älteren Gehege haben mich persönlich nicht gestört. Zusammen mit der Ruhe machen sie für mich sogar ein Stück weit den besonderen Charme dieses Tierparks aus. Wenn du allerdings einen großen Tierpark mit vielen exotischen Tieren erwartest, bist du hier eher falsch.

Für Familien mit Kindern, die einen entspannten Ausflug in überschaubarer Größe suchen, ist der Heimattiergarten Fürstenwalde dagegen ein schönes Ausflugsziel. Wir würden jedenfalls wiederkommen.

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