Fidschi Inseln – 10 Tage Inselhopping im Paradies

Die Fidschi Inseln sind von Deutschland aus doch sehr weit entfernt. Daher nutzte ich die Chance als ich meine Work und Holiday Jahre in Australien verbrachte. Von Sydney aus sind es nur noch vier Flugstunden bis nach Nadi. Ich dachte immer, dass es auf diesen kleinen paradiesischen Inseln sehr teuer ist, jedoch bin ich in einem Backpacker-Reisebüro in Australien auf Awesome Fiji aufmerksam geworden.

Fidschi Inseln Flug

Inselhopping mit Awesome Fiji

Es gibt ein Package mit Unterkunft und Transfer zu verschiedenen Inseln. Preislich nicht super günstig, aber doch machbar. Wer weiß ob ich jemals wieder so nah an die Inseln komme. Dimitri, meinen Freund musste ich da auch nicht lange überreden. Letztendlich hat sich die Investition auch wirklich gelohnt, denn die Fidschi Inseln sind wirklich ein Traum. Mit Awesome Fiji haben wir uns eine Inselhopping Tour von 10 Tagen zusammengestellt. Somit steht fest, wann wir wo für wie lange sind. Prinzipiell reise ich ja lieber spontan umher, aber hier auf den Fidschi Inseln war es so geplant wirklich gut, denn die Uhren ticken hier tatsächlich anders. Nicht nur einmal habe ich diesen Satz gehört: Don’t worry, it’s Fiji time. Soll heißen, immer mit der Ruhe. Da ist es schon in Ordnung, dass wenigstens die Yellow Flyer Fähre einen Zeitplan hat.

Yellow Flyer Fidschi Inseln

Hier nun meine 10 Tage auf den Fidschi Inseln:

Tag 1: Ankunft in Nadi – Fiji Time kann beginnen

Nach vier Stunden Flug mit AirFiji kommen wir in Nadi an. Die Passkontrolle dauert nicht lange. Wir machen uns auf die Suche nach dem Büro von Awesome Fiji, denn dort erhalten wir unsere Reisedetails. Schnell haben wir das Büro gefunden. Wir werden eingecheckt und mit einem Van zum Nadi Bay Resort gefahren. Hier verbringen wir unsere erste Nacht auf den Fidschi Inseln.

Tag 2: Kuata Insel – tanzen wir Bula!

Die Abholung erfolgt durch einen Minivan, der uns zum Port Denarau fährt. Von hier geht es mit der Fähre auf unsere erste Insel: Kuata. Schon nach 2,5 Stunden kommen wir dort auch an. Unser Resort ist das Wayalailai Ecohaven und ist ein kleines Dorf mit mehreren Hütten. Wir haben ein Zimmer im hinteren Teil, der jedoch erhöht ist. Von unserer Terrasse aus haben wir eine tolle Aussicht. Am Nachmittag fahren wir mit den Einheimischen und zwei weiteren Touristinnen zum Angeln. Gefangen haben wir allerdings nichts. Am Abend werden uns Tänze von den Einheimischen vorgeführt und wir lernen den Bula Tanz.

Fidschi Inseln

Tag 3: Kuata Insel – magischer Sonnenaufgang und Schnorcheln mit Haien

Schon um 5.30 Uhr am Morgen treffen wir uns mit einem Einheimischen des Dorfes. Er wird uns auf den Berg zum Sonnenaufgang bringen. Der Weg ist beschwerlich und steil, aber der Sonnenaufgang ist wirklich wunderschön. Die Aussicht und der Weitblick von dort oben über die Insel und den Ozean ist fantastisch.

Fidschi Inseln Aussicht

Der Rückweg nach unten ist wesentlich einfacher als der Aufstieg. Nach einem kräftigen Frühstück fahren wir nun auf einen Schnorchelausflug mit. Wir werden mit kleinen Holzbooten auf den offenen Ozean hinausgefahren. Beim Schnorcheln sehen wir viele bunte Fische, sowie vier Haie. Was für ein Highlight!

Zum Mittagessen sind wir wieder auf der Insel. Nachmittags wird Weaving-Unterricht angeboten. Dabei mache ich gern mit. Ich bastle aus Naturrohstoffen ein Armband und eine Kette. Ein kleiner Markt mit Schmuckstücken lässt mich noch etwas Geld ausgeben. So habe ich gleich ein paar Souvenirs für meine Familie. Den Rest des Nachmittags liege ich in der Hängematte und entspanne einfach und genieße diese himmlische Ruhe. Nach dem Abendessen werden diesmal ein paar Spiele veranstaltet. Das ist ganz lustig. Danach sitzen wir noch mit anderen Touristen zusammen und schwatzten.

Tag 4: Naviti Insel – Schnorcheln und Angeln

Am Vormittag werden wir von der Fähre abgeholt und zur nächsten Insel gefahren. Auf Naviti wohnen wir im White Sandy Beach Resort. Die Holzhütten sind ausgesprochen hübsch eingerichtet. Hier gibt es nur kaltes Wasser, die Dusche ist hinter der Hütte „Open Air“, es ist einfach wunderbar.

Fidschi Inseln Naviti Insel

Naviti Insel

Außer uns, sind hier noch fünf weitere Backpacker im Resort. Also sehr überschaubar. Nach dem ausgesprochen leckeren Mittagessen ist es mal wieder Zeit für die Hängematte. Das Nachmittagsprogramm ist ein Schnorcheltrip zu den Coral Gardens. Die Korallen sind wirklich beachtenswert. Zurück auf Naviti sammeln wir Einsiedlerkrebse. Mit denen veranstalten wir ein “Wettrennen” und verwenden sie später als Köder beim abendlichen Angeln. Aber auch diesmal haben wir kein Glück mit den Fischen. Nach einem super Abendessen lassen wir diesen schönen Tag im Paradies am Lagerfeuer ausklingen.

Krebs Fidschi

Tag 5: Naviti Insel – die Kirche und der einsame Strand Honeymoon Beach

Diesen Tag starten wir ganz entspannt. Die Ruhe hier auf der Insel tut so gut. Es ist Sonntag und wir werden von unserem Resorthost gebeten mit zur Kirche zu gehen. Die Kirche ist klein und es sind fast nur Touristen da. Es wird gesungen, also insgesamt doch ganz unterhaltsam. Am Ende kommt ein Hut durch die Reihen mit der Bitte zum Spenden. Gern spende ich ein wenig für die Gemeinde. Naiv bin ich nicht, mir ist schon klar dass es hier nur um die Spende ging.

Nach unserer Teatime laufen wir zum Honeymoon Beach. Hier am Eingang steht eine kleine Box mit der Bitte um 2 Dollar für die Gemeinde. Die Bucht ist wirklich wunderschön. Der Sand so weich und sauber, das Wasser glasklar. Das Beste, wir sind ganz alleine hier, allerdings nur für kurze Zeit. Na wer treibt sich hier noch an dem einsamen Strand rum? Na Siggi aus Frankfurt. Die Deutschen sind aber auch überall!

Honeymoon Beach Fidschi Inseln

Gern habe ich mich aber mit ihm etwas unterhalten während Dimitri im Wasser schwimmt. Das Abendessen im Resort war wieder vorzüglich. Wir bekommen ein 3-Gänge-Menü: Tomatensuppe, Kartoffeln mit Gemüse und eine Art Boulette und als Dessert einen lecker Schokoladenkuchen. Hier im White Sandy Beach Resort ist das Essen ausgezeichnet.

Tag 6: Gold Coast Resort – Nanuya Lailai Island

Gegen 11 Uhr wird heute die Fähre Yellow Flyer an der Naviti Insel vorbei kommen und uns zu unserem nächsten Resort bringen. Vorher verbringen wir aber noch den Morgen bei einer kleinen Bootsfahrt und Schnorcheln mal wieder um die bunte Unterwasserwelt zu sehen. Die Fahrt mit der Fähre dauert diesmal 1,5 Stunden. Hier ist nur noch ein weiterer Gast vor Ort, die liebe Anna. Sie haben wir schon in den letzten beiden Resorts kennengelernt. Mit ihr verbringen wir den Nachmittag am Strand und laufen zu dem kleinen niedlichen Café Lo’s. Wir trinken Kaffee und essen hausgemachten Kuchen. In dem kleinen Shop kaufe ich noch handgemachtes, denn ich hatte zum Shoppen ja sonst gar keine Gelegenheit. Unsere Resorthosts Ema und Bill sind sehr herzlich. Das Essen hier ist nicht so gut wie im White Sandy Beach, uns schmeckt es aber trotzdem.

Gold Coast Resort Fidschi

Tag 7: Gold Coast Resort & Schnorcheln bei der Blue Lagoon

Nach dem Frühstück fahren wir mit unseren Hosts mit dem Boot raus. Es geht zur Blue Lagoon zum Schnorcheln. Auch hier sichten wir wieder viele Meeresbewohner, unser Highlight ist eine Seeschlange. Zum Mittagessen sind wir wieder zurück im Resort und verbringen einen entspannten Nachmittag in der Hängematte und am Strand. Auch heute gehen wir wieder zu Lo’s Café. Am Abend gibt es hier im Resort keine Elektrizität. Im Zimmer haben wir nur eine kleine Solarlampe. Das macht den Aufenthalt hier noch abenteuerlicher.

Lo Café Fidschi Inseln

Tag 8: Gold Coast Resort – Tauchen mit Haien

Hier im Resort haben wir uns einen Tauchgang gebucht, so werden wir von der Tauchschule mit einem Boot abgeholt. Zunächst geht es zum Coral View Resort. Hier erhalten wir unser Equipment und es geht weiter mit dem Boot auf den weiten Ozean. Die Wellen werden immer höher. Mitten auf dem Ozean, wir sehen keine Insel mehr, halten wir schließlich an.

Die beiden Taucher bereiten nun alles für die Haifütterung vor. Mit Mülltonnen gefüllt mit Fischkadavern verschwinden sie im Meer. Nach etwas 15 Minuten sind sie wieder da und auch für uns geht es nun in die Tiefe. In 26 Meter Tiefe stehen die Mülltonnen und im Abstand von ungefähr zehn Metern ist ein Seil gespannt. An diesem Seil halten wir uns fest. Schließlich wird die erste Mülltonne geöffnet und nur wenige Augenblicke später ist auch schon der erste Grauhai vor Ort. Auch ein Schwarzspitzenhai und ein Zitronenhai schwimmen vorbei um ein wenig Fischfutter abzubekommen. An einem zweiten Haltepunkt in etwa 20 Meter Tiefe halten wir uns wieder an einem befestigtem Seil fest. Auch hier wird im sicheren Abstand eine Mülltonne mit Fischfutter geöffnet. Diesmal kommen ein paar Weißspitzenhaie vorbei.

Was für ein Erlebnis und ich habe keine Unterwasserkamera! Wir tauchen noch weiter am Korallenriff entlang und können diese wunderschöne Unterwasserwelt bewundern. Den Rest des Tages haben wir uns entspannt, waren am Strand, Hängematte und beim Café.

Gold Coast Strand

Am Abend zeigten sie leuchtende Blitze am Himmel. So habe ich das noch nie gesehen! Mehrmals hat es am Himmel geflackert wie verrückt. Nachts zog das Unwetter dann über unsere Insel hinweg. Starker Regen, Blitze und Donnergeröll. So ein Unwetter habe ich noch nie erlebt. Dreimal donnerte es so laut dass wir im Bett förmlich standen und dachten die Hütte bricht ein.

Tag 9: Gold Coast Resorts – zerstörtes Paradies & Höhlentour

Es ist bewölkt und der Strand sieht sehr mitgenommen aus. Ein Teilstück des Strands ist einfach weg! Bill und Ema sagen, dies war noch gar kein schlimmes Unwetter. Sie haken den Strand und das Resortgelände. Unser Speiseraum auf dem Hügel hat sehr viel Wasser abbekommen, da das Unwetter ein Teil des Daches weggerissen hat. Wirklich traurig.

Für heute haben wir eine Höhlentour gebucht, und so werden wir diesmal von einem Wassertaxi nach dem Frühstück abgeholt. Die See ist heute rau. Der Wind bläst noch kräftig, so schaukeln wir im Boot hin und her. An zwei weiteren Insel holen wir noch fünf weitere Touristen ab (auch wieder Deutsche!). Mit einem Guide geht es in die Höhle. Das Wasser ist kalt, dennoch müssen wir ungefähr zwei Meter tauchen um in die Haupthöhle zu gelangen. Diese Höhle ist sehr dunkel, denn nur der Guide hat eine Taschenlampe. Zurück im Resort duschen wir noch schnell und essen, bevor wir von Bill zur Fähre gefahren werden. Der Rückweg nach Port Denerau dauert nun 5,5 Stunden. In Nadi haben wir wieder im Nadi Bay hotel übernachtet.

Tag 10: auf Wiedersehen Fidschi Inseln

Schon um 6.15 Uhr werden wir abgeholt und zum Flughafen gefahren. So enden unsere 10 Tage im Paradies Fidschi, aber uns erwarten nun drei Wochen in Neuseeland.

Abschließende Gedanken zu meinem Aufenthalt

auf den Fidschi Inseln

Ich bin so froh, dass wir auf den Fidschi Inseln unterwegs waren. Mit Awesome Fiji ist der Transport dort sehr einfach und unkompliziert. So gern hätte ich dort noch mehr Zeit verbracht, aber ich hoffe sehr ein Tages bekomme ich noch einmal die Gelegenheit für eine Reise in dieses entfernte Paradies. Hier habe ich gelernt ohne Strom und Internet auszukommen. Auf den Inseln habe ich die glücklichsten Menschen erlebt und ich bin nun auch einfach glücklicher. Ich schätze die Dinge im Leben die ich habe und bin nicht traurig darüber was ich nicht habe. Besitz und Materielles sind so überbewertet und wirklich ein Problem der westlichen Gesellschaft. Ich versuche mir dieses „Fidschiglück“ ein Stück im Alltag zu bewahren.

Fidschi Inseln

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