Mandys Abenteuerwelt

Schwimmen mit Walhaien in Oslob– ein großer Fehler!

In Oslob wird das Schnorcheln mit Walhaien angeboten. Das Schwimmen mit einem Walhai steht ja bei vielen auf der Bucketliste. So war es auch bei mir. Auf den Philippinen ergabt sich dann eine Gelegenheit für mich, jedoch bin ich darauf nicht stolz! Im Gegenteil, ich bereue es doch sehr es dort getan zu haben.

Philippinen

schnorcheln mit Walhaien – Touristenattraktion schlechthin

Auf der Insel Panglao wurde diese Tour für relativ wenig Geld angeboten. Mit einem Boot wurden wir zur Cebu Insel gefahren, angelegt wurde in der Nähe von Oslob. Mit einem Tricycle wurden wir dann zum Walhai-Center gefahren. Der Anblick der sich mir dort bot war doch sehr beängstigend: Touristen über Touristen. Mit einem entspannten Naturerlebnis hatte das hier gar nichts zu tun.Philippinen

Die vielen Boote im Wasser und die vielen schnorchel-freudigen Besucher wirkten doch sehr abschreckend auf mich. Da wir nun aber schon da waren, sollte es auch für uns ins Wasser gehen, um die Giganten zu sehen.

Es gab eine offizielle Einweisung, erst danach durfte man sich ein Ticket kaufen. Zumindest bemühten sich die Organisatoren darum, Wissen zu vermitteln und somit die Walhaie zu schützen, jedoch gab es kein konsequentes Konzept um Sicherzustellen das auch alle an dieser Informationseinweisung teilnehmen. Besucher die gegen dies Guidelines verstoßen, wurden auch nicht bestraft!

Die Regeln: keine Sonnencreme auf der Haut tragen, die Tiere nicht anfassen und nicht auf 4 Metern nähern. Der letzte Punkt ist unmöglich einzuhalten, da die Boote sehr nah ran fahren.

Das Erlebnis – schwimmen mit Walhaien

Anhand der Nummern auf dem Tickets wurden wir dann zu unserem Schnorchel-Erlebnis aufgerufen. Da westlich aussehende Touristen einen höheren Preis zahlen, wurden diese offensichtlich bevorzugt. Mein Freund und ich bekamen sogar ein privates Boot. Schnell wurden wir etwas raus gepaddelt und sollten dann auch ganz schnell in das Wasser springen. Hier gilt das Motto Zeit ist Geld.Walhai

In regelmäßigen Abständen sind die Giganten an uns vorbei geschwommen, immer den Booten hinterher, die kontinuierlich Futter verstreuten. So konnten wir diese Giganten sehr nahe sehen und beobachten. Natürlich war dies ein besonderer Moment ihnen so nahe zu sein.

Warum Du in Oslob nicht mit den Walhaien schwimmen solltest!

Hier 5 gute Gründe:

1# Wie schon erwähnt, gibt es eine Einweisung zum Verhalten mit Walhaien. Jedoch folgen sehr viele Besucher diese Richtlinien nicht und sie werden dafür hier auch nicht bestraft. Walhaie sind eine geschützte Tierart in den Philippinen und es ist illegal sie zu belästigen.

2# Durch die Fütterung von Booten, assoziieren die Giganten die Boote und Menschen mit Futter. Anstatt Booten auszuweichen, nähern sie sich nun Booten und können Verletzungen von Motoren davontragen.

3# Die Walhaie migrieren nicht mehr. Normalerweise folgen sie dem Plankton ihrer Hauptnahrungsquelle. Dabei legen sie normalerweise sehr große Distanzen zurück, da es in den verschiedene Gewässern verschiedene Arten von Plankton gibt. Wenn sie nun für lange Zeit in Oslob bleiben, wird dies auf lange Sicht auch wahrscheinlich die Fortpflanzung der Tiere beeinflussen. Über die Fortpflanzung der Giganten ist nur wenig bekannt, fest steht aber das weniger Migration einen negativen Einfluss ausübt.

4# Durch das Verweilen in und um Oslob erfahren die Walhaie nur eine einseitige Ernährung, da in dieser Region nur eine bestimmte Form von Plankton vorhanden ist. Wie bei Menschen ist eine einseitige Ernährung nicht gut für die körperliche Verfassung.

5# Es gibt durchaus die Möglichkeit diese Giganten in der richtigen Wildnis zu sehen. Ich habe zum Beispiel einen Walhai überraschenderweise vor der Küste von Anda gesehen.Oslob Walhai

mein Fazit

Für mich persönlich denke ich einfach, dass ich hier einen großen Fehler gemacht habe. Ich hätte mich vorab einfach besser informieren sollen. Mit diesem Beitrag hoffe ich, dass nun andere Abenteurer nicht in Oslob mit Walhaien schwimmen, sondern sich nun nach Alternativen umschauen. In den Philippinen kann man zum Beispiel in Donsol mit den Giganten schwimmen. Auf dem Blog Geh mal Reisen berichten Ania und Daniel von Ihrer Erfahrung in Donsol.

Warst Du selbst schon in Oslob und hast Deine Erfahrung dort gesammelt? Oder denkst Du darüber nach dort hinzufahren oder wirst Du nun einen Bogen um Oslob machen? Ich freue mich auf Dein Kommentar.

Lese mehr über die Philippinen, z.B. über Panglao Island oder Bohol Island auf meinem Blog.

14 Kommentare

  • Hallo Mandy,

    ich kann dir da nur voll und ganz zustimmen! Als ich vor einem Jahr auf den Philippinen war, wollte ich auch unbedingt Walhaie sehen. Da ich aber das Anfüttern nicht unterstützen wollte und Donsol zeitlich nicht mehr reingepasst hat, habe ich darauf verzichtet. Zwar schade, aber das Wohl der Tiere sollte immer vorgehen. Vielleicht habe ich auch mal so viel Glück wie du und sehe einen durch Zufall. Hier in Panama kann man an der Pazifikküste mit viel Glück auch welche sichten 😉

    Liebe Grüße aus Panama Marie

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    • Mandy Mill

      Hallo Marie. Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Ich bin mir sicher Du wirst auch noch einen sehen. Ich drücke Dir die Daumen!

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  • honigperle

    Sehr interessanter Beitrag! Danke

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  • Ach du je. Aber ähnliche Situationen nur nicht so krass erlebe ich auch oft auf meiner Reise. Leider sind wir auch so fasziniert von den Tieren und berücksichtigen nicht deren Umwelt.

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    • Mandy Mill

      Hmmm, ja ist doch ein allgegenwärtige Thema überall und wir als Reisende müssen uns dem einfach bewusster werden und die Natur nur beobachten und nicht beeinflussen.

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  • Ich war auch da und wusste vorher nicht wie die Nummer abläuft. Ätzend! In Thailand habe ich diese Tiere beim Tauchen in freier Wildbahn erleben dürfen, mehrfach. Viel besser. In Oslob wars nur teuer und fade.

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    • Mandy Mill

      Hi Felix. Ja es gibt eben die Möglichkeit sie wirklich in der wahren Wildnis zu sehen, daher ist die Anfütterung und der Massentourismus einfach nur falsch in Oslob. Danke fürs vorbeischauen 😉

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  • Liebe Mandy,
    Danke für diesen kritischen Bericht. Ich halte es für sehr wichtig, vor allem auch für Reisende, sich immer wieder über die Konsequenzen von unserem Handeln bewusst zu werden. Und wenn es für die Tiere, die uns doch eigentlich so faszinieren, schlecht ist sollten wir um derentwillen auch auf für uns Menschen einmalige Erlebnisse verzichten. Deshalb haben mein Freund und ich auch in Mexiko auf das Schnorcheln mit Walhaien verzichtet, nachdem mehrere Erfahrungsberichte ebenso negativ waren wie Deiner von den Philippinen…wir hoffen auf die freie Wildbahn, nachdem wir beim Tauchen in Honduras schon einmal Glück hatten und für einen kurzen Moment einen Walhai sahen.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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    • Mandy Mill

      Vielen Dank Sabine für Deine wahren Worte! In der freien Natur ist es überraschend und dann gleich doppelt so schön. Liebe Grüße, Mandy

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  • Toll, dass du darüber ehrlich berichtest und aufklärst. Also Urlauber ist es manchmal sehr schwer einzuschätzen, wie es vor Ort ist. Wenn man weiß wie es ist, ist es aber dann zu spät und man hat es schon mit dem eigenen Geld unterstützt. Auf meinen Reisen versuchte ich immer Tierquälerei zu umgehen und zertifizierte Camps und ähnliches zu besuchen. Aber immer geht das halt auch nicht. Dann ist es wichtig, dass man darüber berichtet. Ich finde es traurig, dass viele Touris sich nicht um das Wohl der Tiere kümmern.
    Liebe Grüße, Dorie
    http://www.thedorie.com

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    • Mandy Mill

      Liebe Dori, lieben Dank für Deine Worte. Ja, ich finde es auch sehr wichtig darüber zu berichten und eventuell andere Touristen und Urlauber zum Nachdenken anzuregen. Ich hoffe seh, dass mein Bericht ein paar Menschen erreicht, die nun auf dieses Erlebnis zum Wohle der Tiere verzichten. Beste Grüße, Mandy

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