Du möchtest Bordeaux an einem Tag erkunden? Das klappt erstaunlich gut, denn viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich bequem zu Fuß entdecken. Selbst die etwas außerhalb gelegene Cité du Vin kannst du gut in deinen Tagesplan integrieren.
In diesem Beitrag zeige ich dir meine Route für einen Tag in Bordeaux mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, einem realistischen Zeitplan und praktischen Tipps. So kannst du möglichst viel sehen, ohne den ganzen Tag nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen.

Inhaltsübersicht
Bordeaux an einem Tag: Für Eilige
Meine Empfehlung: Starte morgens mit der Cité du Vin und erkunde anschließend die Altstadt zu Fuß. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum reichen etwa 5 bis 6 Stunden.
Diese Highlights würde ich nicht auslassen: Cité du Vin, Kathedrale Saint-André, Pey-Berland-Turm, Grosse Cloche, Porte Cailhau sowie Place de la Bourse mit Miroir d’Eau.
Beste Gegend für eine Übernachtung: Wenn du nur wenig Zeit hast, übernachte möglichst zentral in der Altstadt. So kannst du morgens direkt mit dem Sightseeing starten und sparst unnötige Wege.
Mein Tipp: Gerade bei nur einem Tag würde ich das Ticket für die Cité du Vin vorab buchen. So steht dein wichtigster Programmpunkt fest und du kannst den restlichen Tag flexibel gestalten.
Reicht ein Tag in Bordeaux aus?
Ja, ein Tag in Bordeaux reicht aus, um einen guten ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen und viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Vor allem die historische Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden.
Wenn du etwas mehr Zeit hast, empfehle ich dir allerdings mindestens 2 Tage in Bordeaux. Dann kannst du die Stadt entspannter entdecken, weitere Museen besuchen und dir zwischendurch auch einfach Zeit für ein Café oder ein Glas Wein nehmen.
Mit 3 Tagen lohnt sich zusätzlich ein Tagesausflug in die Umgebung. Besonders schön ist Saint-Émilion mit seinen Weinbergen und Weingütern. Eine ganz andere Seite der Region lernst du bei einem Ausflug zur Dune du Pilat an der Bucht von Arcachon kennen.
Kurz gesagt: 1 Tag reicht für die Highlights, 2 Tage sind entspannter und ab 3 Tagen kannst du Bordeaux gut mit einem Ausflug in die Region verbinden.
Beste Reisezeit für Bordeaux
Für einen Städtetrip nach Bordeaux sind Frühling und Herbst besonders angenehm. Die Temperaturen eignen sich dann meist gut für Sightseeing und lange Spaziergänge durch die Stadt.
Wenn du deinen Besuch mit einem Ausflug in die Weinregion verbinden möchtest, ist der Herbst besonders interessant. Die Weinlese beginnt in Bordeaux traditionell im September, kann je nach Wetter und Rebsorte aber auch früher starten oder bis in den Oktober reichen.
Auch im Sommer lässt sich Bordeaux gut erkunden. An heißen Tagen würde ich Besichtigungen allerdings möglichst auf den Vormittag und späteren Nachmittag legen. Schließlich besteht ein Tag in Bordeaux ohnehin größtenteils aus Laufen.

Anreise nach Bordeaux mit dem Zug
Der Hauptbahnhof Bordeaux Saint-Jean liegt etwa 3,5 km vom historischen Zentrum entfernt. Bordeaux ist von vielen französischen Städten gut mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen erreichbar.
Vom Bahnhof Bordeaux ins Stadtzentrum
Vom Bahnhof Gare Saint-Jean kommst du unkompliziert mit der Straßenbahn ins Zentrum. Die Tramhaltestelle befindet sich direkt vor dem Bahnhof. Fahrkarten kannst du am Automaten an den Haltestellen oder über die TBM App kaufen.
Eine Einzelfahrt kostet aktuell 1,90 Euro und gilt eine Stunde lang inklusive Umstiegen. Denke daran, dein Ticket bei jeder Fahrt zu entwerten, auch wenn du umsteigst.
Alternativ kannst du vom Bahnhof zu Fuß in die Innenstadt gehen. Je nach Ziel solltest du dafür etwa 30 bis 40 Minuten einplanen.
Vom Bahnhof Bordeaux ins Stadtzentrum
Vom Bahnhof Gare Saint-Jean ins Stadtzentrum von Bordeaux zu gelangen, ist ganz einfach. Nehme die Straßenbahn Richtung Stadtzentrum. Die Straßenbahnhaltestelle befindet sich vor dem Bahnhof und es gibt einen Fahrkartenautomaten, an dem du Einzel-, Mehrfahrten- sowie Tageskarten kaufen kannst. Eine Einzelfahrkarte kostet 1,80 Euro.
Alternativ kannst du auch zu Fuß gehen, wenn deine Unterkunft nicht allzu weit vom Bahnhof entfernt ist. Der Fußweg in die Innenstadt dauert allerdings etwa 40 Minuten.

Anreise nach Bordeaux mit dem Flugzeug
Der internationale Flughafen Bordeaux-Mérignac liegt westlich der Stadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut an das Zentrum angebunden.
Vom Flughafen Bordeaux ins Stadtzentrum
Die günstigste und für mich unkomplizierteste Möglichkeit ist die Tram. Die Linie F fährt direkt vom Flughafen über das Zentrum von Bordeaux bis zum Bahnhof Saint-Jean. Bis zur Haltestelle Hôtel de Ville im Zentrum dauert die Fahrt etwa 35 Minuten.
Eine Einzelfahrt kostet aktuell 1,90 Euro. Tickets bekommst du am Automaten an der Tramhaltestelle oder über die TBM App.
Möchtest du direkt zum Bahnhof Saint-Jean, kannst du alternativ den 30’Direct Shuttle nutzen. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten.
Mit viel Gepäck oder bei einer späten Ankunft ist natürlich auch ein Taxi bequem, da du damit direkt zu deiner Unterkunft fahren kannst.
Kann man Bordeaux zu Fuß erkunden?
Ja, Bordeaux lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Besonders praktisch für einen kurzen Städtetrip: Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt liegen nah beieinander. Kathedrale Saint-André, Pey-Berland-Turm, Grosse Cloche, Porte Cailhau und Place de la Bourse kannst du problemlos zu einer schönen Route verbinden.
Nur für Sehenswürdigkeiten außerhalb des historischen Zentrums lohnt sich die Tram. Zur Cité du Vin kannst du zwar ebenfalls laufen, vom Zentrum bist du zu Fuß aber etwa 40 Minuten unterwegs. Bei nur einem Tag in Bordeaux würde ich diese Zeit lieber fürs Sightseeing nutzen und die Tram nehmen.
Bordeaux lässt sich außerdem gut mit dem Fahrrad erkunden. Wenn du gerne radelst, ist das eine praktische Alternative für längere Strecken.

Tagesplanung für Bordeaux an einem Tag
Mit einer guten Route kannst du an einem Tag erstaunlich viel von Bordeaux sehen. Ich empfehle dir, morgens mit der etwas außerhalb gelegenen Cité du Vin zu starten und anschließend mit der Tram ins historische Zentrum zu fahren. Dort liegen die meisten Sehenswürdigkeiten so nah beieinander, dass du den Rest des Tages größtenteils zu Fuß unterwegs sein kannst.
Mein Tagesplan geht davon aus, dass du bereits gefrühstückt hast. Alternativ kannst du vor oder nach dem Museumsbesuch in den Halles de Bacalan direkt gegenüber etwas essen. Beachte allerdings, dass die Markthalle montags geschlossen ist.
Wenn du den Pey-Berland-Turm besteigen möchtest, reserviere dein Zeitfenster unbedingt vorab. Rund um diese feste Uhrzeit kannst du den restlichen Tagesplan relativ flexibel gestalten.
Meine Route für einen Tag in Bordeaux
- 10 Uhr: Cité du Vin*, alternativ Bassins des Lumières*
- ca. 12.30 bis 13 Uhr: Mittagessen in den Halles de Bacalan
- ca. 14 Uhr: Tram Richtung Zentrum
- 14.20 Uhr: Place des Quinconces und Monument aux Girondins
- optional: kurzer Abstecher in den Jardin Public
- 15 Uhr: Rue Sainte-Catherine
- 16 Uhr: Kathedrale Saint-André
- anschließend: Pey-Berland-Turm mit vorab reserviertem Zeitfenster
- 17.15 Uhr: Grosse Cloche
- 18 Uhr: Porte Cailhau
- 18.30 Uhr: Place de la Bourse und Miroir d’Eau
- abends: Dinnerfahrt auf der Garonne oder Abendessen in der Altstadt
Mein Tipp: Sieh die Uhrzeiten ab dem Nachmittag eher als Orientierung. Wenn du genauso oft zum Fotografieren stehen bleibst wie ich, plane etwas Puffer ein. Bordeaux lässt sich schließlich besser genießen, wenn du nicht ständig auf die Uhr schauen musst.
Cité du Vin
Wenn du dich für Wein interessierst, gehört die Cité du Vin für mich zu den spannendsten Sehenswürdigkeiten in Bordeaux. Schon das außergewöhnliche Gebäude fällt am Ufer der Garonne sofort auf. Mit der Tram erreichst du das Weinmuseum schnell aus dem Zentrum.
Die interaktive Dauerausstellung beschäftigt sich mit Wein aus aller Welt. Du erfährst mehr über Weinbau, Rebsorten, Herstellung und die kulturelle Bedeutung des Weins. Plane dafür etwa 2 bis 3 Stunden ein.
Ein Highlight ist das Belvédère auf der 8. Etage. Von hier hast du einen schönen Panoramablick über Bordeaux und kannst zum Abschluss ein Glas Wein probieren.

Praktische Infos zur Cité du Vin:
- Eintritt 2026: 23 Euro für Erwachsene
- Kinder von 6 bis 17 Jahren: 9 Euro, Kinder unter 6 Jahren kostenlos
- Die Verkostung im Belvédère ist im regulären Ticket enthalten.
- Plane etwa 2 bis 3 Stunden für deinen Besuch ein.
- Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Jahreszeit. Prüfe sie deshalb vor deinem Besuch noch einmal auf der offiziellen Webseite.
Mein Tipp: Bei nur einem Tag in Bordeaux würde ich dein Ticket vorab buchen. So kannst du morgens direkt mit der Besichtigung starten und verlierst keine Zeit mit der Organisation vor Ort.
Du möchtest vorab genauer wissen, was dich erwartet? In meinem Beitrag Cité du Vin in Bordeaux: Lohnt es sich? Tipps und Infos findest du meine ausführlichen Tipps für deinen Besuch.
Alternative: Wenn Wein so gar nicht dein Thema ist, kannst du stattdessen die Bassins des Lumières* besuchen. Die immersiven Kunstausstellungen befinden sich in einem ehemaligen U-Boot-Bunker und sind eine spannende Alternative zur Cité du Vin.
Mittagessen in den Halles de Bacalan
Direkt gegenüber der Cité du Vin liegen die Halles de Bacalan. Die überdachte Markthalle ist für diese Route besonders praktisch, da du nach dem Museumsbesuch direkt hier zu Mittag essen kannst. An den verschiedenen Ständen findest du eine gute Auswahl an Gerichten und natürlich kannst du dazu auch ein Glas Wein probieren.
Plane für deine Mittagspause etwa 45 bis 60 Minuten ein, bevor du mit der Tram weiter ins Zentrum fährst.
Gut zu wissen: Montags sind die Halles de Bacalan geschlossen. Wenn du Bordeaux an einem Montag besuchst, plane deine Mittagspause deshalb besser erst im Zentrum ein.
Place des Quinconces
Fahre mit der Tram bis zur Haltestelle Quinconces. Auf dem weitläufigen Place des Quinconces steht das imposante Monument aux Girondins mit seinen Brunnen und Skulpturen. Es erinnert an die Girondisten, die während der Französischen Revolution verfolgt und hingerichtet wurden.
Von hier kannst du direkt zu Fuß in Richtung Altstadt weitergehen. Wenn du etwas Zeit übrig hast und zwischendurch eine Pause im Grünen brauchst, lohnt sich ein kurzer Abstecher in den nahe gelegenen Jardin Public.
Für einen Tag in Bordeaux würde ich den Park allerdings nur einplanen, wenn du gut in der Zeit liegst. Die nächsten Sehenswürdigkeiten auf der Route würde ich persönlich höher priorisieren.

Rue Sainte-Catherine
Auf dem Weg zur Kathedrale Saint-André kommst du durch die Rue Sainte-Catherine, eine rund 1,2 Kilometer lange Fußgängerzone mitten im Zentrum von Bordeaux. Hier findest du zahlreiche Geschäfte, von bekannten internationalen Marken bis zu kleineren Läden in den angrenzenden Straßen.
Für meinen Tagesplan würde ich hier keinen langen Shoppingstopp einplanen. Schlendere einfach ein Stück durch die Straße und biege anschließend in Richtung Kathedrale ab. Wenn du gerne ausgiebig shoppen gehst, brauchst du dafür definitiv mehr als einen Tag in Bordeaux.
Kathedrale Saint-André
Von der Rue Sainte-Catherine sind es nur wenige Minuten bis zur Kathedrale Saint-André am Place Pey-Berland. Die gotische Kathedrale gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eine der bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten in Bordeaux.
Eine interessante historische Verbindung gibt es zu Eleonore von Aquitanien: Sie heiratete hier im Jahr 1137 den späteren französischen König Ludwig VII. Mehrere Jahrhunderte später fand in der Kathedrale eine weitere königliche Hochzeit zwischen Anna von Österreich und Ludwig XIII. statt.
Für einen kurzen Blick ins Innere brauchst du nicht viel Zeit und kannst die Besichtigung deshalb gut in deine Tagesroute integrieren. Die Öffnungszeiten können sich aufgrund von Gottesdiensten und Veranstaltungen ändern. Prüfe sie am besten kurz vor deinem Besuch auf der offiziellen Webseite der Kathedrale.

Pey-Berland-Turm
Direkt neben der Kathedrale Saint-André steht der Pey-Berland-Turm, der freistehende Glockenturm der Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert. Wenn du noch etwas Energie hast, lohnt sich der Aufstieg: Nach 233 Stufen erwartet dich ein großartiger Panoramablick über die Dächer von Bordeaux.
Der Aufstieg ist allerdings nichts für einen spontanen Zwischenstopp. Die Besucherzahl ist begrenzt und du solltest dein Zeitfenster vorab reservieren. Gerade bei nur einem Tag in Bordeaux würde ich den Termin schon vor deiner Reise festlegen und den restlichen Tagesplan daran ausrichten.
Praktische Infos:
- Für den Aufstieg musst du 233 Stufen bewältigen.
- Der reguläre Eintritt kostet aktuell 9 Euro.
- Der Zugang erfolgt mit reserviertem Zeitfenster.
- Die Öffnungszeiten variieren im Jahresverlauf. Prüfe sie vor deinem Besuch auf der offiziellen Webseite.
Kleiner Tipp: Plane ein paar Minuten Puffer ein. 233 Stufen klingen auf dem Papier schließlich deutlich entspannter als während des Aufstiegs.
Grosse Cloche
Weiter geht es zur Grosse Cloche, einem der bekanntesten Wahrzeichen von Bordeaux. Der historische Glockenturm ist ein Überbleibsel der ehemaligen Stadtbefestigung und gehörte einst zu einem der wichtigsten Zugänge zur Stadt.
Die beeindruckende Glocke stammt aus dem Jahr 1775 und wiegt rund 7.750 kg. Sie läutet heute nur noch zu bestimmten Anlässen und am ersten Sonntag des Monats.
Für deinen Tagesplan reicht es meiner Meinung nach, die Grosse Cloche von außen anzusehen und anschließend durch die Rue Saint-James weiterzulaufen. Wenn du das Innere besichtigen möchtest, musst du dafür mehr Zeit einplanen: Die Besichtigung ist nur im Rahmen einer etwa 30-minütigen Führung zu ausgewählten Terminen und mit Reservierung möglich.
Mein Tipp: Bei nur einem Tag würde ich die Führung auslassen. Die Grosse Cloche ist auch von außen sehenswert und die gewonnene Zeit lieber für den weiteren Spaziergang durch die Altstadt nutzen.

Porte Cailhau
Von der Grosse Cloche schlenderst du durch die Altstadt weiter zur Porte Cailhau. Das imposante Stadttor stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und wurde zu Ehren von König Karl VIII. nach seinem Sieg in der Schlacht von Fornovo errichtet.
Schon von außen ist die Porte Cailhau sehenswert und ein schöner Fotostopp auf dem Weg zum Place de la Bourse. Wenn du noch genügend Zeit hast, kannst du das historische Stadttor auch von innen besichtigen und hinaufsteigen. Von oben blickst du über die Dächer der Altstadt, den Place du Palais und die Garonne.
Der reguläre Eintritt kostet aktuell 7 Euro. Die Öffnungstage und Zeiten ändern sich je nach Jahreszeit, daher würde ich sie vor deinem Besuch noch einmal prüfen. Der Eintritt ist im Bordeaux CityPass enthalten.
Mein Tipp: Bei nur einem Tag in Bordeaux würde ich spontan entscheiden, ob du hineingehst. Wenn du beim bisherigen Tagesplan schon etwas hinterherhängst, genieße lieber den Blick von außen und gehe direkt weiter zum Place de la Bourse.

Place de la Bourse und Miroir d’Eau
Vom Porte Cailhau sind es nur wenige Gehminuten bis zum Place de la Bourse, einem der bekanntesten Plätze und Wahrzeichen von Bordeaux. Die eleganten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert liegen direkt an der Garonne und gehören zum historischen Stadtgebiet, das als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet ist.
Direkt gegenüber befindet sich der Miroir d’Eau. Der große Wasserspiegel reflektiert bei passenden Bedingungen die Fassaden des Place de la Bourse und ist eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt.
Allerdings sieht es in der Realität nicht immer so perfekt aus wie auf den Fotos. Gerade im Sommer nutzen viele Kinder den Wasserspiegel zum Planschen. Mit einer makellosen Spiegelung ist es dann manchmal vorbei, dafür gibt es reichlich echtes Bordeaux Leben zu sehen.
Gut zu wissen: Der Miroir d’Eau ist nicht das ganze Jahr in Betrieb. 2026 läuft die Anlage von April bis Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr. Außerhalb dieser Monate kannst du den Place de la Bourse natürlich trotzdem besuchen.

Dinnerfahrt auf der Garonne
Nach einem langen Sightseeing Tag kannst du Bordeaux noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Eine schöne Möglichkeit ist eine Dinnerfahrt auf der Garonne. Während der zweistündigen Fahrt siehst du die beleuchteten Fassaden und Brücken vom Wasser aus und bekommst dazu ein 3-Gänge-Menü serviert.
Das Boarding beginnt aktuell um 20 Uhr, die Fahrt startet um 20.30 Uhr. Damit passt die Dinnerfahrt gut ans Ende meiner Tagesroute. Reservieren solltest du allerdings unbedingt im Voraus.
Wenn dir ein komplettes Dinner nach dem Sightseeing zu viel ist, ist eine Aperitif-Bootsfahrt eine entspanntere Alternative. Anschließend kannst du den Abend ganz flexibel in einem Restaurant in der Altstadt ausklingen lassen.
Restaurants in Bordeaux
Wenn du keine Dinnerfahrt gebucht hast, kannst du den Tag gemütlich in einem Restaurant in der Altstadt ausklingen lassen. Bordeaux ist natürlich für seinen Wein bekannt, aber auch kulinarisch lohnt es sich, etwas Zeit für den Abend einzuplanen.
Einige Restaurants sind sehr beliebt. Wenn du unbedingt in einem bestimmten Restaurant essen möchtest, würde ich deshalb vorab einen Tisch reservieren.
Meine Restauranttipps für Bordeaux:
- Le Loup: Eine gute Wahl, wenn du moderne französische Küche in entspannter Atmosphäre suchst. Das Restaurant liegt nur wenige Meter vom Place Pey-Berland und der Rue Sainte-Catherine entfernt.
- Brasserie Bordelaise: Hier bekommst du klassische Küche aus Bordeaux und dem Südwesten Frankreichs. Durch die zentrale Lage eignet sich die Brasserie besonders gut nach einem langen Sightseeing Tag.
- L’Entrecôte: Eine Bordeaux Institution für alle, die es unkompliziert mögen. Bekannt ist das Restaurant vor allem für Steak mit Pommes und seiner Sauce.
Mein Tipp: Nach einem vollen Tag mit Sightseeing würde ich ein Restaurant im Zentrum wählen. So musst du am Abend keine zusätzlichen Wege mehr einplanen und kannst Bordeaux ganz entspannt bei einem guten Essen und einem Glas Wein ausklingen lassen.
2 oder 3 Tage in Bordeaux?
Wenn du 2 oder 3 Tage in Bordeaux bleibst und mehrere Museen und Sehenswürdigkeiten besuchen möchtest, kann sich der Bordeaux CityPass lohnen. Neben den öffentlichen Verkehrsmitteln sind unter anderem die Cité du Vin, die Bassins des Lumières, zahlreiche Museen und Monumente sowie eine Stadttour enthalten.
Aktuell kostet der CityPass 48 Euro für 48 Stunden und 56 Euro für 72 Stunden.
Ob sich der Pass für dich rechnet, hängt allerdings von deinem Programm ab. Wenn du hauptsächlich durch die Altstadt schlendern und kostenlose Sehenswürdigkeiten ansehen möchtest, brauchst du ihn wahrscheinlich nicht. Planst du dagegen mehrere kostenpflichtige Attraktionen, kann der Pass schnell interessant werden.
Mein Tipp: Überlege vorher, welche Sehenswürdigkeiten du wirklich besuchen möchtest, und rechne die einzelnen Eintrittspreise kurz zusammen. Ein CityPass spart schließlich nur dann Geld, wenn du die enthaltenen Leistungen auch nutzt.
Hast du einen dritten Tag zur Verfügung, würde ich außerdem einen Ausflug nach Saint-Émilion in Betracht ziehen. In meinem Beitrag Tagesausflug nach Saint-Émilion findest du alle Tipps für die Planung.
Eine ganz andere Seite der Region lernst du bei einem Ausflug zur Dune du Pilat an der Bucht von Arcachon kennen.
Wo in Bordeaux übernachten?
Wenn du nur einen Tag in Bordeaux hast, würde ich möglichst zentral übernachten. Ideal ist eine Unterkunft in oder direkt an der historischen Altstadt. So kannst du viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen und verlierst morgens keine wertvolle Zeit mit langen Wegen.
Diese drei Unterkünfte eignen sich für unterschiedliche Budgets:
- Apartment: Studios Bordeaux Traditions* Die Apartments liegen zentral und sind praktisch, wenn du etwas mehr Platz möchtest oder dich teilweise selbst versorgen willst.
- Mittelklasse: Hôtel Madame* Das kleine Hotel liegt sehr zentral zwischen Place Gambetta und Cours de l’Intendance. Von hier kannst du viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Eine schöne Wahl, wenn du ein persönlicheres Hotel mit zentraler Lage suchst.
- Luxus: InterContinental Bordeaux Le Grand Hôtel* Wenn du dir etwas Besonderes gönnen möchtest, ist dieses Hotel direkt am Place de la Comédie eine ausgezeichnete Adresse. Nach einem langen Sightseeing Tag kannst du dich im Spa entspannen oder den Abend mitten im Zentrum ausklingen lassen.
Mein Tipp: Bei einem so kurzen Aufenthalt würde ich lieber etwas mehr für eine gute Lage bezahlen, als morgens und abends viel Zeit mit der Fahrt zur Unterkunft zu verlieren.
Du bist noch unsicher, welches Viertel am besten zu deiner Reise passt? In meinem Beitrag Wo in Bordeaux übernachten? Die besten 6 Viertel findest du meine ausführliche Übersicht.

Bordeaux an einem Tag
Ein Tag in Bordeaux ist zwar knapp, reicht aber aus, um viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Mit der Cité du Vin am Vormittag und einem Spaziergang durch die Altstadt am Nachmittag bekommst du einen richtig guten ersten Eindruck von der Stadt.
Besonders gut gefällt mir an Bordeaux, dass du im historischen Zentrum viele Highlights zu Fuß miteinander verbinden kannst. So bleibt trotz des vollen Tagesplans auch etwas Zeit, einfach durch die Straßen zu schlendern, einen Kaffee zu trinken oder spontan etwas länger an einem schönen Platz zu bleiben.
Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich trotzdem mindestens eine weitere Nacht einplanen. Mit 2 Tagen wird der Städtetrip deutlich entspannter und ab 3 Tagen lohnt sich zusätzlich ein Ausflug nach Saint-Émilion oder in die Umgebung.

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FAQ zu Bordeaux an einem Tag
Wenn du nur einen Tag in Bordeaux hast, würde ich die Cité du Vin, die Kathedrale Saint-André mit dem Pey-Berland-Turm, die Grosse Cloche, Porte Cailhau und den Place de la Bourse mit Miroir d’Eau einplanen. Die meisten dieser Sehenswürdigkeiten kannst du bequem zu Fuß miteinander verbinden.
Das historische Zentrum von Bordeaux lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Für die Cité du Vin würde ich bei einem kurzen Aufenthalt allerdings die Tram nehmen, damit du mehr Zeit für die eigentlichen Sehenswürdigkeiten hast.
Ja, Bordeaux lohnt sich auch für einen Tagesausflug. An einem Tag bekommst du einen guten ersten Eindruck von der Altstadt und kannst viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen. Wenn du zusätzlich Museen besuchen, ausgiebig essen gehen oder einen Ausflug in die Weinregion unternehmen möchtest, würde ich mindestens 2 bis 3 Tage einplanen.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum solltest du etwa 5 bis 6 Stunden einplanen. Möchtest du zusätzlich die Cité du Vin besuchen, würde ich einen kompletten Tag für Bordeaux vorsehen.
Viele Highlights kannst du kostenlos von außen besichtigen, darunter Place de la Bourse, Miroir d’Eau, Grosse Cloche und Porte Cailhau. Auch ein Spaziergang durch die historische Altstadt kostet natürlich nichts. Für Aussichtspunkte wie den Pey-Berland-Turm sowie Museen wie die Cité du Vin benötigst du dagegen ein Ticket.
Bordeaux Reise weiter planen
Du möchtest noch mehr von Bordeaux und der Umgebung entdecken? Diese Beiträge helfen dir bei der weiteren Reiseplanung:
Cité du Vin in Bordeaux: Lohnt es sich?
Meine Tipps, Erfahrungen und praktischen Infos für deinen Besuch im Weinmuseum.
Wo in Bordeaux übernachten? Die besten 6 Viertel
Welche Gegend passt zu deiner Reise? Hier findest du die besten Viertel mit ihren Vor- und Nachteilen.
Tagesausflug nach Saint-Émilion
Wenn du einen zusätzlichen Tag hast, lohnt sich ein Ausflug in die berühmte Weinregion vor den Toren von Bordeaux.
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