Das Magicum Berlin wollten meine damals 9-jährige Tochter und ich an einem verregneten Tag genauer unter die Lupe nehmen. Sie spielte zu dieser Zeit sehr gerne mit ihrem Zauberkasten und so hofften wir auf einen unterhaltsamen Ausflug mit ein paar neuen Zaubertricks für zu Hause.
Besonders gut gefallen hat uns die kleine Zaubershow zum Mitmachen. Das eigentliche Museum dreht sich dagegen weniger um klassische Zauberkunst, als wir vorher erwartet hatten. Stattdessen geht es viel um Mystik, Aberglaube, Astrologie und Symbolik. Ob sich der Besuch trotzdem lohnt und für welches Alter ich das Magicum empfehlen würde, erfährst du in meinem Erfahrungsbericht.

Für Eilige: Meine Magicum Berlin Bewertung
- Lohnt es sich? Ja, wenn du dich für Mystik, Aberglaube und ungewöhnliche Mitmachstationen interessierst. Wer hauptsächlich klassische Zauberkunst erwartet, könnte dagegen etwas enttäuscht sein.
- Mit Kindern: Meiner Erfahrung nach würde ich das Museum eher ab etwa 10 Jahren empfehlen.
- Mein Highlight: Ganz klar die Zaubershow zum Mitmachen. Wenn sie bei deinem Besuch angeboten wird, würde ich sie dazubuchen.
- Zeit einplanen: Wir waren inklusive Zaubershow etwa 2 Stunden im Magicum.
- Lage: Das Museum liegt zentral in Berlin Mitte, nur wenige Gehminuten vom Monbijouplatz entfernt.
- Tickets: Aktuelle Eintrittspreise und Informationen findest du direkt auf der offiziellen Webseite des Magicums.
Inhaltsübersicht
Anreise und praktische Infos zum Magicum Berlin
Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Magicum gefahren und am Monbijouplatz ausgestiegen. Von hier sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Museum. Durch die zentrale Lage in Berlin Mitte lässt sich der Besuch auch gut mit weiteren Sehenswürdigkeiten rund um den Hackeschen Markt verbinden.
Das Wichtigste für deinen Besuch:
- Adresse: Magicum Berlin Magic Museum, Große Hamburger Straße 17, 10115 Berlin Mitte
- Eintritt: 16 Euro für Erwachsene, 14 Euro ermäßigt, 12 Euro für Kinder von 4 bis 18 Jahren
- Kinder unter 4 Jahren: Eintritt frei
- Zaubershow: 6 Euro für Erwachsene, 5 Euro ermäßigt und für Kinder von 4 bis 18 Jahren
- Öffnungszeiten: Sonntag bis Freitag 11 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 19 Uhr
- Tickets: Online oder direkt vor Ort erhältlich. Eine Online Reservierung ist nicht erforderlich.
- Barrierefreiheit: Das Magicum ist nicht vollständig barrierefrei. Wenn du auf einen barrierefreien Zugang angewiesen bist, solltest du dich vor deinem Besuch direkt beim Museum informieren.
Da sich Preise und Öffnungszeiten ändern können, würde ich sie vor deinem Besuch noch einmal auf der offiziellen Webseite des Magicums prüfen.
Der Rundgang durch das Magicum beginnt
Am Eingang öffnet uns ein mit Zylinder und Fliege gekleideter Zauberer die Tür und weiht uns erst einmal in die Geheimnisse des Museums ein. Unsere erste Aufgabe wartet direkt an der Glücksschale. Durch sanfte Reibung an den Griffen sollen wir das Wasser darin zum Sprudeln bringen.
Bei uns passiert allerdings erst einmal gar nichts. Die Erklärung des Zauberers: Wir befinden uns gerade nicht in innerer Harmonie. Na gut, vielleicht sind wir einfach noch zu gespannt darauf, was uns im Magicum erwartet.
Also folgen wir unserem Handzettel weiter durch die insgesamt 15 Stationen des Museums.

Sternzeichen und Orakel
Als Nächstes erkunden wir die Mysterien unserer Sternzeichen. Das Kosmogramm und die chinesischen Tierkreiszeichen verraten uns, dass unsere Persönlichkeiten von Zuverlässigkeit und Harmonie geprägt sind.
Schon merkwürdig. Gerade eben hat es mit unserer inneren Harmonie an der Glücksschale doch noch nicht so richtig funktioniert.
Anschließend ziehen wir Orakelkarten, die uns für diesen Tag Freiheit und den richtigen Weg prophezeien. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt uns allerdings nicht, denn schon spricht uns der Zauberer an und holt uns zur Zaubershow ab.
Zaubershow im Magicum Berlin
Endlich kommt der Teil, auf den wir uns am meisten gefreut haben: die Zaubershow. Jeder von uns bekommt einen Platz zugewiesen und erfreut stellen wir fest, dass kleine Zauberutensilien auf den Tischen liegen. Da ist schnell klar: Mitmachen ist erwünscht.
Zunächst führt uns der Zauberer einige Karten- und Seiltricks vor. Dann sind wir selbst an der Reihe. Mit Bechern, Bällen und Gummibändern versuchen wir, seine Tricks nachzumachen. Mit viel Lachen finden wir heraus, wie drei davon funktionieren. Besonders schön fand ich, dass wir die Tricks später auch zu Hause mit wenigen Utensilien nachmachen konnten.
Nach etwa 20 Minuten ist die Zaubershow allerdings schon vorbei. Für uns hätte sie gerne noch etwas länger dauern dürfen.
Mein Tipp: Die Zaubershow war für uns das Highlight im Magicum. Wenn sie bei deinem Besuch angeboten wird, würde ich sie auf jeden Fall dazubuchen.

Von Kuriositäten bis zu Geschicklichkeitsspielen
Nach der Zaubershow betreten wir einen größeren Raum mit verschiedenen Geschicklichkeitsspielen. Hier lassen wir Pendel schwingen, versuchen schwierige Puzzle zu lösen und entziffern magische Symbole. Besonders gut gefällt mir, dass wir an vielen Stationen selbst etwas ausprobieren können.
In anderen Bereichen des Magicums gibt es dagegen deutlich mehr zu lesen. Meine damals 9-jährige Tochter konnte damit nicht ganz so viel anfangen. Für uns waren deshalb vor allem die interaktiven Stationen interessant.
Inhaltlich beschäftigt sich das Museum nicht nur mit Zauberei. Wir erfahren auch einiges über Symbolik, Aberglaube, Religion, Astrologie und Hexenverfolgung. Wenn du beim Begriff „Magic Museum“ hauptsächlich an Zaubertricks und klassische Zauberkunst denkst, solltest du das vor deinem Besuch wissen.

Harmonie an der großen chinesischen Glücksschale
Da uns die praktischen Stationen besonders gut gefallen, versuchen wir uns als Nächstes an der riesigen chinesischen Glücksschale. Sie ist ein vergrößertes Exemplar der Schale, an der wir uns schon im Eingangsbereich erfolglos versucht haben.
Jetzt wollen wir es aber wissen: Sind wir inzwischen in Harmonie oder nicht?
Und siehe da: Als wir an den Griffen der großen Schale reiben, beginnt sie laut zu vibrieren. Sogar in der kleineren Schale daneben sprudelt bei uns beiden plötzlich das Wasser.
Wir müssen schmunzeln. Offenbar haben wir unsere innere Harmonie im Laufe des Museumsbesuchs doch noch wiedergefunden.

Lohnt sich ein Besuch im Magicum Berlin?
Wir haben im Magicum Berlin inklusive Zaubershow etwa zwei schöne Stunden verbracht. Trotzdem fällt meine Bewertung etwas gemischt aus. Da ich selbst nicht abergläubisch bin, kamen mir einige Themen rund um Mystik, Astrologie und Aberglaube zunächst etwas befremdlich vor. Interessant war der Besuch für mich trotzdem.
Besonders gut gefallen haben uns die Mitmachstationen und natürlich die Zaubershow. Weniger angesprochen haben uns die Bereiche, in denen es hauptsächlich viel zu lesen gab. Gerade für meine damals 9-jährige Tochter waren die interaktiven Stationen deutlich spannender.
Für wen lohnt sich das Magicum Berlin?
Ich denke, dass sich das Magicum besonders lohnt, wenn du dich für Mystik, Symbolik, Astrologie und Aberglaube interessierst. Wenn du dagegen hauptsächlich klassische Zauberei und viele Zaubertricks erwartest, solltest du wissen, dass diese nur einen Teil des Museums ausmachen.
Mit Kindern würde ich das Magicum aufgrund unserer Erfahrung eher ab etwa 10 Jahren empfehlen. Natürlich hängt das auch davon ab, wie sehr sich dein Kind für die Themen interessiert und wie gerne es sich mit den Informationen in der Ausstellung beschäftigt.
Meine Bewertung des Magicums
Für uns war die Zaubershow ganz klar das Highlight. Ich hätte mir deshalb auch im restlichen Museum mehr Informationen über aktuelle Zauberkunst gewünscht.
Insgesamt war der Besuch für uns eine gute Erfahrung, einen zweiten Besuch würde ich persönlich aber nicht einplanen. Auch den Eintritt fand ich für das Gebotene eher hoch.
Wenn die Zaubershow bei deinem Besuch angeboten wird, würde ich sie dazubuchen. Gerade das gemeinsame Ausprobieren der Tricks hat uns besonders viel Spaß gemacht.

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