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Palazzo Vecchio in Florenz: Tipps, Tickets & Highlights

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Du überlegst, den Palazzo Vecchio in Florenz zu besichtigen? Der imposante Palast an der Piazza della Signoria gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und lohnt sich besonders, wenn du mehr über die Medici und die Geschichte von Florenz erfahren möchtest.

Mich haben vor allem die prächtigen Säle, die versteckten Details und die Geheimgänge überrascht. Von außen wirkt der Palazzo Vecchio schließlich eher wie eine mittelalterliche Festung. In diesem Beitrag zeige ich dir, was dich im Inneren erwartet, welche Highlights du nicht verpassen solltest und was du über Tickets, Öffnungszeiten und den Arnolfo Turm wissen musst.

Palazzo Vecchio
Palazzo Vecchio
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Palazzo Vecchio in Florenz: Für Eilige

Du möchtest vor allem wissen, ob sich der Palazzo Vecchio lohnt? Ja, besonders wenn du dich für die Medici, Renaissancekunst und die Geschichte von Florenz interessierst. Mein Highlight ist der beeindruckende Saal der Fünfhundert. Für die Besichtigung solltest du etwa 90 Minuten einplanen, mit dem Arnolfo Turm entsprechend mehr.

Meine Tipps für deinen Besuch:

  • Zeit einplanen: etwa 90 Minuten für den Palast
  • Nicht verpassen: Saal der Fünfhundert, Saal der Karten und die Medici Räume
  • Für den Ausblick: zusätzlich den Arnolfo Turm besuchen
  • Für Geschichtsfans: eine Führung durch die Geheimgänge buchen
  • Beste Lage: direkt an der Piazza della Signoria im historischen Zentrum von Florenz

Gerade wenn du Florenz in der Hauptsaison besuchst, würde ich dein Ticket vorab reservieren.

Lohnt sich der Palazzo Vecchio in Florenz?

Der Palazzo Vecchio liegt direkt an der Piazza della Signoria und wirkt von außen eher wie eine mittelalterliche Festung als wie ein prunkvoller Palast. Genau dieser Kontrast macht die Besichtigung für mich besonders interessant. Denn hinter den massiven Mauern erwarten dich reich verzierte Säle, Renaissancekunst und einige überraschende Details.

Der Palast wurde bereits 1299 als Sitz der Stadtregierung errichtet. Seine prächtigste Zeit begann jedoch, als die Medici im 16. Jahrhundert hier einzogen und ihn zu ihrer Residenz umbauen ließen. Noch heute ist der Palazzo Vecchio ein Symbol der politischen Geschichte von Florenz.

Besonders spannend sind die verborgenen Bereiche des Palastes. Hinter Gemälden und innerhalb der dicken Mauern befinden sich schmale Treppen und Geheimgänge, von denen einige nur im Rahmen einer speziellen Führung zugänglich sind.

Eine Besichtigung des Palazzo Vecchio lohnt sich für dich besonders, wenn du dich für die Medici, Renaissancekunst und die Geschichte von Florenz interessierst. Für mich gehört aber auch der Saal der Fünfhundert zu den Gründen, den Palast von innen zu sehen.

Tipp: Wenn dich die verborgenen Räume besonders interessieren, kannst du eine Führung durch die Geheimgänge buchen.* Dabei siehst du Bereiche des Palazzo Vecchio, die bei einem normalen Museumsbesuch nicht zugänglich sind.

Audienzsaal
Audienzsaal

Fakten zum Palazzo Vecchio

  • Der Bau des Palazzo Vecchio begann 1299. Ursprünglich wurde er als Sitz der Stadtregierung errichtet.
  • Zunächst war er als Palazzo dei Priori bekannt, später als Palazzo della Signoria.
  • 1540 verlegte Cosimo I. de’ Medici seine Residenz in den Palast und ließ die Innenräume prachtvoll umgestalten.
  • Nachdem der Medici Hof 1565 in den Palazzo Pitti umzog, erhielt die ehemalige Residenz schließlich den Namen Palazzo Vecchio, also „Alter Palast“.
  • Heute beherbergt der Palazzo Vecchio ein Museum und ist zugleich Sitz der Stadtverwaltung von Florenz.
  • Der markante Arnolfo Turm ist 95 Meter hoch und prägt bis heute die Silhouette der Piazza della Signoria.

Anreise zum Palazzo Vecchio

Der Palazzo Vecchio liegt direkt an der Piazza della Signoria im historischen Zentrum von Florenz. Wenn du bereits in der Altstadt unterwegs bist, erreichst du ihn am einfachsten zu Fuß. Von der Kathedrale von Florenz sind es etwa 7 Minuten, von der Ponte Vecchio nur rund 5 Minuten.

Kommst du am Bahnhof Santa Maria Novella an, kannst du ebenfalls zu Fuß gehen. Plane dafür etwa 15 bis 20 Minuten ein.

Alternativ fahren die kleinen Elektrobusse durch das historische Zentrum. Die Linien C2 und C3 bringen dich in die Nähe des Palazzo Vecchio. Da sich Linien und Fahrpläne ändern können, prüfst du die aktuelle Verbindung am besten kurz vor deiner Fahrt über Autolinee Toscane.

Mein Tipp: Für einen klassischen Florenz Städtetrip brauchst du für den Palazzo Vecchio normalerweise keinen Bus. Die Piazza della Signoria liegt so zentral, dass du den Besuch wunderbar mit den Uffizien, der Ponte Vecchio oder dem Dom verbinden kannst.

Palazzo Vecchio Öffnungszeiten

Der Palazzo Vecchio ist fast täglich geöffnet. Beachte allerdings die kürzeren Öffnungszeiten am Donnerstag.

TagÖffnungszeiten
Montag bis Mittwoch9 bis 19 Uhr
Donnerstag9 bis 14 Uhr
Freitag bis Sonntag9 bis 19 Uhr

Die Kasse schließt jeweils eine Stunde vor dem Museum.

Für den Arnolfo Turm gelten eigene Öffnungszeiten. Der Turm ist Montag bis Mittwoch sowie Freitag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Donnerstags kannst du ihn von 9 bis 14 Uhr besuchen.

Gut zu wissen: Bei Regen kann der Arnolfo Turm aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Wenn dir der Ausblick besonders wichtig ist, würde ich den Turm deshalb nicht für einen Regentag einplanen.

Tickets für den Palazzo Vecchio: Tipps und Möglichkeiten

Für den Palazzo Vecchio gibt es verschiedene Tickets. Wenn du nur die Innenräume besichtigen möchtest, reicht die normale Eintrittskarte für das Museum. Für den Arnolfo Turm benötigst du ein separates Ticket. Außerdem kannst du geführte Touren und spezielle Führungen durch normalerweise nicht zugängliche Bereiche des Palastes buchen.

TicketPreis
Palazzo Vecchio Museum18 Euro
Ermäßigt für 18 bis 25 Jahre und Studierende12 Euro
Unter 18 Jahrenkostenlos
Arnolfo Turm und Wehrgang20 Euro
Turm ermäßigt13 Euro

Mein Tipp: Wenn dein Reisetermin bereits feststeht, würde ich das Ticket vorab reservieren. So hast du für deinen Florenz Städtetrip einen festen Zeitpunkt eingeplant und musst dich vor Ort nicht mehr darum kümmern.

Tickets über die offizielle Webseite

Tickets für den Palazzo Vecchio kannst du über die offizielle Buchungsseite der Museen der Stadt Florenz reservieren. Die Buchungsseite ist auf Italienisch und Englisch verfügbar und nicht unbedingt selbsterklärend.

Wenn du möglichst günstig in den Palazzo Vecchio möchtest, ist die offizielle Buchungsseite eine gute Wahl. Möchtest du dagegen einen Audioguide, eine Führung oder eine spezielle Tour durch die Geheimgänge buchen, findest du bei Drittanbietern weitere Möglichkeiten.

Tickets über Drittanbieter buchen

Alternativ kannst du dein Ticket über einen Drittanbieter buchen. Das ist meist etwas teurer als die Eintrittskarte über die offizielle Webseite, kann aber praktisch sein, wenn du einen Audioguide, eine Führung oder weitere Leistungen direkt mitbuchen möchtest.

Mein Tipp: Vergleiche vor der Buchung kurz, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind. Wenn du nur den Palast besichtigen möchtest, reicht meist das normale Museumsticket. Eine geführte Tour lohnt sich dagegen besonders, wenn du mehr über die Medici und die vielen Details in den Räumen erfahren möchtest.

Videioguide Palazzo Vecchio
Besichtigung mit Videoguide

Geführte Touren durch den Palazzo Vecchio

Im Palazzo Vecchio gibt es unglaublich viele Details, an denen du bei einem Rundgang auf eigene Faust schnell vorbeiläufst. Besonders wenn du dich für die Medici und die Geschichte des Palastes interessierst, kann sich deshalb eine Führung lohnen.

Auch das berühmte Cerca Trova auf einem der Gemälde von Giorgio Vasari im Saal der Fünfhundert ist gar nicht so einfach zu entdecken. Bekannt wurde dieses kleine Detail vor allem durch Dan Browns Inferno.

Besonders spannend finde ich jedoch die Geheimgänge im Palazzo Vecchio. Einige verborgene Bereiche kannst du bei einem normalen Museumsbesuch nicht betreten. Bei einer speziellen Führung gelangst du unter anderem über eine schmale Treppe innerhalb der Mauern zum Studiolo von Francesco I. und in weitere versteckte Räume.

Wenn du dich für die Geheimnisse des Palastes interessierst, würde ich daher diese Tour wählen:

Möchtest du dagegen vor allem die wichtigsten Säle und ihre Geschichte kennenlernen, ist eine klassische Führung die bessere Wahl:

Mein Tipp: Für einen ersten Besuch reicht ein individueller Rundgang durchaus aus. Wenn dich aber gerade die Geheimgänge neugierig machen, würde ich die spezielle Führung wählen. Diese Bereiche kannst du bei einer normalen Besichtigung nicht einfach auf eigene Faust erkunden.

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Praktische Hinweise und Tipps zum Palazzo Vecchio

  1. Reserviere dein Ticket vorab, besonders wenn du Florenz in der Hauptsaison besuchst. So kannst du den Palazzo Vecchio mit einem festen Zeitfenster in deine Tagesplanung einbauen.
  2. Plane etwa 90 Minuten für das Museum ein. Wenn du zusätzlich auf den Arnolfo Turm möchtest, würde ich insgesamt mindestens 2 Stunden einplanen. Wenn du genauso oft zum Fotografieren und Details anschauen stehen bleibst wie ich, lieber etwas mehr.
  3. Nimm dir Zeit für den Saal der Fünfhundert. Er gehört für mich zu den beeindruckendsten Räumen im Palazzo Vecchio und ist definitiv kein Saal, durch den du einfach nur hindurchlaufen solltest.
  4. Besuche den Arnolfo Turm möglichst bei gutem Wetter. Bei Regen kann der Zugang zur Turmspitze aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.
  5. Trage bequeme Schuhe, wenn du auf den Turm möchtest. Der Aufstieg erfolgt über eine steinerne Treppe und es gibt keinen Aufzug.
  6. Größere Taschen, Rucksäcke und Schirme müssen vor dem Museumsbesuch abgegeben werden. Dafür steht eine kostenlose Garderobe zur Verfügung.
  7. Nutze am besten vor deinem Rundgang die Toiletten. Toiletten befinden sich im Bereich der Garderobe.
  8. Im Sommer kann es im Palazzo Vecchio ziemlich warm werden. In den historischen Museumsräumen gibt es aus Denkmalschutzgründen keine Klimaanlage. An heißen Tagen würde ich die Besichtigung deshalb möglichst auf den Vormittag legen.

Highlights im Palazzo Vecchio

Der Palazzo Vecchio ist innen deutlich prachtvoller, als seine festungsartige Fassade vermuten lässt. Dich erwarten reich verzierte Säle, monumentale Fresken, Gemälde und Räume voller Anspielungen auf die Medici sowie die griechische und römische Mythologie.

Die folgenden Räume und Highlights sind mir bei meinem Rundgang besonders aufgefallen.

Innenhof

Schon der erste Innenhof zeigt, dass der Palazzo Vecchio innen ganz anders wirkt als seine massive Fassade vermuten lässt. Der Hof ist von Arkaden und kunstvoll gestalteten Säulen umgeben. In der Mitte steht ein Brunnen mit einer Kopie von Verrocchios „Putto mit Delfin“. Das Original kannst du später im Palazzo Vecchio sehen.

Der Innenhof wurde im 15. Jahrhundert von Michelozzo umgestaltet und erhielt 1565 anlässlich der Hochzeit von Francesco I. de’ Medici und Johanna von Österreich seine besonders prachtvolle Dekoration. Um die österreichische Braut willkommen zu heißen, wurden an den Wänden Ansichten verschiedener Städte aus ihrer Heimat dargestellt.

Schau hier ruhig auch einmal nach oben. Die reich verzierte Decke und die vielen Details gehen schnell unter, wenn du direkt in Richtung der großen Säle weiterläufst.

Innenhof Palazzo Vecchio
Innenhof

Der Saal der Fünfhundert

Der Saal der Fünfhundert, auf Italienisch Salone dei Cinquecento, ist für mich eines der Highlights im Palazzo Vecchio. Schon die Dimensionen sind beeindruckend: Der Saal ist etwa 54 Meter lang, 23 Meter breit und 18 Meter hoch.

Ursprünglich entstand der Saal Ende des 15. Jahrhunderts für den Großen Rat von Florenz. Sein heutiges prachtvolles Erscheinungsbild geht jedoch vor allem auf Cosimo I. de’ Medici und Giorgio Vasari zurück. Im 16. Jahrhundert wurde der Saal vergrößert und aufwendig neu gestaltet.

Besonders sehenswert ist die riesige Kassettendecke. Die Gemälde erzählen von der Geschichte von Florenz, den Siegen über Pisa und Siena und stellen Cosimo I. als Mittelpunkt der neuen politischen Ordnung der Toskana dar.

Nimm dir hier auch Zeit für die großen Wandgemälde von Giorgio Vasari und seinen Mitarbeitern. Auf ihnen sind unter anderem die militärischen Siege von Florenz über Pisa und Siena dargestellt. Bei der Größe des Saals weiß man zunächst fast gar nicht, wohin man zuerst schauen soll.

Kleiner Tipp: Auf einem der Vasari Gemälde versteckt sich die winzige Inschrift Cerca Trova. Wenn du Dan Browns Inferno kennst, dürfte dir dieser Hinweis bekannt vorkommen. Ohne zu wissen, wo du suchen musst, ist sie allerdings erstaunlich leicht zu übersehen.

Saal der Fünfhundert
Saal der Fünfhundert

Atelier von Francesco I.

Auf der rechten Seite des Saals der Fünfhundert befindet sich das Studiolo von Francesco I. de’ Medici, dem Sohn von Cosimo I. Der kleine Raum diente Francesco als privates Arbeitszimmer und zur Aufbewahrung seiner Sammlung.

Besonders spannend sind die bemalten Paneele an den Wänden. Hinter vielen von ihnen verbergen sich Schränke, in denen Francesco seine kostbaren und ungewöhnlichen Gegenstände aufbewahrte. Wenn du genau hinschaust, kannst du sogar die kleinen Schlüssellöcher in den Paneelen erkennen.

Francesco interessierte sich stark für Naturwissenschaften und Alchemie, was sich auch in der Gestaltung des Raumes widerspiegelt. Für mich ist gerade dieser kleine Raum ein spannender Kontrast zum riesigen Saal der Fünfhundert direkt nebenan.

Noch interessanter wird es hinter den Kulissen: Eines der Paneele verbirgt den Zugang zu einer schmalen Treppe innerhalb der Mauern. Über diese gelangst du in weitere versteckte Bereiche des Palazzo Vecchio.

Diese Geheimgänge im Palazzo Vecchio kannst du allerdings nicht bei einem normalen Rundgang erkunden. Zugang bekommst du im Rahmen einer speziellen Führung durch die verborgenen Bereiche des Palastes.

Arbeitszimmer
Arbeitszimmer mit Geheimnissen

Die Gemächer von Leo X.

Auf der linken Seite des Saals der Fünfhundert gelangst du in die sogenannten Gemächer von Leo X. Die reich dekorierten Räume sind verschiedenen Mitgliedern der Medici Familie gewidmet und erzählen ihre Geschichte durch Fresken und allegorische Darstellungen.

Im Raum von Cosimo il Vecchio erinnern die Gemälde an den Aufstieg der Medici in Florenz. Besonders interessant fand ich jedoch den angrenzenden Raum von Lorenzo il Magnifico. Auf dem Deckenfresko ist Lorenzo umgeben von ausländischen Gesandten dargestellt. Wenn du genauer hinschaust, entdeckst du zwischen den Figuren sogar Löwen, Kamele und eine Giraffe.

Die hinteren Räume sind Leo X. gewidmet, dem ersten Papst aus der Familie Medici. Auch hier steckt die Gestaltung voller Symbolik. Mythologische Figuren und Götter sollten die Bedeutung und Macht der Medici unterstreichen.

Mein Tipp: Schau in diesen Räumen unbedingt auch nach oben. Viele der interessantesten Szenen befinden sich an den Decken und lassen sich beim schnellen Durchlaufen leicht übersehen.

Die monumentale Treppe

Die monumentale Treppe verbindet die Gemächer von Leo X. im ersten Stock mit den Räumen im zweiten Stock. Auch hier lohnt sich ein Blick nach oben: Die Decken sind mit Grotesken, fantasievollen Wesen und illusionistischen Malereien verziert.

Besonders schön fand ich die bemalte Decke am Treppenabsatz, die den Eindruck eines hellen Himmels hinter einem mit Ranken bewachsenen Gitter erzeugt. Ein kleines Detail, an dem man auf dem Weg in die nächste Etage leicht vorbeiläuft.

monumentale Treppe Vecchio Palast
monumentale Treppe

Wohnungen der Elemente

Im zweiten Stock befinden sich die Wohnungen der Elemente, deren Räume verschiedenen mythologischen Gottheiten gewidmet sind. Spannend ist die Verbindung zu den Medici: Jeder Raum entspricht einem Zimmer in der Etage darunter, das wiederum einem Mitglied der Familie gewidmet ist.

Besonders eindrucksvoll ist der Saal der Elemente. Die Fresken stellen die vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer dar. An der Decke symbolisiert der Himmel die Luft, während die Wände unter anderem die Geburt der Venus für das Wasser und die Göttin Ceres für die Erde zeigen.

Am Kamin findest du schließlich das Feuer: Vulkan, der Gott des Feuers, schmiedet Amors Pfeile. Wenn du die Bedeutung der einzelnen Szenen kennst, wirken die vielen Fresken gleich weniger überwältigend und du erkennst viel mehr Details.

Eleonoras Privatkapelle

Direkt neben dem Grünen Raum befindet sich die kleine Privatkapelle von Eleonora di Toledo, der Ehefrau von Cosimo I. de’ Medici. Sie ließ den Raum von ihrem bevorzugten Künstler Agnolo Bronzino gestalten.

Die Wände und die Decke sind vollständig mit farbenprächtigen Fresken bedeckt. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Moses. Gerade weil die Kapelle vergleichsweise klein ist, wirken die intensiven Farben und vielen Details besonders eindrucksvoll.

Nimm dir hier ruhig einen Moment Zeit und schau dir auch die Decke genauer an. Zwischen den vielen großen Sälen des Palazzo Vecchio lässt sich dieser kleine Raum sonst schnell übersehen.

Dantes Maske im Palazzo Vecchio

Ein weiteres kurioses Detail im Palazzo Vecchio ist die sogenannte Maske von Dante Alighieri. Die bekannte Darstellung zeigt das markante Profil des Florentiner Dichters und wird häufig als Dantes Totenmaske bezeichnet. Ob sie tatsächlich auf einem Abdruck seines Gesichts nach seinem Tod im Jahr 1321 basiert, ist allerdings nicht eindeutig belegt.

Bekannt ist die Maske heute auch durch Dan Browns Inferno. Wenn du Buch oder Film kennst, dürfte dir dieses Detail im Palazzo Vecchio deshalb besonders bekannt vorkommen.

Dante hatte übrigens auch eine politische Verbindung zu Florenz. Bevor er aus der Stadt verbannt wurde, gehörte er 1300 für kurze Zeit zu den Prioren und war damit selbst Teil der florentinischen Stadtregierung.

Für Inferno Fans ist die Maske daher ein kleines Highlight zwischen all den prachtvollen Sälen und Fresken.

Audienzsaal

Der Audienzsaal, auch Sala dell’Udienza genannt, gehört zu den besonders prachtvoll ausgestatteten Räumen im Palazzo Vecchio. Hier empfingen die Prioren von Florenz einst ihre Gäste.

Die Wände sind mit großen Fresken von Francesco Salviati geschmückt. Sie entstanden im 16. Jahrhundert und erzählen Szenen aus dem Leben des römischen Feldherrn Marcus Furius Camillus. Auch die reich verzierte Kassettendecke und die vielen vergoldeten Details lohnen einen genaueren Blick.

Nach den vielen Medici Geschichten in den vorherigen Räumen begegnen dir hier wieder ganz andere Motive. Genau diese Abwechslung macht den Rundgang durch den Palazzo Vecchio so interessant.

Saal der Lilien

Der Saal der Lilien, italienisch Sala dei Gigli, verdankt seinen Namen den goldenen Lilien auf blauem Grund, die Wände und Decke schmücken. Sie erinnern an die politischen Beziehungen zwischen Florenz und der französischen Krone.

Besonders sehenswert sind die Fresken von Domenico Ghirlandaio aus dem 15. Jahrhundert. Zusammen mit der reich verzierten Kassettendecke gehört der Raum für mich zu den schönsten Sälen im Palazzo Vecchio.

Mein eigentliches Highlight steht jedoch mitten im Raum: Donatellos Original „Judith und Holofernes“. Wenn dir die Statue bekannt vorkommt, hast du sie wahrscheinlich schon vor dem Palazzo Vecchio gesehen. Dort auf der Piazza della Signoria steht heute eine Kopie, während das Original hier im Saal der Lilien geschützt ausgestellt ist.

Kleiner Tipp: Gerade deshalb lohnt es sich, die Statuen auf der Piazza della Signoria schon vor deinem Museumsbesuch etwas genauer anzuschauen. Im Palazzo Vecchio begegnest du einigen ihrer Geschichten und Originale wieder.

Saal der Lilien
Saal der Lilien

Saal der geografischen Karten

Ein weiteres Highlight im Palazzo Vecchio ist der Saal der geografischen Karten, italienisch Sala delle Carte Geografiche. Cosimo I. ließ den Raum im 16. Jahrhundert gestalten, um die damals bekannte Welt möglichst umfassend darzustellen.

Die Wände sind mit 53 auf Holz gemalten geografischen Karten bedeckt. Sie zeigen verschiedene Regionen der damals bekannten Welt und vermitteln einen faszinierenden Eindruck davon, wie man sich die Erde im 16. Jahrhundert vorstellte.

Auch hier verbirgt sich hinter der prachtvollen Gestaltung ein praktischer Zweck: In den Schränken hinter den Karten bewahrten die Medici wertvolle Gegenstände ihrer Sammlung auf.

In der Mitte des Raumes steht die große Mappa Mundi, ein monumentaler Globus aus dem 16. Jahrhundert. Mit rund zwei Metern Durchmesser war er für seine Zeit außergewöhnlich groß.

Ich hätte vorher nicht gedacht, dass mich ein Raum voller alter Landkarten so lange aufhalten würde. Aber gerade die vielen Details machen Spaß, wenn du versuchst, bekannte Länder und Regionen auf den historischen Karten wiederzufinden.

Kartenzimmer
Kartenzimmer

Arnolfo Turm im Palazzo Vecchio

Der Arnolfo Turm im Palazzo Vecchio gehört mit seiner markanten Form zu den bekanntesten Wahrzeichen von Florenz. Wenn du nach der Besichtigung des Palastes noch etwas Energie hast, lohnt sich der Aufstieg vor allem für den Panoramablick über die Altstadt.

Bis zur höchsten Aussichtsebene führen 223 Steinstufen. Einen Aufzug gibt es nicht. Oben angekommen wirst du dafür mit einem 360 Grad Blick über Florenz belohnt. Besonders schön siehst du von hier die Dächer der Altstadt und die Kuppel des Doms.

Auf dem Weg nach oben kommst du außerdem an der sogenannten Alberghetto vorbei, einer kleinen Gefängniszelle im Turm. Hier wurden unter anderem Cosimo il Vecchio und später Girolamo Savonarola gefangen gehalten.

Für den Arnolfo Turm benötigst du ein eigenes Ticket für Turm und Wehrgang. Der reguläre Eintritt kostet aktuell 20 Euro.

Gut zu wissen: Bei Regen kann die Turmspitze aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Wenn dir der Ausblick wichtig ist, würde ich den Aufstieg deshalb möglichst für einen Tag mit gutem Wetter einplanen.

Mein Tipp: Plane den Turm nicht zu knapp zwischen zwei weitere Sehenswürdigkeiten. Nach dem Rundgang durch den Palazzo Vecchio kommen noch über 200 Stufen dazu. Mein Zeitplan hätte dafür jedenfalls etwas Luft vorgesehen.

Wie viel Zeit für den Palazzo Vecchio einplanen?

Für die Besichtigung des Palazzo Vecchio solltest du etwa 1,5 Stunden einplanen. Damit hast du genügend Zeit für den Saal der Fünfhundert, die Medici Räume und die weiteren Highlights, ohne durch den Palast hetzen zu müssen.

Möchtest du zusätzlich auf den Arnolfo Turm, würde ich insgesamt mindestens 2 Stunden einplanen. Für eine geführte Tour oder wenn du dir Gemälde und Details gerne etwas genauer anschaust, darf es entsprechend mehr Zeit sein.

Mein Tipp: Bei einem straffen Florenz Tagesplan würde ich lieber etwas Puffer lassen. Der Palazzo Vecchio hat deutlich mehr Räume und Details zu bieten, als seine Fassade von außen vermuten lässt.

In der Nähe vom Palazzo Vecchio übernachten

Wenn du in der Nähe des Palazzo Vecchio übernachtest, bist du mitten im historischen Zentrum von Florenz. Die Uffizien, die Ponte Vecchio und den Dom erreichst du bequem zu Fuß. Die Lage eignet sich deshalb besonders gut, wenn du nur wenige Tage in Florenz bist und möglichst wenig Zeit mit langen Wegen verbringen möchtest.

Zwei Unterkünfte in zentraler Lage sind:

  • Hotel Davanzati*: Das familiengeführte Hotel liegt nur wenige Gehminuten von der Piazza della Signoria entfernt. Eine gute Wahl, wenn du zentral wohnen möchtest und ein kleineres Hotel bevorzugst. Beachte allerdings, dass das historische Gebäude keinen Aufzug hat.
  • Hotel Bernini Palace*: Wenn du etwas komfortabler übernachten möchtest, liegt dieses elegante Hotel nur eine Straße von der Piazza della Signoria entfernt. Das historische Gebäude stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert und passt mit seinem klassischen Ambiente wunderbar zur Umgebung.

Du bist noch nicht sicher, welche Lage in Florenz am besten zu deiner Reise passt? In meinem Unterkunftsguide zeige ich dir die verschiedenen Viertel mit ihren Vor- und Nachteilen sowie weitere Hotelempfehlungen.

Häufige Fragen zum Palazzo Vecchio

Lohnt sich der Palazzo Vecchio?

Ja, besonders wenn du dich für die Medici, die Geschichte von Florenz und Renaissancekunst interessierst. Zu den Highlights gehören für mich der Saal der Fünfhundert, die reich dekorierten Räume und die versteckten Details im Palast. Wenn du nur einen Palast in Florenz besichtigen möchtest, würde ich persönlich den Palazzo Vecchio dem Pitti Palast vorziehen.

Wie viel Zeit sollte ich für den Palazzo Vecchio einplanen?

Plane für die Besichtigung des Palazzo Vecchio etwa 1,5 Stunden ein. Möchtest du zusätzlich auf den Arnolfo Turm, würde ich mindestens 2 Stunden einplanen.

Was kostet der Eintritt in den Palazzo Vecchio?

Der reguläre Eintritt in das Museum kostet aktuell 18 Euro. Für Besucher zwischen 18 und 25 Jahren sowie Studierende gibt es unter bestimmten Voraussetzungen einen ermäßigten Eintritt. Für den Arnolfo Turm und den Wehrgang benötigst du ein separates Ticket.

Muss ich Tickets für den Palazzo Vecchio vorab buchen?

Eine vorherige Reservierung ist nicht grundsätzlich notwendig, aber besonders in der Hauptsaison sinnvoll. Wenn dein Reisetermin feststeht, würde ich das Ticket vorab buchen. So kannst du den Besuch mit einem festen Zeitfenster in deinen Florenz Tagesplan einbauen.

Kann man die Geheimgänge im Palazzo Vecchio besichtigen?

Ja, einige Geheimgänge und normalerweise nicht zugängliche Räume des Palazzo Vecchio kannst du im Rahmen einer speziellen Führung besichtigen. Dazu gehören verborgene Treppen und Bereiche rund um das Studiolo von Francesco I. Bei einem normalen Museumsrundgang sind diese Bereiche nicht zugänglich.

Fazit: Lohnt sich der Palazzo Vecchio?

Für mich lohnt sich die Besichtigung des Palazzo Vecchio auf jeden Fall. Besonders der Saal der Fünfhundert, die prachtvollen Räume und die vielen versteckten Details machen den Rundgang sehenswert.

Wenn du in Florenz nur Zeit für einen der beiden Paläste hast und dich zwischen dem Palazzo Vecchio und dem Pitti Palast entscheiden musst, würde ich dir den Palazzo Vecchio empfehlen. Gerade wenn du dich für die Geschichte der Medici interessierst, bekommst du hier einen spannenden Einblick in die Vergangenheit von Florenz.

Mir gefällt außerdem der Kontrast zu den Uffizien und dem Pitti Palast. Im Palazzo Vecchio stehen nicht nur religiöse Kunstwerke im Mittelpunkt. Mythologische Szenen, politische Symbolik und die Geschichten rund um die Medici sorgen für deutlich mehr Abwechslung.

Und dann sind da natürlich noch die kleinen Geheimnisse des Palastes. Verborgene Treppen, Geheimgänge und Details wie das Cerca Trova machen den Palazzo Vecchio zu einem Ort, an dem es sich lohnt, etwas genauer hinzuschauen.

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