Die Myvatn Region im Norden von Island gehört zu den faszinierendsten Landschaften der Insel – und ist Teil des sogenannten Diamantkreises.
Hier erwarten dich Vulkankrater, dampfende Geothermalfelder, Wasserfälle und einige der spektakulärsten Naturphänomene Islands.
Doch welche Highlights lohnen sich wirklich?
In diesem Guide zeige ich dir:
- die 17 besten Sehenswürdigkeiten rund um Myvatn
- meine persönlichen Highlights
- und konkrete Tipps für deine Planung
So kannst du deine Zeit in der Myvatn Region optimal nutzen.

Inhaltsübersicht
Für Eilige: Myvatn Region Highlights
ür Eilige: Myvatn Region Highlights
- perfekte Mischung aus Vulkanen, Wasserfällen und Geothermalgebieten
- Teil des Diamantkreises im Norden Islands
- ideal: 2–3 Tage einplanen
- gut mit Mietwagen erreichbar
- Unterkünfte früh sichern*
Wenn du deine Route planst, schau dir unbedingt meine Island Rundreise in 2 Wochen – die perfekte Route an
Karte & Überblick der Myvatn Region
Du kannst dir hier meine komplette Karte mit allen Highlights der Myvatn Region ansehen:
Myvatn Region Karte in Google Maps öffnen
So kannst du die Route direkt auf deinem Smartphone speichern und unterwegs nutzen.
1. Myvatn See
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: rund um den See
Der Mývatn ist das Herz der Region und gleichzeitig einer der besten Orte, um die Vielfalt dieser Landschaft zu verstehen. Rund um den See findest du sogenannte Pseudokrater – kleine, vulkanisch wirkende Hügel, die wie Mini-Vulkane aussehen.
Gerade im südlichen Bereich bei Skútustaðir bekommst du einen besonders guten Eindruck davon, wie diese Landschaft entstanden ist. Die Wege sind gut ausgebaut und lassen sich entspannt erkunden.
Tipp: Fahre einmal um den See, denn so verbindest du mehrere Highlights sinnvoll miteinander, ohne unnötige Wege.

Interessant zu wissen: Myvatn bedeutet „See der Mücken“ oder „Mückensee“. Und tatsächlich, zu bestimmten Zeiten im Sommer schwirren Millionen kleiner Fliegen am See. Sie locken viele Vögel in dieses Gebiet und sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Wildtieren in der Region. Diese Fliegenschwärme sind völlig harmlos, aber durchaus auch extrem lästig. Wenn Du also den Myvatn See im Sommer besucht und genießen möchtest, solltest Du ein Kopfnetz* dabei haben.
2. Dimmuborgir
Dauer: ca. 60 Minuten
Lage: östlich vom Myvatn See
Dimmuborgir ist ein riesiges Lavafeld mit bizarren Felsformationen, die teilweise wie Ruinen oder Türme aussehen. Der Name „Dunkle Schlösser“ passt hier wirklich gut, denn die Landschaft wirkt fast surreal.
Es gibt mehrere Wanderwege, die gut ausgeschildert sind. Besonders beliebt ist der kurze Rundweg „Kirchenkreis“, bei dem du eine natürliche Lavabogen-Formation siehst, die wie eine kleine Kapelle wirkt.
Tipp: Nimm dir mindestens eine Stunde Zeit, da sich ein kleiner Spaziergang durch die Lavaformationen wirklich lohnt.

Interessant zu wissen: Dimmuborgir bedeutet „Dunkle Schlösser“. Bei genauer Betrachtung der Felsformationen wird schließlich schnell klar worauf sich dieser Name bezieht.
3. Hverir
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: an der Ringstraße östlich von Myvatn
Hverir ist eines der eindrucksvollsten Geothermalgebiete in Island. Dich erwarten dampfende Schlote, blubbernde Schlammtöpfe und leuchtend orangefarbene Erde – kombiniert mit dem typischen Schwefelgeruch.
Die Landschaft wirkt fast wie von einem anderen Planeten und gehört für viele zu den Highlights der Region.
Tipp: Bleib unbedingt auf den markierten Wegen, denn der Boden kann extrem heiß und instabil sein.

Standort: Das Geothermalgebiet Hverir liegt an der Ringstraße, nur wenige Kilometer östlich von Myvatn. Es kann eigentlich gar nicht übersehen werden, durch die orange Farbe der Erde in Kombination mit dampfenden geothermischen Erscheinungen und einem großen Parkplatz voller Autos und Busse.
4. Krafla & Viti Krater
Dauer: 30–90 Minuten
Lage: nördlich von Myvatn
Das Krafla-Gebiet ist geprägt von vulkanischer Aktivität und bietet eine beeindruckende Mischung aus Lavafeldern und Kratern. Besonders bekannt ist der Viti-Krater mit seinem intensiv gefärbten See.
Du kannst direkt bis zum Krater fahren und ihn entweder von oben betrachten oder einmal komplett umrunden.
Tipp: Wenn du Zeit hast, laufe um den Krater herum, denn die Perspektiven ändern sich ständig und machen den Ort noch beeindruckender.


Gut zu wissen: Rechne etwas 15 Minuten ein, um den Viti-Krater zu sehen, mehr Zeit natürlich, wenn Du um den Krater herum wandern möchtest. Für das Leirhnjukur-Gebiet plane mit einer weiteren Stunde. Wobei dies natürlich davon abhängt, wie viel Zeit Du dort verbringen möchtest.
5. Dettifoss
Dauer: 1–2 Stunden
Lage: nordöstlich von Myvatn
Der Dettifoss ist nicht nur beeindruckend, sondern auch der kraftvollste Wasserfall Europas. Die Wassermassen, die hier in die Tiefe stürzen, sind wirklich beeindruckend – sowohl optisch als auch akustisch.
Je nach Seite hast du unterschiedliche Perspektiven:
Die Westseite ist einfacher erreichbar, während die Ostseite als besonders fotogen gilt.
Tipp: Plane genug Zeit ein, denn allein der Weg zur Aussichtsplattform dauert etwas und lohnt sich.

6. Húsavík und Walbeobachtung
Dauer: halber bis ganzer Tag
Lage: ca. 1 Stunde nördlich
Die Stadt Húsavík gilt als Zentrum für Walbeobachtungen in Island. Von hier starten zahlreiche Bootstouren, bei denen du mit etwas Glück Wale und Delfine sehen kannst.
Neben den Touren lohnt sich auch ein Spaziergang durch den kleinen Ort oder ein Besuch im Walmuseum.
Tipp: Plane genügend Zeit ein, da die Touren mehrere Stunden dauern und wetterabhängig sind.
Wenn du eine Walbeobachtung planst, lohnt es sich, die Tour frühzeitig zu buchen – besonders im Sommer sind viele Termine schnell ausgebucht.

Meine Erfahrung liest Du hier: Walbeobachtung in Island – Tour ab Husavik
7. Goðafoss Wasserfall
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: westlich von Myvatn an der Ringstraße
Der Goðafoss gehört zu den bekanntesten Wasserfällen im Norden Islands und beeindruckt durch seine halbkreisförmige Kaskade.
Du kannst den Wasserfall von beiden Seiten erreichen, was den Besuch besonders abwechslungsreich macht. Während du von der einen Seite näher an das Wasser kommst, hast du von der anderen einen schönen Überblick.
Tipp: Wenn du Zeit hast, schau dir beide Seiten an, denn die Perspektiven unterscheiden sich deutlich.

8. Grjótagja
Dauer: 15–30 Minuten
Lage: nahe Myvatn
Die kleine Lavahöhle Grjótagjá wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, überrascht aber mit einem intensiv blauen Wasser im Inneren.
Früher wurde hier gebadet, heute ist das Wasser jedoch zu heiß. Bekannt wurde die Höhle auch durch eine Szene aus der Serie Game of Thrones.
Tipp: Der Spot ist klein, aber besonders – ein kurzer Stopp lohnt sich auf jeden Fall.

9. Hverfjall
Dauer: 1–1,5 Stunden
Lage: östlich des Myvatn Sees
Der Krater Hverfjall ist fast perfekt geformt und zählt zu den beeindruckendsten Vulkanformationen der Region.
Der Aufstieg ist zwar etwas steil, aber gut machbar. Oben angekommen kannst du entweder den Blick in den Krater genießen oder entlang des Kraterrands wandern.
Tipp: Der Aufstieg lohnt sich definitiv, denn die Aussicht über die gesamte Region ist beeindruckend.

10. Sigurgeirs Vogelmuseum
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: westlich vom Myvatn See
Das kleine Sigurgeirs Bird Museum zeigt eine umfangreiche Sammlung isländischer Vogelarten.
Auch wenn es kein klassisches Highlight ist, bietet es eine gute Abwechslung – besonders bei schlechtem Wetter.
Tipp: Ideal als kurzer Zwischenstopp, wenn du eine Pause vom Outdoor-Programm brauchst.
11. Ásbyrgi
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: nördlich im Diamantkreis
Ásbyrgi ist eine hufeisenförmige Schlucht, die sich deutlich von der sonst eher kargen Landschaft Islands abhebt.
Hier erwartet dich überraschend viel Grün, Bäume und eine ruhige Atmosphäre. Besonders der kleine See am Ende der Schlucht ist ein schöner Ort zum Verweilen.
Tipp: Laufe bis zum See, denn dort wirkt die Landschaft besonders idyllisch.

12. Hljóðaklettar
Dauer: 1–3 Stunden
Lage: zwischen Dettifoss und Ásbyrgi
Die Hljóðaklettar sind bekannt für ihre ungewöhnlichen Basaltformationen und werden oft „Echo-Felsen“ genannt.
Das Gebiet ist deutlich weniger besucht, wodurch du hier viel Ruhe hast. Die verschiedenen Wanderwege bieten immer wieder neue Perspektiven.
Tipp: Perfekt, wenn du bewusst abseits der typischen Touristenorte unterwegs sein möchtest.
13. Lofthellir Lava- & Eishöhle
Dauer: 4–6 Stunden
Lage: Hochland bei Myvatn
Die Lofthellir Cave ist eine Lavahöhle mit beeindruckenden Eisformationen, die teilweise mehrere hundert Jahre alt sind.
Der Besuch ist nur im Rahmen einer geführten Tour möglich, da der Zugang anspruchsvoll ist.
Tipp: Zieh dich warm an – auch im Sommer ist es in der Höhle sehr kalt.
14. Askja
Dauer: ganzer Tag
Lage: Hochland
Der Vulkan Askja gehört zu den spektakulärsten Orten im Hochland Islands.
Im Inneren befindet sich ein tiefblauer Kratersee, der einen starken Kontrast zur rauen Umgebung bildet.
Tipp: Am besten als geführte Tour planen, denn die Strecke ist lang und anspruchsvoll.

Gut zu wissen: Eine Tagestour umfasst auch den Viti-Krater, die Drekagil-Rinne, das Holuhraun-Lavafeld, den Gletscherfluss sowie viele andere surreale Landschaften des isländischen Hochlands. Die Touren finden von ca. Mitte Juni bis September statt.
Lies meine Erfahrung in diesem Beitrag: Askja – surreale Landschaft abseits der Ringstraße [Island Tipp]
15. Rundflug über der Myvatn Region
Dauer: 1–2 Stunden
Lage: ab Akureyri
Ein Rundflug gibt dir eine komplett neue Perspektive auf die Landschaft der Region.
Du siehst Krater, Lavafelder und Wasserfälle aus der Luft – und erkennst erst dann, wie vielfältig die Myvatn Region wirklich ist.
Tipp: Besonders bei gutem Wetter lohnt sich der Flug, da die Sicht dann am besten ist.
Gut zu wissen: Die Rundflüge starten vom Flughafen Akureyri und nicht in Myvatn.
16. Myvatn Naturbäder
Dauer: 1,5–3 Stunden
Lage: nahe Myvatn
Die Mývatn Nature Baths sind die entspannte Alternative zur Blue Lagoon.
Hier badest du in warmem, mineralhaltigem Wasser mit Blick auf die umliegende Vulkanlandschaft.
Tipp: Komm am Abend, denn dann ist es ruhiger und die Stimmung besonders schön.
Die Mývatn Nature Baths sind eine ruhigere Alternative zur Blue Lagoon. Gerade nach einem langen Tag unterwegs ist das einer der besten Orte zum Abschalten.
17. Geosea Geothermische Meeresbäder
Dauer: 1–2 Stunden
Lage: bei Húsavík
Das GeoSea bietet ein ganz anderes Badeerlebnis – mit Blick auf das Meer statt auf Lavafelder.
Die Lage auf den Klippen macht diesen Ort besonders, vor allem bei Sonnenuntergang.
Tipp: Früh reservieren, da die Besucherzahl begrenzt ist.
Pro-Tipp: Da das Geosea nicht so groß ist, ist die Anzahl der Personen für den Eintritt streng begrenzt. In der Hochsaison solltest Du also unbedingt die Tickets im Voraus reservieren. Buche deine Geosea-Tickets hier*.
Wie viel Zeit für die Myvatn Region einplanen?
- 1 Tag → nur Highlights
- 2–3 Tage → ideal
- 4+ Tage → perfekt für Entdecker
Mein Tipp: Plane mindestens 2 volle Tage ein, damit du die Region entspannt erleben kannst.

Wo übernachten in der Myvatn Region
Es gibt nicht viele Unterkünfte am Myvatn See, zudem sind diese teuer und in der Hochsaison schnell ausgebucht. Die besten Hotels in dieser Gegend sind:
- Fosshótel Mývatn*
- Hótel Laxá*
- Icelandair Hotel Myvatn*
- Dimmuborgir Guesthouse* liegt direkt am See Myvatn
Auf der Karte unten siehst Du alle Unterkunftsmöglichkeiten in der Umgebung des Myvatn und kannst diese somit vergleichen. Gib einfach Deine Reisedaten und die Gruppengröße ein, und sehe die besten Angebote für Deinen Aufenthalt. Probiere es aus!
Wir haben Akureyri als unsere Unterkunftsbasis für 4 Nächte gewählt, etwa eine Autostunde von Myvatn entfernt.
Die Unterkünfte rund um Myvatn sind begrenzt und schnell ausgebucht.
Wenn du also flexibler sein willst, kannst du auch in Akureyri übernachten und Tagesausflüge machen.
Typische Fehler bei der Myvatn Planung
- zu viele Stopps an einem Tag einplanen
- die Entfernungen unterschätzen
- das Wetter nicht berücksichtigen
- Unterkünfte zu spät buchen
Mein Tipp: Plane lieber etwas weniger – und nimm dir Zeit für die Orte, die dich wirklich interessieren.
Fazit: Lohnt sich die Myvatn Region?
Die Myvatn Region gehört zu den vielseitigsten Landschaften in Island – und ist für viele ein echtes Highlight der Reise.
Auf relativ kleinem Raum findest du hier:
- Vulkane und Krater
- kraftvolle Wasserfälle
- geothermische Gebiete
- und Landschaften, die fast surreal wirken
Mein Tipp: Plane mindestens zwei volle Tage ein – denn genau hier zeigt Island seine ganze Vielfalt.
Mehr Planungstipps findest du hier:


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