Die meisten Highlights in Island erreichst du ganz entspannt entlang der Ringstraße.
Askja gehört nicht dazu.
Diese abgelegene Vulkanlandschaft liegt mitten im Hochland – fernab von Straßen, Infrastruktur und allem, was du aus dem „klassischen Island“ kennst.
Genau das macht diesen Ort so besonders.
Während meiner Rundreise war Askja der Ort, der mich am meisten beeindruckt hat – rau, surreal und völlig anders als alles, was ich bisher gesehen habe.

Inhaltsübersicht
Was gibt es in Askja zu sehen?
Askja ist eine riesige Caldera – also ein eingestürzter Vulkankrater, der durch eine entleerte Magmakammer entstanden ist.
Die wichtigsten Highlights:
Öskjuvatn
- tiefster See Islands (217 m)
- wirkt ruhig, aber extrem mächtig
- perfekt für Weitblick & Atmosphäre
Víti Krater
- kleiner Krater mit türkisblauem Wasser
- ca. 22 °C warm
- theoretisch zum Baden geeignet
Mein Eindruck: Der Kontrast zwischen schwarzer Landschaft und blauem Wasser ist surreal

Wo liegt Askja?
Askja liegt im zentralen Hochland von Island, nördlich des Vatnajökull – und gehört zu den abgelegensten Regionen des Landes.
GPS: N65° 3′ 7.099″ W16° 42′ 37.091″
Hier siehst Du eine Google-Karte mit der Lage der Hütten, des Víti-Kraters und des Myvatn.
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Mehr InformationenWann ist die beste Reisezeit um Askja zu besichtigen?
Aufgrund der isländischen Wetterbedingungen ist das Hochland nur in den Sommermonaten (Mai bis September) zugänglich. Um Askja im Winter zu erreichen, bräuchte man einen vollausgestatteten Super Jeep, sehr viel Erfahrung mit dem Fahren im Hochland sowie ein gutes GPS. Daher ist Askja ein Ort, den man nur im Sommer besuchen sollte.
Lese auch: Island im August: Tipps und Aktivitäten für den Sommerurlaub

Anreise nach Askja
Askja erreichst du nur über die sogenannten F-Straßen im Hochland.
Option 1: Mit eigenem Fahrzeug
- nur mit 4×4 erlaubt
- mehrere Flussdurchquerungen
- anspruchsvoll und wetterabhängig
Wichtig: Viele Mietwagen sind hier nicht zugelassen
Option 2: Geführte Tour (empfohlen)
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- kein Stress mit Straßen
- erfahrene Fahrer
- deutlich entspannter
- ideal, wenn du dir die anspruchsvolle Fahrt sparen willst
Mein Tipp: Ich habe mich bewusst für eine Tour entschieden – und war sehr froh darüber.

Kaufe dir am besten eine detailierte Karte von der Askja Region*.
Wanderung zum Víti Krater
- Dauer: ca. 45 Minuten pro Strecke
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
- Untergrund: vulkanisch, teilweise Schnee
Der Weg wirkt einfach – aber die Landschaft macht ihn besonders. Du läufst durch eine fast leere, schwarze Weite, die sich komplett unwirklich anfühlt.
Mein Eindruck: Einer der stillsten und gleichzeitig intensivsten Orte der Reise. Du merkst hier schnell: Es geht nicht nur ums Ziel – sondern um das Gefühl, dort zu sein.

Baden in Víti
Grundsätzlich ja (und nur, wenn es ausdrücklich erlaubt ist) – aber nur unter bestimmten Bedingungen:
- Zugang kann gesperrt sein
- Abstieg oft rutschig & steil
- kein Rettungspersonal vor Ort
Mein Tipp: Geh nur runter, wenn es wirklich sicher ist
Ehrlich gesagt: Der Blick von oben ist oft das eigentliche Highlight

Dreki Hütten (Dreki Huts)
Nahe der Dreki Hütten befindet sich Drekagil bzw. die Drachenschlucht. Die ist eine weitere Sehenswürdigkeit in dieser Region. Wir halten hier auf dem Rückweg an, und haben Zeit in der Drachenschlucht etwas zu wandern.
Die dunkle, enge Schlucht sieht aus wie aus einer Fantasiewelt in der Drachen gelebt haben. Der Pfad ist nicht eindeutig und Felsen erschweren den Weg. Es gibt wohl am oberen Ende des Canyons einen Wasserfall. Den habe ich jedoch nicht gefunden.

Übernachten in der Askja-Region
Direkt vor Ort:
- Dreki Huts → einfache Hütten + Camping
Alternative:
- Region Mývatn → deutlich mehr Auswahl an Unterkünften*
Mein Tipp: Plane deine Unterkunft rund um Mývatn und mache Askja als Tagesausflug

Interessante Fakten über Askja
- große Eruption: 1875 → massive Auswirkungen auf Island
- letzte Aktivität: 1961
- NASA nutzte die Region für Training der Apollo-Astronauten
- Landschaft gilt als eine der „mondähnlichsten“ der Welt
Genau deshalb fühlt sich Askja so anders an als der Rest von Island.

“Einer der einprägsamten Touren war in die vulkanisch sehr aktive und extrem abgelegene Region von Askja, Island, im Juli 1967. Bekannt für ihre Vulkankrater, die als Calderas bekannt sind, verfügte dieses Gebiet über ein sehr steiniges Terrain mit schwarzem Vulkansand, einen großen See und heiße Quellen. Es war ein mysteriöser, surrealer Ort, der keinem Ort glich, den ich je während meiner Reisen gesehen hatte. Und weil wir im Sommer dort waren, schien die Sonne niemals unterzugehen.”
-Edgar Mitchell, Apollo 14 Astronaut
Typische Fehler bei der Askja-Planung
- Strecke massiv unterschätzen
- falsches Fahrzeug wählen (kein 4×4)
- Wetter ignorieren
- ohne Backup-Plan starten
- zu spät losfahren
Mein Tipp: Askja ist kein spontaner Stopp – sondern ein bewusst geplanter Ausflug
Fazit: Askja – Highlight Island abseits der Ringstraße
Askja ist ein faszinierender Ort. Da ich (ziemlich sicher) nie auf dem Mond landen werde, ist doch Askja eine interessante Alternative. Die Anfahrt nimmt recht viel Zeit in Anspruch, ist aber ein tolles Abenteuer auch auf einer organisierten Tour.
Der Krater Viti sowie die umliegende Landschaft sind die abenteuerliche Anreise wert. Für mich war der Tagesausflug in das isländische Hochland ein Highlight meiner 2 Wochen Rundreise in Island.
Askja ist kein Ort, den du „einfach mitnimmst“. Es ist ein Ziel, das du bewusst einplanst – und genau deshalb bleibt es so besonders.
Für mich war dieser Ort eines der intensivsten Erlebnisse meiner Islandreise.

Reisetipps & hilfreiche Links für deine Planung
Wenn du Askja besuchst, lohnt es sich, deine Route sinnvoll zu kombinieren:
Für deine komplette Planung:
Perfekt kombinierbar in der Region:
- Myvatn Region – Highlights im Norden
- Landmannalaugar → noch mehr Hochland
- Westfjorde Island → komplett andere Seite Islands
Weitere spannende Orte:
Mein Tipp: Plane Askja als Teil deiner Rundreise – nicht isoliert.

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