Der Teufelsberg Berlin liegt abseits vom Zentrum mitten im Grunewald und gehört für mich zu den außergewöhnlichsten Orten der Hauptstadt. Auf dem künstlich aufgeschütteten Berg befindet sich die ehemalige Abhörstation aus dem Kalten Krieg, die heute mit ihren markanten Radarkuppeln und zahlreichen Murals ein ganz besonderes Ausflugsziel ist.
Wenn du das alternative Berlin kennenlernen möchtest, lohnt sich ein Besuch besonders. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du zum Teufelsberg kommst, was dich auf dem Gelände erwartet und was du zu Eintritt, Öffnungszeiten und Besichtigung wissen solltest.

Inhaltsübersicht
Teufelsberg Berlin für Eilige
Du möchtest die ehemalige Abhörstation besuchen? Hier findest du die wichtigsten Informationen auf einen Blick:
- Lage: im Grunewald im Westen Berlins
- Adresse: Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin
- Höhe: rund 120 Meter über dem Meeresspiegel
- Öffnungszeiten: täglich ab 11 Uhr, Schließzeit je nach Jahreszeit
- Eintritt: regulär 12 Euro für Erwachsene
- Besichtigung ohne Führung: ja, das Gelände kannst du selbstständig erkunden
- Anfahrt: mit der S Bahn bis Heerstraße oder Grunewald, anschließend zu Fuß
- Zeit vor Ort: etwa 1 bis 1,5 Stunden, mit vielen Fotostopps entsprechend länger
Mein Tipp: Wenn du dir den Fußweg sparen möchtest und mehr über die Geschichte der ehemaligen Abhörstation erfahren willst, kannst du den Besuch auch mit einer geführten Tour und Transfer verbinden.
So kommst du zum Teufelsberg Berlin
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichst du den Teufelsberg am besten mit der S3 oder S9 bis zum Bahnhof Heerstraße. Alternativ kannst du mit der S7 bis zum Bahnhof Grunewald fahren. Von beiden Bahnhöfen sind es etwa 2 Kilometer beziehungsweise rund 30 Minuten zu Fuß bis zum Gelände.
Der Weg führt zunächst durch den Grunewald und anschließend hinauf zum Teufelsberg. Komplett ausgeschildert ist die Strecke nicht, daher empfehle ich dir, für den Fußweg Google Maps zu nutzen. So landest du nicht versehentlich auf einem der zahlreichen Wege durch den Grunewald.
Adresse: Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin
Auch mit dem Auto kannst du zum Teufelsberg fahren. Direkt auf dem Gelände und an der privaten Zufahrtsstraße gibt es allerdings keine Parkmöglichkeiten. Kostenlose Parkplätze findest du unterhalb des Geländes. Von dort läufst du noch etwa 10 Minuten bergauf bis zum Eingang.
Kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Unterschätze den zusätzlichen Fußweg bei deiner Zeitplanung nicht. Der Teufelsberg liegt eben tatsächlich auf einem Berg und die letzten Meter zum Eingang musst du dir ein wenig erlaufen.

Öffnungszeiten und Eintritt
Die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg ist täglich ab 11 Uhr geöffnet. Die Schließzeit richtet sich nach der Jahreszeit und dem Sonnenuntergang. Der letzte Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schließung. Da sich die Zeiten im Laufe des Jahres ändern, empfehle ich dir, vor deinem Besuch noch einmal die aktuellen Öffnungszeiten auf der offiziellen Webseite zu prüfen.
Der Eintritt zum Teufelsberg Berlin kostet aktuell 12 Euro für Erwachsene. Ermäßigte Tickets kosten 10 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen 5 Euro. Kinder bis 7 Jahre haben freien Eintritt.
Tickets kannst du entweder vorab online oder direkt an der Tageskasse kaufen. Vor Ort werden sowohl Bargeld als auch Kartenzahlung akzeptiert. Wenn du deinen Besuch bereits fest geplant hast, kannst du das Ticket bequem vorab buchen.
Gut zu wissen: Du kannst den Teufelsberg ohne Führung besichtigen und das Gelände auf eigene Faust erkunden. Eine Führung lohnt sich vor allem, wenn du mehr über die ehemalige Abhörstation und ihre Geschichte während des Kalten Krieges erfahren möchtest.
Wenn du dein Eintrittsticket gern direkt auf dem Smartphone hast, kannst du es auch über GetYourGuide* buchen.

Was gibt es auf dem Teufelsberg Berlin zu sehen?
Auf dem Gelände der ehemaligen Abhörstation erwartet dich heute vor allem eines: jede Menge Streetart. An den Gebäuden, Fassaden und Wänden findest du zahlreiche große Murals und Graffiti, die dem verlassenen Gelände seinen ganz besonderen Charakter geben.
Mittlerweile sind nur noch Teile der Gebäude zugänglich. Am Hauptgebäude führen sichere Außentreppen mit Geländer nach oben, während das ursprüngliche Treppenhaus nicht mehr betreten werden kann.
Als ich 2017 zum ersten Mal dort war, sah das noch anders aus. Damals bin ich mit dem Handylicht durch das dunkle Treppenhaus nach oben geschlichen. Heute ist die Besichtigung deutlich besser erschlossen, aber zum Glück hat der Teufelsberg dadurch nicht seinen besonderen Charakter verloren.
Auf der ersten und zweiten Etage kannst du zahlreiche Murals und andere Streetart entdecken. Über die Außentreppen gelangst du schließlich bis auf die Dachterrasse. Von hier hast du einen weiten Blick über den Grunewald und Berlin.
Besonders markant sind natürlich die großen weißen Radarkuppeln der ehemaligen Abhörstation. Sie prägen das Bild des Teufelsbergs bis heute und machen den Ort schon von Weitem unverwechselbar.

Wie entstand der Teufelsberg Berlin?
Der Teufelsberg ist tatsächlich nicht natürlich entstanden. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde an dieser Stelle mit dem Bau einer Wehrtechnischen Fakultät begonnen. Das Gebäude wurde jedoch nie fertiggestellt und blieb als Rohbau zurück.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände schließlich als Ablageplatz für die Trümmer der zerstörten Stadt genutzt. Ab 1950 brachten täglich zahlreiche Lastwagen Schutt hierher. Über einen Zeitraum von rund 22 Jahren wurden etwa 26 Millionen Kubikmeter Material aufgeschüttet. Anschließend wurde der künstlich entstandene Berg bepflanzt und entwickelte sich zu einem Naherholungsgebiet.
Wie hoch ist der Teufelsberg?
Der Teufelsberg ist rund 120 Meter hoch und gehört damit zu den höchsten Erhebungen Berlins. Unter dem bewaldeten Hügel verbergen sich bis heute die Trümmer des Zweiten Weltkriegs und die Überreste der nie fertiggestellten Wehrtechnischen Fakultät.
Wenn du heute durch den Grunewald läufst, ist davon kaum noch etwas zu erkennen. Der Teufelsberg wirkt wie ein ganz normaler bewaldeter Hügel mit zahlreichen Wander- und Mountainbikewegen. Erst die markanten Radarkuppeln auf der Spitze verraten, dass dieser Ort eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte hat.
Während des Kalten Krieges nutzten die Amerikaner und Briten die strategisch günstige Lage des Teufelsbergs. Ende der 1960er Jahre entstand auf der Spitze die Abhörstation mit ihren charakteristischen Radarkuppeln. Von hier wurde unter anderem der Kommunikationsverkehr des Ostblocks überwacht.
1992 wurde der Betrieb der Abhörstation eingestellt. Danach lag das Gelände zunächst brach und entwickelte sich mit der Zeit immer stärker zu einem Ort für Streetart und alternative Kultur. Seit 2018 steht die Anlage unter Denkmalschutz. Heute liegt der Fokus auf dem Erhalt der historischen Gebäude sowie auf Kunst und Kultur.

Wie viel Zeit für den Teufelsberg Berlin einplanen?
Für die Besichtigung des Geländes und der ehemaligen Abhörstation würde ich etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Wenn du dir die Streetart in Ruhe anschauen möchtest und genauso oft zum Fotografieren stehen bleibst wie ich, kann es natürlich auch etwas länger werden.
Plane außerdem genügend Zeit für die Anreise ein. Wenn du mit der S Bahn kommst, brauchst du vom Bahnhof noch etwa 30 Minuten zu Fuß bis zum Teufelsberg.

Lohnt sich eine Besichtigung des Teufelsbergs?
Für mich ganz klar: Ja. Der Teufelsberg ist einer dieser Orte, die für mich sehr gut zeigen, wie vielseitig Berlin ist. Verlassene Gebäude treffen auf bunte Streetart, Geschichte und ganz viel Natur drumherum.
Besonders spannend finde ich die Mischung aus ehemaliger Abhörstation, riesigen Murals und der Aussicht über den Grunewald und Berlin. Wenn du neben den klassischen Sehenswürdigkeiten auch eine andere Seite der Hauptstadt kennenlernen möchtest, lohnt sich die Besichtigung meiner Meinung nach sehr.
Ich selbst war im Laufe der Jahre schon viermal auf dem Teufelsberg. Trotzdem gibt es bei jedem Besuch wieder etwas Neues zu entdecken, denn die Streetart verändert sich ständig. Genau das macht den Ort für mich auch nach mehreren Besuchen noch spannend.

Du möchtest noch mehr ungewöhnliche Seiten der Hauptstadt entdecken? Dann findest du in meinen 21 alternativen Touren in Berlin weitere Ideen abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
Wenn du schon einmal im Grunewald bist, kannst du deinen Besuch auf dem Teufelsberg gut mit weiteren Orten in der Umgebung verbinden.
Nicht weit entfernt liegt der Teufelssee, den du über verschiedene Wanderwege durch den Grunewald erreichst. Wenn du noch etwas länger durch die Natur laufen möchtest, kannst du deine Tour bis zum rund 4 Kilometer entfernten Grunewaldturm verlängern. Von dort hast du ebenfalls eine tolle Aussicht über die Umgebung.
Eine andere Möglichkeit ist der Weg Richtung Olympiastadion und Glockenturm. Vom Teufelsberg sind es etwa 3 Kilometer zu Fuß. Besonders den Glockenturm kann ich dir für einen weiteren Blick über Berlin empfehlen. Anschließend kommst du mit S Bahn oder U Bahn bequem zurück ins Stadtzentrum.
Mein Tipp: Wenn du Aussichtspunkte genauso gern magst wie ich, findest du in meinem Beitrag über die schönsten Aussichtspunkte in Berlin noch weitere Orte mit Blick über die Hauptstadt.












Häufige Fragen zum Teufelsberg Berlin
Der Teufelsberg liegt im Grunewald im Westen von Berlin, im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die ehemalige Abhörstation befindet sich auf der Spitze des künstlich aufgeschütteten Berges.
Der Teufelsberg ist rund 120 Meter hoch und gehört damit zu den höchsten Erhebungen Berlins. Seine heutige Höhe entstand durch die Aufschüttung von Trümmern nach dem Zweiten Weltkrieg.
Der reguläre Eintritt kostet aktuell 12 Euro für Erwachsene. Ermäßigte Tickets sowie günstigere Tickets für Kinder und Jugendliche sind ebenfalls erhältlich. Da sich Eintrittspreise ändern können, solltest du die aktuellen Preise vor deinem Besuch noch einmal prüfen.
Ja. Du kannst die ehemalige Abhörstation und das zugängliche Gelände ohne Führung auf eigene Faust erkunden. Eine Führung ist daher nicht notwendig, kann aber interessant sein, wenn du mehr über die Geschichte der Abhörstation erfahren möchtest.
Für die Besichtigung würde ich etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Wenn du dir die Streetart ausführlich anschauen und viele Fotos machen möchtest, lohnt sich etwas zusätzliche Zeit. Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln solltest du außerdem den etwa 30-minütigen Fußweg berücksichtigen.
Berlin weiter planen
Du möchtest noch mehr besondere Orte in Berlin entdecken? Dann könnten diese Beiträge für deine weitere Planung interessant sein:
- Alternative Touren in Berlin: Entdecke ungewöhnliche Orte und Erlebnisse abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten.
- Aussichtspunkte in Berlin: Meine Tipps für tolle Blicke über die Hauptstadt.
- Glockenturm Berlin: Alle Tipps für deinen Besuch und die Aussicht vom Glockenturm.
- Berlin Blog: Hier findest du alle meine Berlin Tipps, Ausflugsziele und Ideen auf einen Blick.
bei Google entdecken
Hat dir dieser Beitrag geholfen? Dann kannst du Mandys Abenteuerwelt bei Google als bevorzugte Quelle auswählen. So erhöhst du die Chance, meine Reisetipps künftig in deiner Google-Suche wiederzufinden.
Bei Google als Quelle hinzufügen
