Der Glockenturm Berlin am Olympiastadion gehört für mich zu den schönsten Aussichtspunkten der Hauptstadt. Von hier oben reicht der Blick weit über das Olympiagelände, die Waldbühne und bei guter Sicht bis zum Fernsehturm am Alexanderplatz. Doch nicht nur die Aussicht macht den Glockenturm interessant, sondern auch seine besondere Architektur und Geschichte.
Schon länger wollte ich den Glockenturm besichtigen. Als sich schließlich spontan die Gelegenheit ergab, war ich gespannt, was mich dort erwartet. Besonders der Rundumblick von der oberen Aussichtsplattform hat mich beeindruckt.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meinen Besuch und zeige dir, was dich auf dem Glockenturm erwartet. Außerdem findest du praktische Informationen zur Anfahrt, zu den Öffnungszeiten und zum Eintritt.

Aktueller Hinweis (Oktober 2026): Der Glockenturm Berlin ist derzeit bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Eine Besichtigung der Aussichtsplattform ist aktuell nicht möglich. Die folgenden Eindrücke stammen von meinem früheren Besuch. Bitte informiere dich vor deiner Planung über den aktuellen Stand auf der offiziellen Website des Olympiaparks Berlin.
Inhaltsübersicht
Für Eilige: Glockenturm Berlin im Überblick
- Lage: Am Olympiastadion Berlin, direkt neben der Waldbühne
- Aussicht: Rundumblick über das Olympiagelände, den Grunewald und große Teile Berlins
- Öffnungszeiten: Derzeit geschlossen, keine regulären Besuchszeiten
- Eintritt: Aktuell kein Besuch möglich. Bei meinem früheren Besuch kostete der Eintritt 6 Euro.
- Mein Tipp: Besonders die obere Aussichtsplattform lohnt sich wegen des freien Rundumblicks, sobald der Glockenturm wieder zugänglich ist.
Anfahrt zum Glockenturm Berlin
Der Glockenturm Berlin befindet sich im Olympiapark, direkt neben der Waldbühne und westlich des Olympiastadions. Am einfachsten erreichst du ihn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Anreise mit der S-Bahn: Mit den Linien S3 und S9 fährst du bis zum Bahnhof Pichelsberg. Von dort erreichst du den Bereich der Waldbühne und des Glockenturms in wenigen Minuten zu Fuß.
Anreise mit der U-Bahn: Alternativ kannst du die U2 bis zum Bahnhof Olympia-Stadion nehmen. Von dort ist der Fußweg allerdings deutlich länger. Plane ungefähr 20 Minuten ein.
Anreise mit dem Auto: Die Zufahrt erfolgt unter anderem über die Heerstraße und die Passenheimer Straße. Parkmöglichkeiten gibt es im Umfeld des Olympiaparks, allerdings sind diese insbesondere bei Veranstaltungen begrenzt und teilweise kostenpflichtig.
Mein Tipp: Ich würde die Anreise mit der S-Bahn bis Pichelsberg empfehlen. Beachte außerdem, dass es bei Konzerten in der Waldbühne zu Straßensperrungen und Einschränkungen beim Parken kommen kann.
Adresse: Am Glockenturm, 14053 Berlin
Glockenturm Berlin: Öffnungszeiten und Eintritt
Der Glockenturm Berlin ist aktuell bis auf Weiteres geschlossen (Stand Oktober 2026). Die Aussichtsplattform und die Langemarckhalle können derzeit nicht regulär besichtigt werden. Ein Termin für die Wiedereröffnung ist bislang nicht bekannt.
Bei meinem Besuch war der Glockenturm während der Saison von Ende März bis Anfang November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostete damals 6 Euro pro Person. Darin enthalten waren die Ausstellung in der Langemarckhalle sowie die Fahrt mit dem Expressaufzug zur Aussichtsplattform.
Diese Angaben stammen aus Oktober 2024 und gelten nicht als aktuelle Öffnungszeiten oder Eintrittspreise.
Mein Tipp: Wenn du den Glockenturm besuchen möchtest, prüfe vorher die aktuellen Informationen auf der offiziellen Website des Olympiaparks Berlin. So erfährst du, ob eine Besichtigung inzwischen wieder möglich ist.

Mit dem Aufzug zur ersten Aussichtsplattform
Neugierig betreten wir den Glockenturm Berlin, obwohl das Gebäude von außen nicht gerade einladend wirkt. Im Erdgeschoss ist es ziemlich dunkel und nur wenige andere Besucher haben den Weg hierher gefunden.
Ohne Wartezeit kaufen wir unsere Eintrittskarten und nehmen anschließend den Expressaufzug nach oben. Innerhalb von nur 25 Sekunden erreichen wir die erste Aussichtsplattform in der vierten Etage.
Hier fällt uns sofort auf, wie hoch die Mauern und Schutzgitter sind. Zum Glück stehen kleine Hocker bereit, auf die wir steigen können, um besser durch die Gitter zu schauen.
Besonders beeindruckend finde ich den direkten Blick auf das Olympiastadion Berlin. Aus dieser Perspektive lässt sich die Größe des Stadions erst richtig erkennen. Natürlich ist auch die große Olympiaglocke ein Blickfang.

Rundumblick von der oberen Aussichtsplattform
Zur oberen Aussichtsplattform gelangen wir ausschließlich über eine Treppe. Auch hier sind die Schutzgitter aus Sicherheitsgründen sehr hoch angebracht.
Der entscheidende Unterschied zur unteren Plattform ist allerdings die Aussicht: Von hier oben können wir in alle vier Himmelsrichtungen über Berlin blicken.
Unser Blick reicht von Spandau über den Grunewald mit dem Teufelsberg bis nach Kreuzberg und zum Fernsehturm am Alexanderplatz. Dazu kommen viele weitere Stadtteile, die sich aus dieser Höhe entdecken lassen.
Für mich gehört die Aussicht vom Glockenturm zu den schönsten Panoramablicken über Berlin. Besonders gut gefällt mir, dass wir nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten sehen, sondern auch die weitläufigen Grünflächen rund um das Olympiagelände.

Die Langemarckhalle: Ausstellung und Geschichte
Nach der Aussicht fahren wir mit dem Aufzug wieder nach unten. Allerdings steigen wir nicht direkt im Erdgeschoss aus, sondern besuchen zunächst die Langemarckhalle am Fuß des Glockenturms.
Schon beim Betreten fällt mir die enorme Deckenhöhe auf. Die schlichte, monumentale Architektur mit ihren klaren Linien finde ich beeindruckend. Gleichzeitig wirkt der Raum ziemlich kühl und streng.
Die Langemarckhalle wurde für die Olympischen Spiele 1936 errichtet und war Teil der nationalsozialistischen Inszenierung des Olympiageländes. Ihr Name erinnert an den sogenannten Mythos von Langemarck, den die Nationalsozialisten für ihre Propaganda nutzten.
Bei unserem Besuch befindet sich hier eine Ausstellung zur Geschichte des Glockenturms und des Olympiageländes. Sie ergänzt die Eindrücke von der Aussichtsplattform und macht deutlich, dass der Glockenturm nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch ein historisch bedeutender Ort ist.
Für mich lohnt es sich deshalb, bei einem Besuch nicht nur die Aussicht zu genießen, sondern auch etwas Zeit für die Langemarckhalle einzuplanen, sobald sie wieder zugänglich ist.

Glockenturm Berlin: Geschichte und Architektur
Der Glockenturm am Olympiastadion ist nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch ein bedeutendes Bauwerk der Berliner Geschichte. Ursprünglich wurde er für die Olympischen Spiele 1936 nach Plänen des Architekten Werner March errichtet.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der ursprüngliche Turm schwer beschädigt und später gesprengt. Der heutige Glockenturm entstand Anfang der 1960er-Jahre als Rekonstruktion und ist mit 77,17 Metern rund einen Meter höher als sein Vorgänger.
Besonders interessant finde ich auch die Architektur des gesamten Olympiageländes. Die monumentalen Gebäude, klaren geometrischen Formen und weitläufigen Anlagen spiegeln die Architektur der nationalsozialistischen Zeit wider. Die Nationalsozialisten nutzten das Gelände für ihre propagandistische Inszenierung der Olympischen Spiele 1936.

Die Olympiaglocke
Ein weiteres interessantes Detail ist die große Olympiaglocke. Die ursprüngliche Glocke wurde für die Olympischen Spiele 1936 gegossen und wiegt rund 4,5 Tonnen. Sie trägt unter anderem den Reichsadler und die Olympischen Ringe.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die beschädigte Glocke geborgen. Heute steht sie als historisches Ausstellungsstück außerhalb des Olympiastadions. Im wiederaufgebauten Glockenturm befindet sich eine neue Glocke.
Gerade diese Mischung aus Aussicht, Architektur und Geschichte macht den Glockenturm für mich zu einem besonderen Ausflugsziel in Berlin.

Mein Fazit: Lohnt sich der Glockenturm Berlin?
Für mich gehört der Glockenturm zu den schönsten Aussichtspunkten in Berlin. Besonders der Rundumblick von der oberen Aussichtsplattform hat mich beeindruckt. Von hier oben kannst du nicht nur das Olympiastadion und die Waldbühne aus einer ungewöhnlichen Perspektive sehen, sondern auch weit über die Hauptstadt und die umliegenden Grünflächen blicken.
Was mir bei meinem Besuch ebenfalls gefallen hat, war die Ruhe. Obwohl wir ohne Wartezeit nach oben fahren konnten, waren nur wenige andere Besucher unterwegs. So konnten wir die Aussicht ganz entspannt genießen.
Auch die Langemarckhalle und die besondere Architektur machen den Glockenturm interessant. Gerade die Verbindung aus Aussicht und Geschichte unterscheidet ihn von vielen anderen Berliner Aussichtspunkten.
Mein Fazit: Sobald der Glockenturm wieder geöffnet ist, lohnt sich ein Besuch meiner Meinung nach auf jeden Fall. Besonders dann, wenn du Berlin bereits etwas kennst und die Stadt einmal aus einer anderen Perspektive entdecken möchtest.
Weitere schöne Aussichtspunkte in Berlin
Bis der Glockenturm wieder zugänglich ist, gibt es zum Glück einige Alternativen. Besonders interessant finde ich den Teufelsberg, von dem du ebenfalls einen weiten Blick über Berlin genießen kannst.
Weitere Aussichtspunkte, die ich selbst besucht habe, sind:
- Müggelturm in Köpenick: Ein schöner Aussichtspunkt mit Blick über die Wälder und Seen im Südosten Berlins.
- Panoramapunkt am Potsdamer Platz: Ideal, wenn du die Berliner Innenstadt von oben sehen möchtest.
- Berliner Fernsehturm: Hier erwartet dich ein Rundumblick aus großer Höhe über das Stadtzentrum.
Noch mehr Ideen findest du in meinem Beitrag über die schönsten Aussichtspunkte in Berlin.
Wenn du weitere Ausflüge in der Hauptstadt planst, schau auch in meinem Berlin Blog vorbei. Dort findest du viele persönliche Erfahrungen und Tipps für deine nächsten Entdeckungen.

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