Eine Gletscherwanderung in Island gehört zu den Erlebnissen, die du so schnell nicht vergisst.
Du stehst auf Eis, das sich ständig bewegt, schaust in tiefe Spalten und merkst plötzlich, wie gewaltig diese Landschaft wirklich ist. Genau deshalb ist eine Gletscherwanderung in Island für viele eines der eindrucksvollsten Abenteuer der Reise.
Ich habe selbst eine Gletscherwanderung im Skaftafell-Nationalpark gemacht und zeige dir hier, was dich erwartet, für wen sich die Tour lohnt und worauf du unbedingt achten solltest.

Wenn du überlegst, welche Aktivitäten sich in Island wirklich lohnen, schau dir auch meinen Guide zu den Island Aktivitäten an – dort bekommst du einen guten Überblick, wie sich eine Gletscherwanderung im Vergleich zu anderen Erlebnissen einordnet.
Inhaltsübersicht
Für Eilige: Gletscherwanderung in Island auf einen Blick
Wenn du gerade planst und schnell entscheiden willst:
- Dauer: meist 2–4 Stunden
- Schwierigkeit: leicht bis moderat
- Voraussetzung: normale Fitness
- Ausrüstung: wird gestellt (Steigeisen, Helm etc.)
- Beste Orte: Skaftafell, Sólheimajökull
- Ganzjährig möglich (Eishöhlen nur im Winter)
Wenn du dir unsicher bist: Eine klassische Tour im Skaftafell ist der beste Einstieg und lässt sich einfach vorab online buchen.*
Mein Tipp: Für die erste Gletscherwanderung ist Skaftafell ideal – gut organisiert, landschaftlich beeindruckend und auch für Einsteiger geeignet.
Meine Erfahrung: Gletscherwanderung in Skaftafell
Während meiner Island Rundreise habe ich eine 3-stündige Gletscherwanderung im Skaftafell gebucht.
Der Startpunkt ist das Skaftafell Terminal. Dort bekommst du zunächst deine komplette Ausrüstung:
- Helm
- Steigeisen
- Eispickel
- Klettergurt (Harness)
Unsere Gruppe war mit etwa 10 Personen angenehm klein.
Anschließend geht es mit einem Bus etwa 15 Minuten in Richtung Gletscher. Von dort läufst du noch ein Stück – inklusive einer kleinen, etwas wackeligen Brücke, die schon ein erstes Abenteuer ist.

Auf dem Gletscher: Das erwartet dich
Sobald du das Eis erreichst, bekommst du eine Einweisung und ziehst die Steigeisen an.
Am Anfang ist das ungewohnt – aber nach ein paar Minuten hast du den Dreh raus.
Was du dort siehst:
- tiefe Gletscherspalten
- kleine Eishöhlen und Wasserlöcher
- Risse im Eis
- schwarze Asche-Schichten vom Vulkan
Gerade diese Mischung macht den Gletscher so faszinierend.
Wichtig: Du bleibst die ganze Zeit in der Gruppe und folgst deinem Guide – Sicherheit geht hier immer vor.
Ein besonderes Highlight war für mich der Moment, in dem wir gesichert an eine Spalte herangeführt wurden und hineinschauen konnten. Je weiter du gehst, desto deutlicher spürst du, wie sich das Eis unter dir verändert – das macht die Erfahrung besonders intensiv.

Wie anstrengend ist eine Gletscherwanderung?
Die Tour ist gut machbar – auch ohne spezielle Erfahrung.
Du solltest:
- trittsicher sein
- eine normale Grundfitness haben
- keine Angst vor unebenem Untergrund haben
Mein Eindruck: Es ist anstrengender als ein Spaziergang, aber deutlich einfacher, als viele erwarten.

Wann ist die beste Zeit für eine Gletscherwanderung?
Gletscherwanderungen sind ganzjährig möglich – aber die Erfahrung unterscheidet sich.
Sommer:
- bessere Zugänglichkeit
- längere Tage
- oft stabileres Wetter
Winter:
- zusätzlich Eishöhlen möglich
- intensivere Farben im Eis
- aber auch anspruchsvollere Bedingungen
Wichtig zu wissen: Eishöhlen sind meist nur von Ende Oktober bis März zugänglich.

Die besten Orte für Gletscherwanderungen in Island
Wenn du gerade planst, hast du mehrere Optionen:
Skaftafell (Svínafellsjökull)
- perfekt für Einsteiger
- gut organisiert
- sehr beliebt
Sólheimajökull
- näher an Reykjavik
- ebenfalls ganzjährig möglich
Jökulsárlón Region
- Fokus auf Eishöhlen im Winter
Mein Tipp: Für deine erste Gletscherwanderung ist Skaftafell die beste Wahl.

Was solltest du anziehen?
Du brauchst keine Spezialausrüstung – aber die richtige Kleidung ist entscheidend.
Das solltest du tragen:
- wasserdichte Wanderschuhe
- Handschuhe
- wasserfeste Jacke
- bequeme, wetterfeste Hose
- mehrere Kleidungsschichten
Im Winter zusätzlich:
- Thermo-Unterwäsche
- Mütze und ggf. Schal
Wichtig: Zieh dich im Zwiebellook an – auf dem Gletscher wird dir schneller warm, als du denkst.
Viele Touren werden abgesagt, wenn die Ausrüstung nicht passt – vor allem bei Schuhen solltest du also nicht sparen.

Welche Tour lohnt sich?
Die meisten Touren sind ähnlich aufgebaut – Unterschiede liegen vor allem in Dauer und Zusatzangeboten.
👉 Gute Optionen sind:
- klassische Gletscherwanderung ab Skaftafell*
- Gletscherwanderung am Sólheimajökull*
- Kombination aus Gletscherwanderung und Eisklettern*
- Eishöhlen-Tour ab Jökulsárlón*
Mein Tipp: Für den ersten Eindruck reicht eine klassische 3-Stunden-Tour völlig aus.
Die Preise unterscheiden sich kaum – wichtiger ist ein guter Anbieter und flexible Stornierung.
Viele dieser Touren kannst du auch direkt ab Reykjavik buchen – eine Übersicht findest du in meinem Beitrag zu den Reykjavik Tickets.

Lohnt sich eine Gletscherwanderung in Island?
Eine Gletscherwanderung lohnt sich vor allem dann, wenn du Island nicht nur sehen, sondern aktiv erleben möchtest.
Wenn du:
- Island intensiver erleben willst
- nicht nur vom Parkplatz aus schauen möchtest
- Lust auf etwas Neues hast
… dann gehört diese Erfahrung definitiv auf deine Liste.
Für mich war es einer der Momente, in denen ich Island nochmal ganz anders wahrgenommen habe.
FAQ zur Gletscherwanderung in Island
Mit Guide und Ausrüstung ist sie sicher. Alle Touren werden professionell begleitet und auf Sicherheit ausgelegt.
Nein, die meisten Touren sind für Anfänger geeignet und erfordern keine Vorkenntnisse.
Nein, das ist nicht erlaubt und auch nicht sicher. Du solltest immer mit einem Guide unterwegs sein.
Auch im Sommer kann es sehr kühl und windig sein. Warme, wasserdichte Kleidung ist daher wichtig.
Mein Fazit
Eine Gletscherwanderung in Island ist keine Pflicht – aber eine der Erfahrungen, die deine Reise besonders machen können.
Gerade im Skaftafell bekommst du einen guten Einstieg: organisiert, sicher und trotzdem eindrucksvoll.
Wenn du dir unsicher bist: Probiere es aus. Es ist viel zugänglicher, als es auf den ersten Blick wirkt.

Weitere Tipps für deine Island Reise
Wenn du deine Route planst, schau dir auch diese Beiträge an:

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