Die Halbinsel Snæfellsnes in Island – oft auch als Snæfellsnes Peninsula bezeichnet – wird nicht ohne Grund als „Island im Miniaturformat“ beschrieben.
Auf kleinem Raum findest du hier alles, was Island so besonders macht: Vulkane, Gletscher, schwarze Strände, Lavafelder und spektakuläre Küsten.
Doch lohnt sich ein Besuch wirklich – und wie planst du deine Route sinnvoll?
In diesem Guide zeige ich dir:
- die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Snæfellsnes
- meine persönlichen Highlights
- und konkrete Tipps für deine Planung
So kannst du deine Zeit auf der Halbinsel optimal nutzen.

Inhaltsübersicht
Für Eilige: Snæfellsnes Halbinsel
- perfekte Alternative zum Golden Circle
- deutlich weniger überlaufen
- ideal für 1,5–2 Tage
- perfekt als Roadtrip ab Reykjavik
- extrem abwechslungsreiche Landschaft auf kurzer Strecke
- Unterkünfte früh sichern* (besonders in der Hochsaison!)
Ist Snæfellsnes eine Alternative zum Golden Circle?
Die kurze Antwort: Ja – und oft sogar die bessere Wahl.
Während der Golden Circle sehr gut erreichbar, aber auch stark besucht ist, bietet dir Snæfellsnes deutlich mehr Ruhe und Abwechslung.
Du bekommst hier:
- weniger Touristen
- abwechslungsreichere Landschaft
- mehr „Island-Feeling“
Wenn du dich entscheiden musst: Snæfellsnes wirkt oft authentischer.

Wieviele Tage am besten für Snæfellsneseinplanen?
Es ist durchaus möglich die Halbinsel Snæfellsnes an einem Tag zu erkunden oder sogar als Tagesausflug von Reykjavik. Jedoch hat die Halbinsel so viele sehenswerte Orte und auch Wanderwege, so dass ich mindestens 1,5 bzw. sogar 2 Tage empfehle.
Jeder zusätzliche Tag auf der Halbinsel Snæfellsnes lohnt sich schließlich um eine Wanderung zu unternehmen, einen Reitausflug mit einzuplanen oder auch für eine Kayaktour.
So planst du deine Route auf Snæfellsnes
Damit dein Roadtrip entspannt bleibt, lohnt sich eine klare Struktur:
- starte früh am Morgen in Reykjavik
- fahre die Halbinsel im Uhrzeigersinn
- kombiniere Stopps entlang der Südküste
- plane Highlights wie Kirkjufell bewusst zum Tagesende
Mein Tipp: Versuche nicht alles mitzunehmen – setze klare Prioritäten.

Wann ist die beste Reisezeit für Snæfellsnes?
Tatsächlich ist Snæfellsnes das ganze Jahr über ein lohnenswertes Reiseziel. In den Sommermonaten Juli und August ist die Halbinsel am beliebtesten, da das Wetter an den meisten Tagen gut ist.
Jedoch ist Snæfellsnes auch im Winter sehr attraktiv, denn die Straßen sind mit Winterreifen gut befahrbar und die Landschaft im Schnee ist sicher ein besonderes Erlebnis. Zusätzlich ist die Sichtung von Nordlichtern hier im Winter garantiert.

Snæfellsnes als Selbstfahrer oder Tour?
Mit einem eigenem Mietauto entscheidest Du über das Tempo und an welchen Sehenswürdigkeiten Du anhalten möchtest. Somit kannst Du auch an den weniger bekannten Orten einen Stop mit einplanen. Die Straßen sind einfach zu befahren und sogar größtenteils asphaltiert.
Eine Tagestour von Reykjavik bietet zum Beispiel Adventures an. Mit dieser 12 Stunden-Tour siehst Du schließlich alle markanten Sehenswürdigkeiten der Halbinsel im Schnelldurchlauf. Die Flexibilität als Selbstfahrer ist oft meine bevorzugte Wahl, jedoch vermisse ich dabei die Informationen bzw. muss mir diese selbst anlesen. Beides hat also seine Vorteile.

Top Sehenswürdigkeiten der Halbinsel Snæfellsnes
Hier liste ich nun die besten Sehenswürdigkeiten der Halbinsel im Uhrzeigersinn auf. Ich beginne im Süden, um Dir somit die Planung zu erleichtern. Allerdings kannst Du auch andersherum Deine Erkundungstour der Halbinsel Snæfellsnes in Angriff nehmen.
Fast alle Orte sind tatsächlich kostenfrei, jedoch solltest Du ein kleines Budget für einen Snack oder Kaffee mit einplanen. Mit einem Mittagspaket bist Du auf der Halbinsel einfach am flexibelsten und kannst Dein Sandwich dann mit der besten Aussicht genießen.

Tipp: Solltest Du aus Reykjavikrichtung kommen, empfiehlt sich ein Stop in Borganes. Hier kannst Du im Bonus Supermarkt Deine Vorräte auffüllen oder in der Bäckerei Geirabakari Kaffihus ein leckeres Zimtbrötchen essen.
In Borganes ist auch das Settlement Centre, jedoch hat mir die Ausstellung dort nicht sonderlich gefallen. Bevor wir nach Borganes gefahren sind, haben wir einen kleinen Umweg zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafossar gemacht.

Gerduberg Klippen
Dauer: 20–30 Minuten
Lage: südlich, nahe der Straße 54
Die Basaltsäulen der Gerduberg Cliffs wirken fast künstlich, so gleichmäßig sind sie geformt.
Die bis zu 14 Meter hohen Säulen gehören zu den schönsten Beispielen dieser Art in Island und sind ein perfekter erster Stopp auf deiner Route.
Tipp: Ein kurzer Halt reicht völlig aus – ideal zum Ankommen auf der Halbinsel.

Ytri Tunga Strand, Halbinsel Snæfellsnes
Dauer: 30–45 Minuten
Lage: Südküste
Der Ytri Tunga ist einer der wenigen goldenen Strände Islands – und vor allem bekannt für seine Robbenkolonie.
Mit etwas Glück kannst du hier Robben beobachten, die sich auf den Felsen ausruhen oder im Wasser spielen.
Tipp: Halte Abstand (mind. 50 Meter), um die Tiere nicht zu stören.

Sollten die Robben mal nicht vor Ort sein, lohnt sich der Besuch des Sandstrandes dennoch. Denn dieser Strand ist einer der wenigen Strände die nicht schwarz sind.
Bjarnarfoss Wasserfall, Halbinsel Snæfellsnes
Dauer: 15–30 Minuten
Lage: an der Straße 54
Der schlanke Bjarnarfoss fällt eindrucksvoll über eine grüne Bergflanke.
Schon von der Straße aus hast du eine gute Sicht, aber ein kurzer Spaziergang bringt dich näher heran.
Tipp: Perfekt als kurzer Fotostopp ohne großen Zeitaufwand.

Budir Kirche, Halbinsel Snaefellsnes
Dauer: 20–30 Minuten
Lage: Südküste
Die schwarze Holzkirche Búðakirkja zählt zu den bekanntesten Fotospots Islands.
Umgeben von Lavafeldern wirkt sie besonders kontrastreich und fast surreal.
Tipp: Besonders schön bei Sonnenuntergang oder Nebel.

Raudafeldsgja Schlucht
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: nahe Arnarstapi
Die schmale Schlucht Rauðfeldsgjá ist von außen kaum sichtbar und wirkt wie ein verstecktes Abenteuer.
Wenn du hineinläufst, wird es schnell enger – teilweise musst du über Steine klettern.
Tipp: Nur mit festem Schuhwerk – und etwas Abenteuerlust.
Küstenwanderung zwischen Arnastapi und Hellnar
Dauer: 1–2 Stunden
Lage: Südküste
Die Küstenwanderung zwischen Arnarstapi und Hellnar gehört zu den schönsten Spaziergängen der Region.
Dich erwarten spektakuläre Klippen, Lavabögen und ständig wechselnde Ausblicke auf den Atlantik.
Tipp: Plane genug Zeit ein – der Weg ist einfach, aber landschaftlich besonders.

Londrangar Klippen
Dauer: 20–30 Minuten
Lage: Westküste
Die Lóndrangar sind markante Felsformationen, die wie Türme aus dem Meer ragen.
Die Landschaft wirkt hier besonders rau und dramatisch – typisch Island.
Tipp: Perfekter kurzer Fotostopp mit starkem Wow-Effekt.

Vatnshellir Höhle, Halbinsel Snæfellsnes
Dauer: ca. 45–60 Minuten
Lage: im Nationalpark
Die Vatnshellir Cave ist eine Lavahöhle, die nur im Rahmen einer Führung besucht werden kann.
Du steigst über eine Wendeltreppe hinab in völlige Dunkelheit – ein echtes Erlebnis.
Tipp: Unbedingt vorab buchen, da die Plätze begrenzt sind.

Tipp: Höhlentour im Voraus buchen auf der Webseite der Vatnshellir.
Djupalonssandur Strand
Dauer: 45–60 Minuten
Lage: Westküste
Der schwarze Lava-Strand Djúpalónssandur gehört zu den eindrucksvollsten Orten der Halbinsel. Neben den dunklen Steinen findest du hier auch Überreste eines Schiffswracks.
Tipp: Laufe auch hinter die Felsen – dort ist es oft deutlich ruhiger.


Tipp: Auf diesem Parkplatz gibt es Toiletten. Auf den folgenden Stopps dann erst mal keine mehr. Also diese Gelegenheit noch einmal nutzen.
Saxholar Krater, Halbinsel Snæfellsnes
Dauer: 20–30 Minuten
Lage: Westseite
Der Saxhóll ist über eine Treppe leicht zugänglich und bietet eine tolle Aussicht über Lavafelder und Küste.
Tipp: Perfekter kurzer Stopp mit viel Aussicht.

Kirkjufellsfoss
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: Norden, bei Grundarfjörður
Der Kirkjufell zählt zu den meistfotografierten Bergen Islands. Zusammen mit dem Wasserfall im Vordergrund ergibt sich das bekannte Postkartenmotiv.
Tipp: Komm früh morgens oder abends – dann ist es deutlich ruhiger.

Stykkishólmur
Dauer: 30–60 Minuten
Lage: Nordküste
Die kleine Stadt Stykkishólmur ist bekannt für ihre bunten Häuser und den Hafen.
Ein schöner Ort für eine Pause oder als Ausgangspunkt für die Fähre in die Westfjorde.
Tipp: Perfekt für einen entspannten Zwischenstopp.
Weitere Highlights (wenn du mehr Zeit hast)
Wenn du noch Zeit hast, lohnt sich zusätzlich:
- Berserkjahraun Lavafeld
- Norwegian House
- Vulkanmuseum auf Snæfellsnes
Tipp: Diese Spots sind deutlich ruhiger und perfekt, wenn du abseits der klassischen Route unterwegs sein willst.
Fähre von Stykkisholmur zu den Westfjorden oder über Land
Von Stykkisholmur fährt eine Autofähre (Baldur-Fähre) nach Brjanslaekur in den Westfjorden. Die Fahrt dauert fast 3 Stunden und kostet etwas 41 Euro pro Fahrzeug und zusätzlich noch einmal 41 Euro pro Person. Wir sind schließlich über Land in fast 5 Stunden zu den Westfjorden gefahren. Es ist eine lange Autofahrt aber landschaftlich sehr abwechslungsreich und zudem auch kostengünstiger.

Wo übernachten auf der Halbinsel Snæfellsnes?
Die Auswahl an Unterkünften ist begrenzt – und gerade im Sommer schnell ausgebucht.
Mein Tipp: Buche früh und bleibe flexibel bei der Lage.
Gute Regionen:
- Arnarstapi (Südküste)
- Grundarfjörður (Nordküste)
- Stykkishólmur

Lass einfach die Verfügbarkeit und den Preis Dir helfen bei der Entscheidung. Hier aber noch ein paar Empfehlungen mit guten Bewertungen:
Budget Unterkünfte
- Grund í Grundarfirdi*: Die Pension liegt in Grundarfjordur und verfügt über Zimmer mit Gemeinschaftsbad. Die Gemeinschaftsküche lädt zum Selbstversorgen ein.
Mittelklasse Unterkünfte
- Helgafell*: Diese Unterkunft verfügt über gemütliche Zimmer mit eigenem Bad nahe von Stykkisholmur und bietet Frühstück mit an.
- Arnastapi Cottage*: Hier gibt es ein Restaurant und eine Bar. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Terrasse mit Bergblick.

Fazit: Lohnt sich die Snæfellsnes Halbinsel?
Die Snæfellsnes Halbinsel ist eine der vielseitigsten Regionen Islands – und für viele ein echtes Highlight der Reise. Auf kleinem Raum bekommst du:
- Vulkane und Gletscher
- schwarze Strände
- spektakuläre Küsten
- und charmante Fischerdörfer
Mein Tipp: Plane mindestens 1,5 bis 2 Tage ein, um die Region entspannt zu erleben.
Wenn du deine Route planst, schau dir unbedingt auch diese Guides an:

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