Das alte Fischerdorf Rahnsdorf gehört für mich zu den Ausflugszielen in Berlin, bei denen sich die Großstadt plötzlich ziemlich weit weg anfühlt. Kopfsteinpflaster, alte Häuser, die Dorfkirche und die Lage direkt an der Müggelspree sorgen hier für eine ganz andere Atmosphäre als mitten in Berlin.
Bei einem Spaziergang durch das Fischerdorf kannst du die historische Dorfstraße entdecken, an der Fischerei vorbeischauen und deinen Ausflug anschließend mit Neu Venedig oder einer Tour rund um den Müggelsee verbinden.

Inhaltsübersicht
Für Eilige: Meine Tipps für das Fischerdorf Rahnsdorf
Lohnt es sich? Ja, besonders wenn du einen ruhigen Ausflug ans Wasser mit etwas Berliner Dorfgeschichte verbinden möchtest.
Nicht verpassen: Dorfkirche, historische Dorfstraße, Flatter Ulme und die Fischerei.
Besonders: Mit der kleinen Ruderfähre F24 kannst du die Müggelspree überqueren.
Anreise: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, besonders schön finde ich den Ausflug aber mit dem Fahrrad.
Gut kombinierbar: Neu Venedig und der Müggelsee liegen ganz in der Nähe.
Mein Tipp: Plane den Ausflug nicht zu knapp. Gerade die Kombination aus Fischerdorf, Fähre und Wasser macht Rahnsdorf für mich besonders.
Wo ist das Fischerdorf Rahnsdorf?
Das alte Fischerdorf Rahnsdorf liegt im Südosten von Berlin im Bezirk Treptow Köpenick. Der historische Dorfkern befindet sich direkt an der Müggelspree und nur unweit des Müggelsees.
Kaum zu glauben, dass man hier noch in Berlin ist. Rund um die alte Dorfstraße, die Kirche und das Wasser wirkt Rahnsdorf deutlich dörflicher und ruhiger als viele andere Ecken der Hauptstadt.
Rahnsdorf blickt auf eine lange Geschichte als Fischerdorf zurück. Die Nähe zum Wasser prägt den Ort bis heute und genau das macht für mich einen großen Teil seines Charmes aus.

Anreise zum Fischerdorf Rahnsdorf
Ganz so schnell wie zu vielen anderen Berliner Ausflugszielen kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ins alte Fischerdorf Rahnsdorf. Dafür beginnt hier für mich schon ein bisschen das Ausflugsgefühl.
Mit S Bahn und Bus
Mit der S3 fährst du bis zum S Bahnhof Rahnsdorf. Von dort kannst du mit dem Bus 161 bis Rahnsdorf/Waldschänke weiterfahren. Das letzte Stück bis zum historischen Dorfkern legst du zu Fuß zurück.
Mit der Tram
Eine weitere Möglichkeit ist die Tram 61 bis zur Endhaltestelle Rahnsdorf/Waldschänke. Auch von hier geht es zu Fuß weiter ins Fischerdorf.
Mit der Fähre
Besonders schön kannst du die Anreise mit einer Fahrt über das Wasser verbinden. Die saisonale Fähre F23 fährt zwischen Müggelwerderweg und Kruggasse. Der Anleger Kruggasse befindet sich direkt beim alten Fischerdorf.
Da sich Fahrpläne und Saisonzeiten ändern können, prüfe deine Verbindung am besten kurz vor dem Ausflug noch einmal bei der BVG.
Mein Tipp: Besonders schön finde ich den Ausflug mit dem Fahrrad. Du kannst dein Rad in der S Bahn mitnehmen und ab Rahnsdorf weiterradeln. So lässt sich das Fischerdorf auch wunderbar mit dem Müggelsee oder Neu Venedig verbinden.
Mit dem Auto würde ich dagegen nicht unbedingt anreisen. Direkt im historischen Dorfkern sind die Parkmöglichkeiten sehr begrenzt.
Spaziergang durch das alte Fischerdorf Rahnsdorf
Im historischen Dorfkern angekommen, lohnt es sich, das Fahrrad erst einmal zu schieben. Auf dem Kopfsteinpflaster fährt es sich ohnehin nicht besonders angenehm und zu Fuß entgeht dir garantiert weniger.
Die Dorfstraße führt dich vorbei an alten Häusern, mächtigen Bäumen und kleinen Details, die noch an die Geschichte des Fischerdorfs erinnern. Genau diese Mischung macht den Spaziergang für mich so schön.

Hofladen und die eindrucksvolle Flatter Ulme
Auf dem Kopfsteinpflaster laufen wir in Richtung Dorfkirche. Auf der rechten Seite entdecke ich einen kleinen Hofladen, der wunderbar zum dörflichen Charakter von Rahnsdorf passt.
Nur wenige Meter weiter fällt mir ein ziemlich imposanter Baum ins Auge: die alte Flatter Ulme. Sie gehört zu den besonderen Naturdenkmälern in Rahnsdorf und beeindruckt allein schon durch ihre Größe. Auch einige der alten Eichen entlang der Dorfstraße sind kaum zu übersehen.
Mein Tipp: Schau dir die Flatter Ulme unbedingt etwas genauer an. Zwischen Dorfstraße und alten Häusern könnte man fast an ihr vorbeilaufen, dabei ist sie für mich eine der kleinen Besonderheiten des Fischerdorfs.

Denkmalgeschützter Dorfanger und Gedenksteine
Wenig später erreichen wir den Dorfanger. Auf einer Tafel entdecke ich den Hinweis, dass die Dorfstraße und der Dorfanger unter Denkmalschutz stehen. Spätestens hier lohnt es sich, etwas langsamer durch Rahnsdorf zu laufen und auch auf die kleinen Details am Wegesrand zu achten.
Bevor ich weiter zur Dorfkirche gehe, schaue ich mir die Gedenksteine genauer an. Einer erinnert an den Fischermeister August Herrmann, der zahlreiche Menschen vor dem Ertrinken im Müggelsee rettete und dafür ausgezeichnet wurde.
Auch Fischermeister Karl Lupe wird hier mit einem Gedenkstein geehrt. Solche kleinen Entdeckungen erzählen für mich fast mehr über die Vergangenheit des Fischerdorfs als eine lange Geschichtstafel.

Dorfkirche Rahnsdorf und kleiner Friedhof
Den Mittelpunkt des alten Fischerdorfs bildet die Dorfkirche Rahnsdorf. Rundherum verläuft die kopfsteingepflasterte Dorfstraße und zusammen mit den alten Häusern wirkt dieser Teil von Rahnsdorf tatsächlich noch erstaunlich dörflich.
Besonders auffällig finde ich den quadratischen Kirchturm mit seiner Wetterfahne. Darauf ist passend zur Geschichte des Ortes ein Fisch zu erkennen.

Auch einen Blick ins Innere der evangelischen Dorfkirche solltest du werfen, wenn sie bei deinem Besuch geöffnet ist. Die Einrichtung ist eher schlicht, was für mich aber gut zur kleinen Dorfkirche passt.
Hinter der Kirche befindet sich der kleine historische Friedhof. Viel Zeit brauchst du für die Besichtigung nicht, aber zusammen mit Kirche, Dorfanger und den alten Häusern gehört dieser Bereich für mich unbedingt zu einem Spaziergang durch das Fischerdorf Rahnsdorf.

Müggelseefischerei Thamm in Rahnsdorf
Direkt an der Müggelspree und gleich neben dem Fähranleger liegt die Müggelseefischerei Thamm. Für mich gehört ein Stopp hier einfach zu einem Ausflug ins alte Fischerdorf Rahnsdorf dazu.
Die Fischerei wird als Familienbetrieb geführt und die Verbindung zum traditionellen Fischerhandwerk ist hier bis heute erhalten geblieben. Vor Ort bekommst du unter anderem frisch geräucherten Fisch und kannst deine Pause direkt am Wasser verbringen.
Wenn du Fisch magst, würde ich den Besuch deshalb möglichst auf die Öffnungszeiten der Fischerei abstimmen.
Öffnungszeiten 2026:
- Saison: 1. Mai bis 3. Oktober
- Samstag, Sonntag und Feiertage
- 10 bis 18 Uhr
Da sich Öffnungszeiten kurzfristig ändern können, prüfe sie am besten vor deinem Ausflug noch einmal direkt bei der Müggelseefischerei.
Kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Die Fischerei liegt so schön am Wasser, dass sie sich nicht nur zum Fischkaufen eignet. Hier lässt sich wunderbar eine kleine Pause in deinen Spaziergang einbauen.

Mit der kleinsten Fähre Berlins über die Müggelspree
Direkt bei der Fischerei befindet sich der Anleger der Fähre F24. Das Besondere: Hier bringt dich kein gewöhnliches Fährschiff auf die andere Seite der Müggelspree. Die F24 ist eine kleine Ruderfähre und gilt als kleinste Fähre Berlins.
Der Fährmann rudert zwischen Kruggasse und Spreewiesen hin und her. Schon die kurze Überfahrt ist für mich ein kleines Erlebnis und passt wunderbar zum alten Fischerdorf.
Die F24 fährt nur saisonal. Für 2026 ist der Betrieb vom 1. Mai bis 4. Oktober vorgesehen. Die Fähre fährt samstags, sonntags und an Feiertagen. Da sich Fahrzeiten ändern können, solltest du vor deinem Ausflug noch einmal den aktuellen Fahrplan bei der BVG prüfen.
Wichtig, wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist: Auf der kleinen Ruderfähre F24 werden keine Fahrräder befördert. Plane deine Route also entsprechend.

Fischerdorf Rahnsdorf und Neu Venedig verbinden
Wenn du schon in Rahnsdorf bist, kannst du deinen Ausflug wunderbar mit Neu Venedig verbinden. Das kleine Wohngebiet mit seinen Kanälen liegt ganz in der Nähe des alten Fischerdorfs und lässt sich besonders schön vom Wasser aus entdecken.
Am besten erkundest du die ruhigen Kanäle mit einem Kanu oder Kajak. Am Küstergarten nahe der Dorfstraße befindet sich ein Kanuverleih, sodass du deinen Spaziergang durch das Fischerdorf direkt mit einer Paddeltour verbinden kannst.
Natürlich solltest du hier kein zweites Venedig erwarten, aber gerade die Mischung aus Wasser, kleinen Brücken und grünen Grundstücken macht die Gegend für mich zu einem besonderen Ausflugsziel in Berlin.

Mein Fazit zum Fischerdorf Rahnsdorf
Das alte Fischerdorf Rahnsdorf ist für mich ein schöner Ausflugstipp, wenn du Berlin einmal von einer ganz anderen Seite erleben möchtest. Kopfsteinpflaster, Dorfkirche, Fischerei und die Lage an der Müggelspree sorgen dafür, dass sich die Großstadt hier erstaunlich weit weg anfühlt.
Besonders schön finde ich, dass du den Spaziergang durch das Fischerdorf so einfach erweitern kannst. Fahre mit der kleinen Ruderfähre über die Müggelspree oder verbinde Rahnsdorf mit einer Paddeltour durch Neu Venedig. Gerade für einen entspannten Sommertag in Berlin ist das für mich eine richtig schöne Kombination.
Weitere Ausflugsziele rund um Rahnsdorf
Du möchtest noch mehr im Berliner Südosten entdecken? Dann kannst du deinen Ausflug nach Rahnsdorf mit weiteren Zielen in der Umgebung verbinden:
- Müggelturm: Ausflug mit Aussicht über Berlin – Eine schöne Ergänzung, wenn du deinen Tag rund um den Müggelsee verbringen möchtest.
- Aussichtsturm Woltersdorf und Umgebung – Eine weitere Ausflugsidee östlich von Berlin mit Aussicht und viel Natur.
Noch mehr Ideen für kleine Auszeiten vom Großstadttrubel findest du hier:
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