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Gefängnis Köpenick: Lost Place in Berlin besichtigen

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Das Gefängnis Köpenick ist ein spannender Lost Place in Berlin, den ich gemeinsam mit meiner Freundin Sandra erkundet habe. Erfreulicherweise musste ich kein Verbrechen begehen, um in dieses Gefängnis hineinzukommen. Hier sitzt schon lange kein Häftling mehr seine Strafe ab, denn das ehemalige Gefängnis steht mittlerweile größtenteils leer.

Was es hinter den alten Gefängnismauern zu entdecken gibt, welche Überraschungen uns bei unserer Tour erwartet haben und wie auch du das verlassene Gefängnis Köpenick ganz offiziell besichtigen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Gefängnis Köpenick
Eingang zum ehemaligen Gefängnis Köpenick
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Gefängnis Köpenick: Für Eilige

  • Wo? Berlin-Köpenick, Eingang über die Seelenbinderstraße 26
  • Besichtigung: Das ehemalige Gefängnis kannst du im Rahmen einer gebuchten Fototour mit Go2Know erkunden.
  • Dauer: 3 Stunden, in denen du die alten Gefängniszellen und weitere Räume selbstständig entdecken kannst.
  • Preis: 49 € pro Person laut Anbieter, Stand Oktober 2026.
  • Mein Tipp: Besonders spannend für Lost-Place-Fans und alle, die gerne außergewöhnliche Fotomotive entdecken. Plane genügend Zeit für die vielen kleinen Details ein.

Hier kannst du die Fototour im Gefängnis Köpenick buchen und die verfügbaren Termine prüfen:

Gefängnis Köpenick besichtigen: So buchst du deine Tour

Wenn du das ehemalige Gefängnis Köpenick selbst erkunden möchtest, kannst du eine Fototour über Go2Know buchen. Dabei hast du die Möglichkeit, die verlassenen Gefängniszellen und weitere Räume in deinem eigenen Tempo zu entdecken.

Die Touren finden nur an ausgewählten Terminen statt und die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Deshalb würde ich dir empfehlen, rechtzeitig nach einem passenden Termin zu schauen und dein Ticket vorab online zu buchen.

Hier kannst du die aktuellen Termine prüfen und deine Fototour im Gefängnis Köpenick buchen:

Gefängnis Köpenick
oberste Etage Gefängnis Köpenick

Unsere Tour durch das verlassene Gefängnis Köpenick

Ich bin mit meiner Freundin Sandra verabredet. Gemeinsam möchten wir das ehemalige Gefängnis Köpenick erkunden und natürlich auch ein paar Fotos machen.

Pünktlich treffen wir am Eingang ein und werden von den Mitarbeitern von Go2Know freundlich begrüßt. Nach einer kurzen Einweisung dürfen wir das Gebäude auf eigene Faust erkunden.

Schon der Gang im Erdgeschoss wirkt ziemlich düster. Wir entscheiden uns deshalb, zunächst ganz nach oben zu laufen und unsere Entdeckungstour dort zu beginnen.

Verlassene Gefängniszellen und lange Flure

Oben angekommen laufen wir den langen Gang entlang und schauen uns eine Zelle nach der anderen an.

Auf den ersten Blick sehen die Räume ziemlich ähnlich aus. Doch wenn man genauer hinsieht, fallen immer wieder kleine Unterschiede auf.

In manchen Zellen stehen noch alte Holzpritschen, in anderen befindet sich nur ein einzelner Stuhl. Wieder andere sind inzwischen komplett leer.

Eines haben die Zellen jedoch gemeinsam: Sie sind bedrückend klein.

Ich kann mir kaum vorstellen, wie es gewesen sein muss, hier über längere Zeit eingesperrt zu sein. Gerade beim Betreten der einzelnen Räume wird einem bewusst, dass dieses Gebäude nicht einfach nur ein interessanter Lost Place ist, sondern auch eine lange und teilweise grausame Geschichte hat.

Holzpritsche
Holzpritsche
Zellenausstattung
Zellenausstattung

Was gibt es im alten Gefängnis Köpenick zu entdecken?

Während wir die einzelnen Zellen erkunden, entdecken wir schließlich eine Wandmalerei. Sie stammt offensichtlich aus neuerer Zeit, ist aber trotzdem eine interessante Abwechslung zwischen den ansonsten recht ähnlichen Räumen.

In einigen Zellen finden wir außerdem alte Schautafeln und Poster einer Ausstellung. Offenbar wurden manche Räume zwischenzeitlich auch als Archiv genutzt.

So interessant die einzelnen Zellen auch sind, nach einer Weile ähneln sich die Etagen doch sehr. Deshalb machen wir uns schließlich auf den Weg nach unten.

Gefängnis Köpenick
ausrangiertes Ausstellungsmaterial im Gefängnis Köpenick

Unsere Entdeckungen im Keller

Für mich gehört das Untergeschoss zu den spannendsten Bereichen des ehemaligen Gefängnisses Köpenick.

Hier lagern die unterschiedlichsten Gegenstände. Von Kunstwerken bis zu ausrangiertem Material und Schrott ist einiges dabei. Auch der alte Heizungsofen ist ein interessantes Fotomotiv.

Besonders neugierig macht uns allerdings eine kleine Stahltür, die wir schließlich entdecken.

Vorsichtig öffnen wir sie und leuchten hinein. Dahinter ist es stockdunkel. Wir vermuten, dass es sich um eine ehemalige Folterzelle handeln könnte. Später bestätigt uns der Guide diese Vermutung.

Dieser Moment ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Zwischen all den verlassenen Räumen und alten Gegenständen wird hier noch einmal deutlich, welche grausame Vergangenheit das Gebäude hat.

alte Platte Gefängnis Köpenick
Entdeckung im Keller

Die Geschichte des Gefängnisses Köpenick

Die Geschichte des Gefängnisses Köpenick reicht bis ins Jahr 1901 zurück. Ursprünglich wurde das Gebäude als Gerichtsgefängnis errichtet. Hier wurden Menschen vor oder nach ihren Gerichtsverhandlungen inhaftiert.

Ein besonders dunkles Kapitel begann 1933. Während der sogenannten Köpenicker Blutwoche im Juni 1933 verschleppten, misshandelten und ermordeten Angehörige der SA zahlreiche Menschen. Auch das damalige Amtsgerichtsgefängnis gehörte zu den Orten, an denen Menschen gefangen gehalten und gefoltert wurden.

Später wurde das Gebäude auch in der DDR als Gefängnis genutzt. Ab 1964 dienten Teile des ehemaligen Gefängnisses schließlich als Kostümfundus und Schneiderei für das Fernsehen.

Während unserer Besichtigung konnten wir noch einige Spuren dieser unterschiedlichen Nutzungen entdecken. In manchen Zellen befanden sich alte Gegenstände und Hinweise auf die Vergangenheit des Gebäudes.

Heute steht ein großer Teil des ehemaligen Gefängnisses leer. Gerade die Mischung aus verlassenen Räumen und der bewegten Geschichte macht diesen Ort besonders. Gleichzeitig sollte man bei einem Besuch nicht vergessen, welches Leid sich hinter diesen Mauern abgespielt hat.

Wenn du mehr über die Ereignisse im Juni 1933 erfahren möchtest, lohnt sich ein Besuch der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Kunst Gefängnis Köpenick
Kunst in einer Zelle

Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche besuchen

Wenn du dich für die Geschichte des ehemaligen Gefängnisses Köpenick interessierst, solltest du auch die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche besuchen. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe des alten Gefängnisses und kann kostenlos besichtigt werden.

Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse vom Juni 1933. Während der sogenannten Köpenicker Blutwoche wurden zahlreiche Menschen von Angehörigen der SA verschleppt, misshandelt und ermordet. Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer und dokumentiert die Verbrechen.

Zu sehen sind unter anderem eine rekonstruierte Gefängniszelle, historische Dokumente und Berichte von Zeitzeugen.

Öffnungszeiten und Eintritt

Die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche befindet sich in der Puchanstraße 12 in Berlin-Köpenick.

Öffnungszeiten:

  • Dienstag und Donnerstag: 10 bis 18 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 14 bis 18 Uhr
  • Eintritt: kostenlos

Beachte, dass sich Öffnungszeiten ändern können. Informiere dich deshalb vor deinem Besuch noch einmal über die aktuellen Angaben.

Wichtig: Ein Besuch der Gedenkstätte ist nicht mit einer Fototour durch die verlassenen Gefängnisbereiche gleichzusetzen. Wenn du die alten Zellen und Flure erkunden möchtest, benötigst du eine entsprechende Besichtigungsmöglichkeit.

Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche
Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche

Mein Fazit: Lohnt sich die Besichtigung des Gefängnisses Köpenick?

Für mich hat sich die Besichtigung des ehemaligen Gefängnisses Köpenick auf jeden Fall gelohnt. Gemeinsam mit meiner Freundin Sandra konnte ich die verlassenen Zellen und Flure in Ruhe erkunden und viele interessante Fotomotive entdecken.

Besonders spannend fand ich die kleinen Unterschiede zwischen den einzelnen Zellen und unsere Entdeckungen im Keller. Allerdings ähneln sich die verschiedenen Etagen nach einer Weile doch sehr. Wer hier eine große Vielfalt unterschiedlicher Räume erwartet, könnte deshalb etwas enttäuscht sein.

Wenn du dich für Lost Places interessierst und gerne fotografierst, ist das alte Gefängnis Köpenick meiner Meinung nach ein interessantes Ausflugsziel in Berlin. Gleichzeitig ist es ein Ort mit einer bedrückenden Vergangenheit, die bei einer Besichtigung nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Ich würde dir empfehlen, dich vorab über mögliche Fototouren zu informieren und bei Interesse auch die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche zu besuchen.

Wiedersehen Statue
„Wiedersehen“ Statue vor dem Gefängnis

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