Dynjandi ist einer dieser Orte, bei denen du schon beim Aussteigen merkst: Die Anfahrt hat sich gelohnt.
Mitten in den Westfjorden fällt dieser breite, fast fächerförmige Wasserfall über mehrere Stufen ins Tal – und wirkt dabei ganz anders als die typischen Wasserfälle in Island.
Ich war selbst dort und habe schnell gemerkt: Dynjandi ist nicht nur ein Wasserfall, sondern ein Ort, der durch seine Größe und Ruhe wirkt.
In diesem Guide zeige ich dir, wie du den Dynjandi Wasserfall erreichst, was dich vor Ort erwartet und wie du deinen Besuch sinnvoll planst.

Inhaltsübersicht
Für Eilige: Dynjandi auf einen Blick
Wenn du gerade planst und schnell entscheiden willst:
- Lage: Westfjorde, am Arnarfjörður
- Besonderheit: fächerförmiger Wasserfall + mehrere kleinere Fälle
- Höhe: ca. 100 Meter (Hauptwasserfall)
- Zeit einplanen: 1–1,5 Stunden
- Weg: kurzer, aber steiler Aufstieg (ca. 15–20 Minuten)
- Infrastruktur: Parkplatz + Toiletten vorhanden
Mein Tipp: Plane Dynjandi fest in deine Westfjorde-Route ein – er gehört zu den Highlights der Region.
Anfahrt zum Dynjandi Wasserfall
Dynjandi liegt abgelegen in den Westfjorden – und genau das macht ihn besonders.
So erreichst du ihn:
- über die Straße 60 (Vestfjarðavegur)
- etwa 80 km südlich von Ísafjörður
- etwa 40 km von der Fähre Brjánslækur
Die Straße ist größtenteils eine Schotterstraße, die jedoch – zumindest im Sommer – gut befahrbar ist.
Wichtig für deine Planung: Die Strecke zieht sich. Du wirst automatisch langsamer fahren und häufiger stoppen, weil die Landschaft so beeindruckend ist.
Mein Tipp: Plane die Fahrt nicht „auf Kante“, sondern als Teil deines Erlebnisses.
Wenn du noch suchst, findest du hier passende Mietwagen für Island*.

Wann ist die beste Zeit für deinen Besuch?
Die beste Reisezeit für Dynjandi liegt zwischen Juni und September.
- Straßen sind geöffnet
- Wetter stabiler
- Wasserfall durch Schneeschmelze besonders kraftvoll
Im Winter ist die Straße häufig gesperrt – informiere dich unbedingt vorab.
Mein Tipp: Besuche Dynjandi früh am Morgen oder am späten Nachmittag – dann hast du den Ort oft fast für dich.
Was macht Dynjandi so besonders?
Dynjandi ist kein „klassischer“ Wasserfall.
Statt eines einzelnen Falles erwartet dich ein ganzes System aus sieben Wasserfällen, die sich stufenweise den Hang hinunterziehen.
Der größte Wasserfall – Dynjandifoss – ist etwa 100 Meter hoch und wird nach unten hin immer breiter. Genau dadurch entsteht diese typische fächerartige Form.
Dazu kommt:
- raue, fast unberührte Landschaft
- kaum Infrastruktur rundherum
- eine Ruhe, die du in Island nicht überall findest

Die Wanderung zum Dynjandi
Vom Parkplatz aus startest du direkt in die Wanderung.
Das solltest du wissen:
- Dauer: ca. 15–20 Minuten
- Weg: steil, aber gut angelegt
- Untergrund: Steine, Stufen, teilweise uneben
- nicht barrierefrei
Unterwegs kommst du an mehreren kleineren Wasserfällen vorbei – und genau das macht den Weg besonders.
Mein Tipp: Laufe nicht einfach nur hoch, sondern halte zwischendurch an. Die Perspektiven verändern sich ständig. Je näher du dem Wasserfall kommst, desto stärker spürst du die Kraft des Wassers – und wirst dabei oft auch ein bisschen nass.

Die Wasserfälle im Überblick
Neben dem großen Dynjandifoss gibt es noch mehrere kleinere Wasserfälle entlang des Weges:
- Hundafoss
- Bæjarfoss
- Göngumannafoss
- Hrísvaðsfoss
- Strompgljúfrafoss
- Hæstahjallafoss
Sie sind deutlich kleiner, aber perfekt in die Landschaft eingebettet – und machen den Aufstieg abwechslungsreich.

Interessant zu wissen: „Foss“ ist isländisch für ‚Wasserfall‘. Dynjandi wird oft Dynjandifoss genannt. Der Name „Dynjandi“ bedeutet „widerhallend“ oder „donnernd“
Wie viel Zeit solltest du einplanen?
Das hängt davon ab, wie du reist.
Schneller Besuch:
- ca. 1 Stunde
- kurzer Aufstieg + Fotos
Empfohlen:
- 1–1,5 Stunden
- alle Wasserfälle anschauen
- Zeit für Pausen und Ausblick
Mein Tipp: Plane lieber etwas mehr Zeit ein – gerade die Kombination aus Weg, Wasserfällen und Aussicht macht den Besuch aus.

Andere interessante Sehenswürdigkeiten
Wenn du schon hier bist, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Umgebung:
Mit etwas Glück kannst Du durch das tosende Wasser des Dynjandifoss einen Blick auf die erstaunlich leuchtend roten Felsen erhaschen. Diese wurde im Laufe der Jahre durch Schichten eisenhaltiger Erde gebildet.
Am Fuß des Hügels befinden sich die Überreste eines alten Torfhauses, bekannt als „Farm Mound“, sowie die Ruinen einiger Nebengebäuden. Der Hof war bis 1951 bewohnt.
Den besten Ausblick gibt es vom Wasserfall selbst. Wenn Du also die kurze Wanderung zum Dynjandi machst, hast Du das Beste gesehen aus dieser Gegend.
Entlang der Straße von Ísafjörður, etwa 20 km vor Dynjandi, befindet sich das Dorf Hrafnseyri mit einer netten kleinen Kirche sowie einem Museum. Dort gibt es sogar ein Café.

Praktische Tipps für deinen Besuch
Damit dein Besuch wirklich entspannt wird:
- Plane genügend Fahrzeit ein
- Trage feste Schuhe (Weg kann rutschig sein)
- Ziehe dich in Schichten an (Wind!)
- Bleibe auf den markierten Wegen
- Nimm dir Zeit für den Aufstieg
Gut zu wissen:
- Parkplatz vorhanden
- Toiletten am Parkplatz
- Campen vor Ort nicht erlaubt

Übernachten in der Nähe
Dynjandi liegt sehr abgelegen – daher lohnt sich eine gute Planung.
Gute Optionen:
- Ísafjörður* – größte Stadt der Region
- Patreksfjörður* – gute Basis im Süden
- Hótel Flókalundur* – ruhig gelegen + eigenes Restaurant
Wenn du tiefer planen willst, findest du hier meine Tipps zu Unterkünften in Island.
Lohnt sich Dynjandi wirklich?
Dynjandi lohnt sich vor allem dann, wenn du die Westfjorde bewusst eingeplant hast.
Der Dynjandi ist kein Wasserfall, den du „schnell mitnimmst“. Aber genau das macht ihn besonders.
Wenn du:
- die Westfjorde erkundest
- spektakuläre Natur ohne Menschenmassen suchst
- bereit bist, dir Zeit zu nehmen
… dann gehört Dynjandi definitiv in deine Route.
Für mich war es einer dieser Orte, bei denen nicht nur der Wasserfall beeindruckt – sondern das Gesamtbild aus Landschaft, Ruhe und Weite.
Wenn du nur wenig Zeit hast und dich auf die Ringstraße konzentrierst, würde ich ihn eher auslassen.

FAQ zum Dynjandi Wasserfall
Der Aufstieg zum größten Wasserfall dauert etwa 15 bis 20 Minuten.
Der Weg ist steil, aber gut angelegt. Unterwegs kommst du an mehreren kleineren Wasserfällen vorbei, sodass sich der Weg in Etappen gut laufen lässt.
Die Wanderung ist kurz, aber etwas anstrengend.
Durch die Steigung und den unebenen Untergrund brauchst du eine normale Grundfitness und feste Schuhe. Für die meisten ist der Weg aber gut machbar.
Ein 4×4 ist nicht zwingend notwendig, aber definitiv empfehlenswert, besonders in den Westfjorden.
Die Straßen sind teilweise Schotterstraßen und können je nach Wetter anspruchsvoller werden.
In der Regel nicht.
Die Straße zum Wasserfall ist im Winter oft gesperrt und nur in den Sommermonaten zuverlässig zugänglich. Informiere dich unbedingt vorab über die aktuellen Straßenverhältnisse.
Wenn du deine Route durch die Westfjorde planst, schau dir unbedingt auch meinen Guide zu den Westfjorden in Island an – dort findest du alle Highlights sinnvoll kombiniert.
Weitere Highlights in der Nähe
Wenn du schon in der Region bist:
- Raudisandur (roter Strand)
- Látrabjarg Klippen
- Westfjorde allgemein erkunden
Schau dir dazu auch meinen Guide zu den Westfjorden in Island an – perfekt für deine Routenplanung.
Inspiration für eine Island Reiseroute: Island Rundreise in 2 Wochen – mehr als nur die Ringstraße erleben
Besonders sehenswerte Regionen in Island:
- Askja – surreale Landschaft abseits der Ringstraße [Island Tipp]
- Hvitserkur Island – Felsformation und Sehenswertes [Halbinsel Vatnsnes]
- Landmannalaugar Wanderung – einzigartige Vulkanlandschaft [Island Tipp]
- Halbinsel Snaefellsnes – Sehenswürdigkeiten, Tipps und Highlights
weitere Tipps sowie Informationen für Dein Island Abenteuer:
- Ist Leitungswasser in Island trinkbar und unbedenklich? – Tipps und Fakten
- Blaue Lagune Island – Blue Lagoon Touristenfalle oder Top Attraktion?
- Gamla Laugin, die geheime Lagune Island – geothermische alternative zur blauen Lagune?

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