Die Peniche Sehenswürdigkeiten haben mich mit ihrer Mischung aus rauer Atlantikküste, schönen Stränden und besonderen Orten überrascht. Die kleine Halbinsel in Portugals Região Centro ist zwar vor allem als Surfziel bekannt, doch auch wenn du nicht auf dem Surfbrett stehst, lohnt sich ein Besuch.
Für mich war gerade diese Mischung der Grund, warum mir Peniche so gut gefallen hat. Du kannst an den Klippen entlanglaufen, die Küste erkunden, durch die Altstadt schlendern und einen Ausflug zu den Berlengas unternehmen. Die Insel war für mich sogar eines der Highlights meines Portugal Roadtrips.
In diesem Beitrag zeige ich dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Peniche, meine persönlichen Tipps und einige Orte, die du bei deinem Besuch nicht verpassen solltest.

Inhaltsübersicht
Peniche für Eilige
Du hast wenig Zeit für die Reiseplanung? Das sind meine wichtigsten Tipps für Peniche:
- Schönste Sehenswürdigkeiten: Cabo Carvoeiro, Fortaleza de Peniche und die raue Küste rund um die Halbinsel
- Mein Highlight: ein Tagesausflug zu den Berlengas
- Für Strand und Surfen: Praia dos Supertubos und Baleal
- Für einen Spaziergang: Altstadt, Hafen und die Küste entlang der N114
- Wie lange bleiben? Plane mindestens einen Tag für Peniche ein. Mit einem zusätzlichen Tag für die Berlengas und etwas Zeit am Strand wird der Aufenthalt deutlich entspannter.
- Übernachten: Peniche eignet sich gut als Basis, wenn du neben der Stadt auch Baleal, Óbidos und die Umgebung erkunden möchtest.
Mein Tipp: Wenn du die Berlengas besuchen möchtest, würde ich die Bootstour vorab reservieren. So kannst du deinen Aufenthalt rund um den Ausflug planen.
Anreise nach Peniche
Peniche liegt rund 100 Kilometer nördlich von Lissabon und lässt sich gut in einen Portugal Roadtrip integrieren. Mit dem Mietwagen fährst du von Lissabon über die A8 und anschließend über die IP6 nach Peniche. Für die Strecke solltest du ungefähr 1 bis 1,5 Stunden einplanen.
Beachte, dass auf der Autobahn Mautgebühren anfallen können. Wenn du mit einem Mietwagen unterwegs bist, informiere dich am besten bei der Übernahme, wie die Maut abgerechnet wird.
Auch ohne Mietwagen kommst du nach Peniche. Es bestehen Busverbindungen unter anderem von Lissabon nach Peniche. Prüfe die aktuellen Abfahrtszeiten am besten kurz vor deiner Reise, da sich Fahrpläne ändern können.
Für einen Roadtrip würde ich persönlich trotzdem den Mietwagen bevorzugen. Damit bist du vor Ort flexibler und kannst neben Peniche auch Baleal, die Strände und weitere Orte entlang der Küste unkompliziert erkunden.

Die Peniche Sehenswürdigkeiten und Highlights
Peniche ist vor allem für seine Fischerei und die ausgezeichneten Surfbedingungen bekannt. Doch auch abseits der Strände gibt es auf der Halbinsel einiges zu entdecken. Besonders schön fand ich die raue Küste mit ihren Klippen und Aussichtspunkten, die du bei einer Fahrt rund um Peniche immer wieder zu sehen bekommst.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Peniche gehören das Cabo Carvoeiro, die Fortaleza de Peniche und der Hafen. Dazu kommen schöne Strände, Baleal und natürlich die Berlengas vor der Küste.
Wenn du nur wenig Zeit hast, würde ich mich auf die Küste rund um das Cabo Carvoeiro, die Festung und einen Spaziergang durch Peniche konzentrieren. Mit einem weiteren Tag lohnt sich der Ausflug zu den Berlengas.
Cabo Carvoeiro
Das Cabo Carvoeiro gehört für mich zu den schönsten Orten an der Küste von Peniche. Auf den etwa 25 Meter hohen Klippen steht der Leuchtturm Farol do Cabo Carvoeiro, der bereits seit dem Ende des 18. Jahrhunderts den Schiffen vor der portugiesischen Küste den Weg weist.
Noch beeindruckender als der Leuchtturm fand ich allerdings die Landschaft rundherum. Von den Klippen blickst du über die raue Felsküste und den offenen Atlantik. Bei guter Sicht kannst du am Horizont sogar die Berlengas erkennen.
Plane hier ruhig etwas Zeit ein, um nicht nur kurz am Leuchtturm anzuhalten, sondern auch ein Stück an der Küste entlangzugehen. Gerade die zerklüfteten Felsen machen diesen Teil von Peniche für mich besonders sehenswert.

Fortaleza de Peniche und Museum
Die Fortaleza de Peniche gehört zu den geschichtlich interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Festungsanlage direkt am Meer wurde ab dem 16. Jahrhundert ausgebaut und diente zunächst der Verteidigung der portugiesischen Küste.
Später bekam die Festung eine deutlich düsterere Bedeutung. Während der portugiesischen Diktatur wurden hier politische Gegner des Estado Novo inhaftiert. Heute befindet sich in der Anlage das Museu Nacional Resistência e Liberdade. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Diktatur, dem Widerstand und den Menschen, die für Freiheit und Demokratie kämpften.
Bei einem Rundgang kannst du Teile des ehemaligen Gefängnisses besichtigen und bekommst einen ganz anderen Einblick in die jüngere Geschichte Portugals. Gerade wenn du neben Stränden und Küstenlandschaften auch etwas über das Land erfahren möchtest, würde ich die Festung in deine Besichtigung von Peniche einplanen.
Eintritt: regulär 10 Euro
Mein Tipp: Plane etwas mehr Zeit ein, wenn du auch das Museum besuchen möchtest. Die Fortaleza ist heute nicht nur ein Aussichtspunkt am Meer, sondern vor allem ein wichtiger Erinnerungsort.

Hafen von Peniche
Dass Peniche trotz des Tourismus bis heute eng mit der Fischerei verbunden ist, merkst du besonders am Hafen. Mit etwas Glück kannst du beobachten, wie die Fischer zurückkehren und ihr Fang entladen wird.
Rund um den Hafen findest du außerdem Restaurants, Cafés und Bars. Für mich gehört der Hafen deshalb zu den Orten, an denen du nicht unbedingt eine klassische Sehenswürdigkeit abhaken musst. Schlendere einfach ein wenig herum und beobachte das Treiben.
Von hier starten außerdem die Ausflugsboote zu den Berlengas. Wenn du einen Tagesausflug auf die Insel planst, kommst du am Hafen also ohnehin vorbei.

Berlengas Archipel: mein Highlight vor Peniche
Vor der Küste von Peniche liegt das Berlengas Archipel. Die Überfahrt zur Hauptinsel Berlenga Grande startet am Hafen von Peniche und allein deshalb gehört der Ausflug für mich zu einem Aufenthalt in der Region dazu.
Für mich war Berlenga Grande eines der Highlights meines Portugal Roadtrips. Die raue Landschaft, das klare Wasser und die kleine Festung São João Baptista haben die Insel zu einem ganz besonderen Ausflugsziel gemacht.
Wenn du die Berlengas ebenfalls besuchen möchtest, findest du in meinem ausführlichen Beitrag alle wichtigen Informationen zur Anreise, Bootstour, den Sehenswürdigkeiten und meinen persönlichen Tipps.

Praia do Medão Grande: Supertubos
Südlich von Peniche liegt der Praia do Medão Grande, besser bekannt als Praia dos Supertubos. Der Name kommt nicht von ungefähr: Bei passenden Bedingungen entstehen hier besonders kraftvolle, röhrenförmige Wellen.
Dadurch ist Supertubos vor allem bei erfahrenen Surfern bekannt und gehört zu den wichtigsten Surfspots rund um Peniche. Auch wenn du selbst nicht surfst, lohnt sich ein Abstecher. Ich fand es spannend, einfach am Strand zu stehen und den Surfern zuzusehen.
Zum entspannten Baden würde ich dagegen eher einen der geschützteren Strände rund um Peniche oder Baleal wählen.
Du möchtest selbst aufs Surfbrett? In meinem Beitrag In Portugal surfen lernen findest du meine Tipps für die Planung deines ersten Surfurlaubs.
Praia da Consolação
Etwas südlich von Supertubos liegt der Praia da Consolação. Der lange Sandstrand bietet viel Platz und ist eine schöne Alternative, wenn du neben den bekannten Surfspots noch einen weiteren Strand an der Küste entdecken möchtest.
Besonders praktisch ist die Lage, wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist und mehrere Strände südlich von Peniche miteinander verbinden möchtest.
Praia da Gambôa und Praia da Cova da Alfarroba
Nördlich des Zentrums liegen der Praia da Gambôa und der Praia da Cova da Alfarroba. Die breiten Sandstrände gehen nahezu ineinander über und die Bucht zieht sich weiter in Richtung Baleal.
Mir gefällt hier vor allem der Kontrast zur felsigen Küste auf der anderen Seite von Peniche. Statt schroffer Klippen erwartet dich ein langer Sandstrand mit Dünen im Hintergrund.
Wenn du Strand und Stadt miteinander verbinden möchtest, ist dieser Küstenabschnitt besonders praktisch. Vom Zentrum von Peniche erreichst du ihn schnell und kannst anschließend weiter in Richtung Baleal fahren.

Praia do Baleal
Baleal bietet gleich mehrere Sandstrände und gehört zu den beliebtesten Surfgebieten rund um Peniche. Durch die unterschiedliche Ausrichtung der Buchten findest du häufig auf einer Seite Wellen, während es auf der anderen ruhiger ist.
Das macht Baleal nicht nur für Surfer interessant. Je nach Bedingungen eignen sich die Strände auch zum Baden, Sonnen und für einen entspannten Strandtag.
Mehr zu Baleal und den beiden Buchten findest du weiter unten im Beitrag.
Papôa Peniche: eine Halbinsel auf der Halbinsel
Am nördlichen Rand von Peniche liegt Papôa, eine kleine felsige Halbinsel und damit gewissermaßen eine Halbinsel auf der Halbinsel. Schon der kurze Spaziergang dorthin lohnt sich für die Ausblicke auf die Küste und den Atlantik.
Über einen schmalen Zugang gelangst du auf die felsige Landzunge. Von hier kannst du die raue Küstenlandschaft noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Für mich ist Papôa vor allem dann eine schöne Ergänzung, wenn du Peniche nicht nur mit dem Auto abfahren, sondern zwischendurch auch ein Stück zu Fuß erkunden möchtest.
Bei starkem Wind solltest du allerdings vorsichtig sein. Gerade auf den Treppen und felsigen Abschnitten würde ich mir etwas mehr Zeit lassen.
Entlang der Küste zu den Aussichtspunkten
Eine meiner schönsten Erinnerungen an Peniche ist die Fahrt rund um die Halbinsel. Die Straße führt immer wieder dicht an der felsigen Atlantikküste entlang und eröffnet schöne Ausblicke auf das Meer.
Allerdings gibt es nicht überall eine Möglichkeit, sicher mit dem Auto anzuhalten. Wir haben deshalb am Miradouro de Remédios geparkt und sind von dort ein Stück zu Fuß an der Küste entlanggelaufen. Das würde ich wieder genauso machen, denn zu Fuß bekommst du von der Landschaft deutlich mehr mit.
Wenn du genauso oft zum Fotografieren stehen bleibst wie ich, plane dafür etwas mehr Zeit ein. Die reine Fahrzeit sagt bei dieser Runde jedenfalls wenig darüber aus, wie lange du tatsächlich unterwegs bist.
Auf der anderen Seite der Halbinsel liegt außerdem die Gruta da Furninha, eine Höhle in der felsigen Küste von Peniche.

Wenn du Peniche und die Küste flexibel erkunden möchtest, ist ein Mietwagen besonders praktisch. Damit kannst du Aussichtspunkte, Strände und Baleal unkompliziert miteinander verbinden.
Baleal: Strände und Surferflair bei Peniche
Nur wenige Kilometer von Peniche entfernt liegt Baleal auf einer kleinen, zerklüfteten Halbinsel. Schon die Lage ist besonders: Die Zufahrt führt zwischen zwei langen Sandstränden hindurch, dem Praia do Baleal Sul und dem Praia do Baleal Norte.
Da die beiden Buchten in unterschiedliche Richtungen zeigen, können die Bedingungen ziemlich verschieden sein. Während auf einer Seite gute Wellen zum Surfen herrschen, kann das Wasser auf der anderen Seite deutlich ruhiger sein. Genau diese Lage macht Baleal für Surfer so interessant.

Aber auch wenn du nicht surfst, lohnt sich Baleal. Die langen Sandstrände eignen sich je nach Bedingungen zum Baden, Sonnen oder einfach für einen Spaziergang am Meer. Rund um Baleal findest du außerdem zahlreiche Surfschulen und Surfshops.
Für mich gehört Baleal zu den Orten, die du bei einem Aufenthalt in Peniche gut mit den Stränden und der Fahrt entlang der Küste verbinden kannst.

Übernachten in Peniche
Wenn du neben den Sehenswürdigkeiten auch die Strände, Baleal oder die Berlengas besuchen möchtest, lohnt es sich, mindestens eine Nacht in Peniche zu bleiben. Diese drei Unterkünfte sind je nach Reisestil interessant:
- Casa da Falésia 28*: ein Ferienhaus in zentraler Lage mit Küche, Balkon und Meerblick. Die Fortaleza und der Hafen sind schnell zu Fuß erreichbar.
- GO4SURF Beach Lofts*: ideal, wenn du nah am Strand wohnen und vielleicht selbst surfen möchtest. Zur Unterkunft gehören auch eine Surfschule und ein Surfverleih.
- MH Peniche Hotel*: eine gute Wahl, wenn du ein klassisches Hotel mit mehr Komfort suchst. Es gibt einen Innenpool, einen saisonalen Außenpool sowie einen Wellnessbereich.
Noch nicht das Richtige dabei?
Restaurant-Tipp für Peniche
Für einen entspannten Abend kann ich dir das Páteo da Saudade empfehlen. Das Restaurant liegt am Largo 5 de Outubro, nahe der Igreja da Misericórdia de Peniche.
Wir haben hier selbst gegessen und sowohl das Essen als auch den freundlichen Service in sehr guter Erinnerung. Für uns war es ein richtig schöner Abschluss des Tages in Peniche.
Auf der Karte stehen vor allem portugiesische Gerichte mit Fisch und Fleisch sowie einige vegetarische Optionen.
Kleiner Tipp: Wenn du dort essen möchtest, prüfe vorher kurz die aktuellen Öffnungszeiten. Montags ist das Restaurant derzeit geschlossen.

Ist Peniche schön? Mein Fazit
Ja, mir hat Peniche ausgesprochen gut gefallen. Vor allem die Mischung aus rauer Atlantikküste, langen Sandstränden, kleinen Sehenswürdigkeiten und der entspannten Atmosphäre macht den Ort für mich interessant.
Peniche ist für mich keine Stadt, in der du von einer großen Sehenswürdigkeit zur nächsten läufst. Vielmehr lohnt es sich, Zeit für die Küste, die Aussichtspunkte und spontane Stopps einzuplanen. Genau das hat mir hier besonders gefallen.
Auch die Lage ist praktisch: Du kannst Peniche gut mit Baleal und weiteren Orten an der portugiesischen Küste verbinden. Und wenn du genug Zeit hast, würde ich unbedingt einen zusätzlichen Tag für die Berlengas einplanen. Der Ausflug zur Insel war eines der Highlights meines Portugal Roadtrips.
Ich würde auf jeden Fall noch einmal nach Peniche kommen. Nicht weil hier alles spektakulär sein muss, sondern weil mir gerade die Mischung aus Meer, Küstenlandschaft und entspannter Atmosphäre in Erinnerung geblieben ist.

Plane deine Portugal-Reise weiter
Du möchtest nach Peniche noch mehr von Portugal entdecken? Diese Beiträge helfen dir bei der weiteren Planung:
- Berlengas Insel: meine Tipps für den Tagesausflug ab Peniche
- Óbidos: Sehenswürdigkeiten und Tipps für einen Tag
- Portugal Roadtrip: 10 Tage zwischen Lissabon, Peniche und Nazaré
- Portugal Reiseroute: meine Route für 3 Wochen von Norden nach Süden
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